Dreimal Weltfußballer: Das ist Lionel Messi

Er hat es wieder geschafft, er ist wieder Weltfußballer. Messi hat damit schon jetzt beste Chancen, der erfolgreichste Spieler aller Zeiten zu werden!

Von Christoph Vogel & Thomas Bauer

Messi, Shakira
Getty
Barcelona. Der Meistertitel des FC Barcelona in der vergangenen Saison war eine kollektive Glanzleistung, doch ein Mann stach erneut aus der Masse heraus und schwingt sich auf, schon mit jungen Jahren zu einer weiteren Legende des Fußballs zu werden: Lionel Andrés Messi, Spitzname „Leo“ oder auch „La Pulga“, der Floh.

Mit Barcelona auf den Fußball-Olymp

Lionel Messi wurde am 24. Juni 1987 in Santa Fé in Argentinien geboren und ist wie viele seiner Landsleute im positiven Sinn fußballverrückt. Der nur 1,69 Meter große Dribbler verkörpert wie kein anderer die Philosophie des katalanischen Klubs aus dem Nord-Osten Spaniens: „Mes que un club“ - mehr als ein Klub heißt es beim FC Barcelona und Messi ist mehr als ein normaler Spieler. In Barcelona Publikumsliebling einer ganzen Fangemeinschaft, gar eines jeden Fußballfans, in seiner Heimat Hoffnungsträger für eine ganze Nation. Immer häufiger werden Vergleiche gezogen zwischen Messi und Nationalidol Diego Maradona. Und tatsächlich ähneln sich ihre Spielweise und Statur. Nicht umsonst wird „Leo“ schon „Messidona“ gerufen.

Früh den Schritt gemacht

Doch es gab natürlich auch eine Zeit vor „Barca“. Messi startete seine Karriere 1995 bei den Newell's Old Boys. Wahrlich kein allzu treffender Name, denn bereits mit 13 Jahren (im Jahr 2000) verließ er den argentinischen Traditionsklub und wechselte zum nächsten Verein mit großer Historie: dem FC Barcelona. Dort spielte er zunächst für das Jugendteam der Katalenen, denen das große Talent früh ins Auge gefallen war. Doch die Junioren sollten schnell nur zu einer Zwischenstation für den Ausnahmekönner werden: in Rekordzeit durchlief Messi sämtliche Stationen innerhalb des Vereins von den B- und A-Junioren über die dritte und zweite Mannschaft bis in den Profikader. In der Saison 2003/2004 wurde dann sein Traum wahr und im jungen Alter von 16 Jahren debütierte Messi in einem Freundschaftsspiel gegen den FC Porto für den FC Barcelona.



Vom Supertalent zum Superstar

Die Entwicklung des kleinen Stürmers ging rasant weiter und im Training mit der ersten Mannschaft bekam Messi die Chance, von den Besten seiner Sportart zu lernen. Gerade im Offensivbereich konnte er sich einiges von seinen Kontrahenten wie zum Beispiel Ronaldinho, Eto'o oder auch Thierry Henry im Sturm abgucken. Bereits in der Saison 2004/2005 gab Messi seine Premiere in einem Pflichtspiel. Am 16. Oktober 2004 durfte er im Derby Barcelonas in Montjuic ran (Endstand 1:0). In der Folgezeit bekam Messi zunehmend seine Einsätze in der spanischen Liga, der Primera Division und gewann im selben Jahr bei den Olympischen Spielen in Athen die Goldmedaille mit der argentinischen Auswahl. Es sollte allerdings bis zum 1. Mai 2005 dauern, bis Messi seinen ersten Treffer in der Liga markieren konnte: Mit 17 Jahren, zehn Monaten und sieben Tagen war er durch sein Tor im Spiel gegen Albacete zu diesem Zeitpunkt der jüngste Schütze der Primera Division den es jemals gab.

Erfolge, Erfolge, Erfolge...

Dies blieb natürlich auch dem argentinischen Verband nicht verborgen und nach weiteren grandiosen Auftritten durfte Lionel Messi im Freundschaftsspiel gegen Ungarn debütieren. Bei der WM 2006 in Deutschland war er bereits als Stammkraft dabei und ist seitdem aus dem Team der „Gauchos“ nicht mehr wegzudenken - auch wenn die Leistungen nicht immer die Erwartungen erfüllen. In Barcelona ist er ebenfalls ein unverzichtbarer Teil der Mannschaft geworden, auch weil er von seinen Trainern behutsam aufgebaut wurde und Zeit hatte, sein Talent ohne Druck zu entfalten. Nach diversen internationalen Erfolgen mit dem FC Barcelona und der Nationalmannschaft ist Messi derzeit mit 24 Jahren auf einem neuen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere angekommen und ein Ende scheint nicht in Sicht. Nun durfte der kleine Dribbler dann noch eine weitere ganz besondere Ehrung entgegen nehmen, denn Messi wurde zum dritten Mal in Folge als Weltfußballer ausgzeichnet - das gelang zuvor nur Michel Platini.



Lob von allen Seiten


Unzählige Stars lobten ihn bereits in höchsten Tönen und auch Maradona fand nur die besten Worte für den Jungstar. Schon viele Spieler wurden in Argentinien als Nachfolger der „Hand Gottes“ tituliert, doch keiner konnte die riesigen Vorschusslorbeeren bestätigen. Messi allerdings, da sind sich viele Kritiker einig, hat das Potenzial, die Legende Maradona gar zu überflügeln. Dazu fehlt ihm aber mindestens noch ein Weltmeistertitel. Dass Messi jedoch einmal ebenso negativ in die Schlagzeilen rutschen könnte wie sein Vorbild, das erscheint aus heutiger Sicht unmöglich. Er ist eben noch fast ein Junge...

Eure Meinung: Was kann Messi noch alles in seiner Karriere erreichen?

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