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Das Zeugnis: Besiktas Istanbul im Goal.com-Check
Das mit portugiesischen Stars bestückte Team von Besiktas investierte diesmal eher in die Kaderbreite - mit Erfolg! Carlos Carvalhal beflügelte die „Schwarzen Adler“ - Das Zeugnis.
Von Ömer Nihat Kelesoglu
www.bjk.com.tr
Verein: Besiktas Istanbul
Süper Lig: Platz 3
Türkiye Kupasi: Start in der 3. Runde
Europa League: Runde der besten 32
Zielsetzung: Die letzte Saison verlief eher miserabel für den 13-maligen türkischen Meister. Dabei galt man nach den Verpflichtungen von Guti, Quaresma, Simao, Almeida und Fernandes als der Favorit auf den Titel. In der Liga konnte man im Meisterschaftskampf nie gefährlich werden und scheiterte in der Europa League in der Runde der besten 32 an Dynamo Kiew. Bernd Schuster schmiss hin und Co-Trainer Tayfur Havutcu übernahm das Ruder, der dem Süper-Lig-Fünften durch den Pokalsieg die europäische Bühne sicherte. Bei Besiktas kann es kein anderes Ziel als die türkische Meisterschaft geben. Tayfur Havutcu sollte das Team behutsam aufbauen, musste jedoch während der Saisonvorbereitung in Untersuchungshaft. Aus dem Nichts zauberte man Carlos Carvalhal aus dem Hut, der den türkischen Pokalsieger als Interimscoach übernahm. Auch für ihn gelten die gleichen Regeln: Der portugiesische Coach sollte möglichst das Double holen.
Liga & Pokal & Europa League - Note: befriedigend (3)
Zum Auftakt gab es gleich eine Niederlage bei Eskisehirspor. Die folgenden drei Partien gegen Ankaragücü, Bursaspor und Antalyaspor wurden jedoch allesamt gewonnen. Es folgte eine Durststrecke von zwei Spielen (0:0 bei Gaziantepspor und 0:2 gegen Kayserispor) in denen die „Schwarzen Adler“ 180 Minuten ohne Torerfolg blieben. Da die Saison verspätet im September startete, mussten englische Wochen her. Besiktas musste aufgrund der Europapokalspiele nahezu drei Mal wöchentlich ran. Folge dessen waren unkonstante Leistungen: es gab sowohl Siege (gegen Mersin und Sivas), als auch ein Remis gegen Lokalrivalen Fenerbahce, gegen Genclerbirligi setzte es jedoch eine Niederlage, nachdem man eine 2:0-Führung verspielte. Doch seit sieben Spielen ist Besiktas in der Liga ungeschlagen und sicherte sich somit nach 17 Spieltagen den dritten Tabellenplatz. Ohne die Ausrutscher gegen Istanbul BB und Samsunspor (beide 1:1) hätte das Team von Carlos Carvalhal den Tabellenzweiten Fenerbahce definitiv verdrängt. Besiktas hatte es in der Gruppe E mit relativ unangenehmen Gegnern zu tun, doch der Start verlief leichter als erwartet: Mit 5:1 wurde Maccabi Tel-Aviv im Auftaktspiel abgeschossen. Letztendlich erreichte der türkische Klub die Endrunde und reist nun nach Portugal. Für Trainer Carlos Carvalhal wird es ein ganz besonderes Spiel, denn Braga ist sein Geburtsort und gleichzeitig auch sein Ex-Verein. Bei einem Weiterkommen trifft Besiktas auf den Sieger der Partie Lazio Rom gegen Atletico Madrid. Es wird ein harter Weg nach Bukarest, doch die Mannschaft ist bereit, es mit jedem aufzunehmen.
Unterhaltung - Note: noch sehr gut (1-)
In Sachen Unterhaltung stürmt Besiktas die türkischen Charts. Ricardo Quaresma verzückt seine Anhänger mit technischen Finessen. Seine Außenrissschüsse sind legendär, seine Rabona-Flanken atemberaubend und sein Spielwitz grenzenlos. Unterstützt wird er von Simao, der mit spektakulären Toren wie gegen Fenerbahce seine Klasse zeigt. Im Mittelfeldzentrum zieht Manuel Fernandes die Fäden und liefert phasenweise eine One-Man-Show. Und auch in der Defensivabteilung wird für Unterhaltung gesorgt, wenn Egemen Korkmaz (auch „Gladiator“ genannt) mit waghalsigen Rettungstaten die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringt. Doch in den letzten Spielen wurde deutlich, dass Besiktas in Abwesenheit von Quaresma und Simao zwei kreative Köpfe fehlen.
Transfermarkt - Note: noch gut (2-)
DIE FIXEN NEUZUGÄNGE
Aktuell hat Besiktas Istanbul keine neuen Spieler für die Rückrunde verpflichtet.
DIE FIXEN ABGÄNGE
Aktuell hat Besiktas Istanbul keine Abgänge zu verzeichnen.
DIE WUNSCHKANDIDATEN
Tor: Onur Kivrak (23, Türkei) von Trabzonspor
Abwehr: Hasan Ali Kaldirim (22, Türkei) von Kayserispor
Abwehr: Alex (29, Brasilien) vom FC Chelsea
Sturm: Nelson Oliveira (20, Portugal) von Benfica Lissabon
DIE WACKELKANDIDATEN
Abwehr: Tanju Kayhan (22, Österreich)
Sturm: Mehmet Akyüz (25, Türkei)
Sturm: Filip Holosko (27, Slowakei)
Sturm: Edu (30, Brasilien)
Bewertung: Grundsätzlich war es von hoher Bedeutung die Kaufoptionen von Manuel Fernandes und Ersan Gülüm gezogen zu haben. Mit Egemen Korkmaz und Mustafa Pektemek konnte Besiktas zwei Leistungsträger ihrer Vereine dazugewinnen. Egemen Korkmaz hat bisher noch kein Spiel verpasst, sorgt für enorme Stabilität in der Defensive und hat auch schon zwei Treffer auf dem Konto. Mustafa Pektemek ist trotz seiner Joker-Rolle mit sechs Saisontoren der treffsicherste Spieler von Carlos Carvalhal. Des Weiteren konnte sich Rapid-Neuverpflichtung Veli Kavlak durchsetzen und treibt das Mittelfeld von Besiktas Istanbul an. Leihstürmer Edu erwies sich als Flop und wird wohl nach Gelsenkirchen zurückkehren müssen. Ebenfalls auf Leihgabe kam Sidnei von Benfica, der jedoch aufgrund der starken Konkurrenz auf der Innenverteidiger-Position nur selten zum Einsatz kam, dann jedoch überzeugte. Julio Alves und Burak Kaplan wurden für die Kaderbreite verpflichtet und sind als Perspektivspieler vorgesehen. Der portugiesische U21-Nationalspieler Bebe zog sich vor Saisonstart einen Kreuzbandriss zu und wird wohl erst in den Play-Offs fit sein. Für Tanju Kayhan und Mehmet Akyüz sieht es wohl nicht so gut aus: Einige Vereine bekunden bereits Interesse an beiden Spielern, die in den Kaderplanungen von Carvalhal anscheinend keine große Rolle spielen.
Trainer und Umfeld - Note: sehr gut (1)
Die Empfehlung von Starcoach Jose Mourinho hat sich voll ausgezahlt. Als Carlos Carvalhal bei Besiktas anheuerte, hörten die Fans seinen Namen wohl zum ersten Mal, doch Besiktas hatte es Startrainern wie Del Bosque, Tigana oder Schuster satt. Carvalhal scheint eine Eigenschaft zu besitzen, die seinen Vorgängern fehlte: Charakter. Der Portugiese weiß mit Medien umzugehen, behandelt die Akteure als seien es seine Söhne, analysiert seine Gegner bis ins Detail, respektiert auch kleinere Vereine und tritt nach Torerfolgen mit euphorischen Freudensprüngen in Erscheinung. Erst kürzlich sagte Carvalhal, dass er Besiktas mit keinem Verein auf der Welt austauschen würde. Mit der Aussage machte er sich nun bei den Fans unsterblich. Auch das Vertrauen aus der oberen Etage scheint nicht zu fehlen: Obwohl Cheftrainer Tayfur Havutcu aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, hält der Verein an Carvalhal als Coach fest. Tayfur Havutcu übernahm offiziell das Amt des Sportdirektors und wird dem Portugiesen den Rücken stärken.
Gesamtnote: gut (2)
Die Hinrunde verlief zwar nicht optimal für den türkischen Pokalsieger, aber man ist weiter auf Kurs: Im Titelrennen kann Besiktas mit einer Siegesserie dranbleiben und mit Derby-Siegen an die Tabellenspitze klettern. Aber auch Platz drei wäre kein Beinbruch, da man sich in der Play-Off-Runde die Meisterschaft in direkten Duellen mit den Titelkonkurrenten sichern kann. Hinzu kommt nun der türkische Pokalwettbewerb, in dem Besiktas seinen Titel verteidigen möchte. In der Europa League machte das Team um Quaresma und Simao eine guten Figur und hat durchaus das Potenzial es zumindest bis in das Viertelfinale zu schaffen. Jeder weitere Schritt wäre ein Bonus.
Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Hinrunde von Besiktas?
Süper Lig: Platz 3
Türkiye Kupasi: Start in der 3. Runde
Europa League: Runde der besten 32
Zielsetzung: Die letzte Saison verlief eher miserabel für den 13-maligen türkischen Meister. Dabei galt man nach den Verpflichtungen von Guti, Quaresma, Simao, Almeida und Fernandes als der Favorit auf den Titel. In der Liga konnte man im Meisterschaftskampf nie gefährlich werden und scheiterte in der Europa League in der Runde der besten 32 an Dynamo Kiew. Bernd Schuster schmiss hin und Co-Trainer Tayfur Havutcu übernahm das Ruder, der dem Süper-Lig-Fünften durch den Pokalsieg die europäische Bühne sicherte. Bei Besiktas kann es kein anderes Ziel als die türkische Meisterschaft geben. Tayfur Havutcu sollte das Team behutsam aufbauen, musste jedoch während der Saisonvorbereitung in Untersuchungshaft. Aus dem Nichts zauberte man Carlos Carvalhal aus dem Hut, der den türkischen Pokalsieger als Interimscoach übernahm. Auch für ihn gelten die gleichen Regeln: Der portugiesische Coach sollte möglichst das Double holen.
Liga & Pokal & Europa League - Note: befriedigend (3)
Zum Auftakt gab es gleich eine Niederlage bei Eskisehirspor. Die folgenden drei Partien gegen Ankaragücü, Bursaspor und Antalyaspor wurden jedoch allesamt gewonnen. Es folgte eine Durststrecke von zwei Spielen (0:0 bei Gaziantepspor und 0:2 gegen Kayserispor) in denen die „Schwarzen Adler“ 180 Minuten ohne Torerfolg blieben. Da die Saison verspätet im September startete, mussten englische Wochen her. Besiktas musste aufgrund der Europapokalspiele nahezu drei Mal wöchentlich ran. Folge dessen waren unkonstante Leistungen: es gab sowohl Siege (gegen Mersin und Sivas), als auch ein Remis gegen Lokalrivalen Fenerbahce, gegen Genclerbirligi setzte es jedoch eine Niederlage, nachdem man eine 2:0-Führung verspielte. Doch seit sieben Spielen ist Besiktas in der Liga ungeschlagen und sicherte sich somit nach 17 Spieltagen den dritten Tabellenplatz. Ohne die Ausrutscher gegen Istanbul BB und Samsunspor (beide 1:1) hätte das Team von Carlos Carvalhal den Tabellenzweiten Fenerbahce definitiv verdrängt. Besiktas hatte es in der Gruppe E mit relativ unangenehmen Gegnern zu tun, doch der Start verlief leichter als erwartet: Mit 5:1 wurde Maccabi Tel-Aviv im Auftaktspiel abgeschossen. Letztendlich erreichte der türkische Klub die Endrunde und reist nun nach Portugal. Für Trainer Carlos Carvalhal wird es ein ganz besonderes Spiel, denn Braga ist sein Geburtsort und gleichzeitig auch sein Ex-Verein. Bei einem Weiterkommen trifft Besiktas auf den Sieger der Partie Lazio Rom gegen Atletico Madrid. Es wird ein harter Weg nach Bukarest, doch die Mannschaft ist bereit, es mit jedem aufzunehmen.
Unterhaltung - Note: noch sehr gut (1-)
In Sachen Unterhaltung stürmt Besiktas die türkischen Charts. Ricardo Quaresma verzückt seine Anhänger mit technischen Finessen. Seine Außenrissschüsse sind legendär, seine Rabona-Flanken atemberaubend und sein Spielwitz grenzenlos. Unterstützt wird er von Simao, der mit spektakulären Toren wie gegen Fenerbahce seine Klasse zeigt. Im Mittelfeldzentrum zieht Manuel Fernandes die Fäden und liefert phasenweise eine One-Man-Show. Und auch in der Defensivabteilung wird für Unterhaltung gesorgt, wenn Egemen Korkmaz (auch „Gladiator“ genannt) mit waghalsigen Rettungstaten die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringt. Doch in den letzten Spielen wurde deutlich, dass Besiktas in Abwesenheit von Quaresma und Simao zwei kreative Köpfe fehlen.
Transfermarkt - Note: noch gut (2-)
DIE FIXEN NEUZUGÄNGE
Aktuell hat Besiktas Istanbul keine neuen Spieler für die Rückrunde verpflichtet.
DIE FIXEN ABGÄNGE
Aktuell hat Besiktas Istanbul keine Abgänge zu verzeichnen.
DIE WUNSCHKANDIDATEN
Tor: Onur Kivrak (23, Türkei) von Trabzonspor
Abwehr: Hasan Ali Kaldirim (22, Türkei) von Kayserispor
Abwehr: Alex (29, Brasilien) vom FC Chelsea
Sturm: Nelson Oliveira (20, Portugal) von Benfica Lissabon
DIE WACKELKANDIDATEN
Abwehr: Tanju Kayhan (22, Österreich)
Sturm: Mehmet Akyüz (25, Türkei)
Sturm: Filip Holosko (27, Slowakei)
Sturm: Edu (30, Brasilien)
Bewertung: Grundsätzlich war es von hoher Bedeutung die Kaufoptionen von Manuel Fernandes und Ersan Gülüm gezogen zu haben. Mit Egemen Korkmaz und Mustafa Pektemek konnte Besiktas zwei Leistungsträger ihrer Vereine dazugewinnen. Egemen Korkmaz hat bisher noch kein Spiel verpasst, sorgt für enorme Stabilität in der Defensive und hat auch schon zwei Treffer auf dem Konto. Mustafa Pektemek ist trotz seiner Joker-Rolle mit sechs Saisontoren der treffsicherste Spieler von Carlos Carvalhal. Des Weiteren konnte sich Rapid-Neuverpflichtung Veli Kavlak durchsetzen und treibt das Mittelfeld von Besiktas Istanbul an. Leihstürmer Edu erwies sich als Flop und wird wohl nach Gelsenkirchen zurückkehren müssen. Ebenfalls auf Leihgabe kam Sidnei von Benfica, der jedoch aufgrund der starken Konkurrenz auf der Innenverteidiger-Position nur selten zum Einsatz kam, dann jedoch überzeugte. Julio Alves und Burak Kaplan wurden für die Kaderbreite verpflichtet und sind als Perspektivspieler vorgesehen. Der portugiesische U21-Nationalspieler Bebe zog sich vor Saisonstart einen Kreuzbandriss zu und wird wohl erst in den Play-Offs fit sein. Für Tanju Kayhan und Mehmet Akyüz sieht es wohl nicht so gut aus: Einige Vereine bekunden bereits Interesse an beiden Spielern, die in den Kaderplanungen von Carvalhal anscheinend keine große Rolle spielen.
Trainer und Umfeld - Note: sehr gut (1)
Die Empfehlung von Starcoach Jose Mourinho hat sich voll ausgezahlt. Als Carlos Carvalhal bei Besiktas anheuerte, hörten die Fans seinen Namen wohl zum ersten Mal, doch Besiktas hatte es Startrainern wie Del Bosque, Tigana oder Schuster satt. Carvalhal scheint eine Eigenschaft zu besitzen, die seinen Vorgängern fehlte: Charakter. Der Portugiese weiß mit Medien umzugehen, behandelt die Akteure als seien es seine Söhne, analysiert seine Gegner bis ins Detail, respektiert auch kleinere Vereine und tritt nach Torerfolgen mit euphorischen Freudensprüngen in Erscheinung. Erst kürzlich sagte Carvalhal, dass er Besiktas mit keinem Verein auf der Welt austauschen würde. Mit der Aussage machte er sich nun bei den Fans unsterblich. Auch das Vertrauen aus der oberen Etage scheint nicht zu fehlen: Obwohl Cheftrainer Tayfur Havutcu aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, hält der Verein an Carvalhal als Coach fest. Tayfur Havutcu übernahm offiziell das Amt des Sportdirektors und wird dem Portugiesen den Rücken stärken.
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Die Hinrunde verlief zwar nicht optimal für den türkischen Pokalsieger, aber man ist weiter auf Kurs: Im Titelrennen kann Besiktas mit einer Siegesserie dranbleiben und mit Derby-Siegen an die Tabellenspitze klettern. Aber auch Platz drei wäre kein Beinbruch, da man sich in der Play-Off-Runde die Meisterschaft in direkten Duellen mit den Titelkonkurrenten sichern kann. Hinzu kommt nun der türkische Pokalwettbewerb, in dem Besiktas seinen Titel verteidigen möchte. In der Europa League machte das Team um Quaresma und Simao eine guten Figur und hat durchaus das Potenzial es zumindest bis in das Viertelfinale zu schaffen. Jeder weitere Schritt wäre ein Bonus.
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