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Lionel Messi hat die Primera Division und die Champions League gewonnen, nun den Ballon d'Or. Wie war der Zusammenhang in der Vergangenheit? Ein Rückblick. Und ein kleiner Ausblick

Zürich. Lionel Messi vom FC Barcelona ist Weltfußballer 2011. Er stach dabei Dauerrivale Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und seinen Teamkollegen Xavi Hernandez aus. Es war der dritte Weltfußballer-Titel in Folge für den Argentinier. Ist beim „Ballon d’Or“ eine Tendenz zu erkennen?

Messi bricht 2010 WM-Bann

Lionel Messi konnte 2010 weder den Weltmeistertitel, noch den Champions League-Titel mit seinen Vereinen (FC Barcelona, Argentinien) für sich entscheiden, hatte die Nase im Rennen um den Weltfußballer dennoch vor Xavi Hernandez, Andreas Iniesta (beide zusätzlich Weltmeister in Südafrika) sowie Wesley Sneijder, der mit Inter Mailand das Triple holte und zusätzlich mit den Niederlanden das WM-Finale erreichte. Zu erklären ist dies höchstens mit Messis individueller Leistungsfähigkeit, die er trotz Titellosigkeit auf großer Bühne wieder einmal unter Beweis stellte. Seit Hristo Stoitchkov war Messi der erste Weltfußballer, dem dies in einem WM-Jahr ohne Weltmeistertitel gelang. Zwischen Stoitchkov und Messi lagen Zidane, Ronaldo und Cannavaro.

Tendenz geht seit 2005 zum Teamerfolg

Dies scheint dennoch eher die Ausnahme in der jüngeren Vergangenheit zu sein. Der Trend geht zum großen Titel als Entscheidungsmerkmal um den Weltfußballer. Messi im vergangenen Jahr war seit 2005 der Einzige, dem die Ehrung ohne großen Titel (WM, EM, Champions League) zu Teil wurde. Reichte Ronaldinho im Jahr 2005 noch eine überragende Leistung sowie der Titel beim Confederations Cup in Deutschland, gelang es im Folgejahr Fabio Cannavaro lediglich als Weltmeister, Weltfußballer zu werden. Es folgten mit Kaka (2007) und Cristiano Ronaldo (2008) zwei Champpions-League-Sieger, die in der jeweiligen Saison der europäischen Königsklasse absolut überragten. Der Rest ist Geschichte von Lionel Messi. Einen Trend markiert dies deshalb, weil sich das nicht immer so ausmachen ließ. Andrey Shevchenko (2004), Pavel Nedved (2003) und Michael Owen (2001) gewannen ihre Weltfußballer-Ehrung eher aufgrund eigener Leistung statt aufgrund des Teamerfolgs. Denn: Nur Owen konnte in dieser Zeit einen internationalen Titel gewinnen, nämlich den Uefa-Cup 2001.

Der Dreierpack von Lionel Messi


Festhalten lässt sich, dass Messis Triumphe als Weltfußballer 2009 und 2011 sehr ähnlich daherkommen. Sowohl 2009, als auch zwei Jahre darauf holte er in Jahren ohne große internationale Turniere das Double aus Liga-Titel und Champions League-Triumph und stach dabei individuell heraus. 2010 war es Messis herausstechende Leistung, die trotz Titellosigkeit bei den beiden großen Events dafür sorgte, Messi vor Iniesta, Sneijder und Xavi landen zu lassen. Unterm Strich beherrscht der kleine Dribbelkünstler den Weltfußball seit drei Jahren.

2012: Das Jahr des Cristiano Ronaldo?

Natürlich ist es mit zwölf Monaten Vorlauf schwer zu prognostizieren, wer 2012 die Nase vorne haben wird. Doch anhand des Kalenders und der laufenden Saison lässt sich zumindest eine Tendenz ausmachen. Ex-Weltfußballer und Superstar von Real Madrid Cristiano Ronaldo scheint dabei keine so schlechten Chancen zu haben. In der Liga befindet sich Real Madrid trotz Clasico-Niederlage fünf Punkte vor dem FC Barcelona. Die Champions League wurde vom amtierenden Titelgewinner noch nie verteidigt. Und auch abseits des Vereinsfußballs hat Ronaldo mit der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine eine Chance, dem Argentinier Messi davonzuziehen. Und wie der Trend zeigt, scheinen große Titel immer wichtiger zu werden. Ob Ronaldo größere Chancen auf Titel hat, ist sicher diskussionswürdig. Was feststeht: Ronaldo hat in jedem Fall mehr Chancen.

Eure Meinung: Wie beurteilt ihr den Trend beim „Ballon d’Or“ und welche Chancen gebt ihr Cristiano Ronaldo im Jahr 2012, auf den Thron zurückzukehren?

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