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Gewinner und Verlierer: FC Bayern München
Der FC Bayern schließt eine erfolgreiche Hinrunde ab. Das Jahr 2011 endet und in München blickt man auf ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen zurück.
Von Maximilian Bensinger
Bundesliga: Platz 1
DFB-Pokal: Viertelfinale
Zielsetzung: Nach einer katastrophalen Vorsaison, rüsteten die Bayern im Sommer richtig auf. Mit Spielern wie Manuel Neuer, Jerome Boateng oder Rafinha wurde vor allem die Defensive verstärkt. Nach einer schwachen Vorbereitung und einer Auftaktniederlage gegen das Überraschungsteam aus Mönchengladbach, war die Schadenfreude bei Kritikern und der Konkurrenz bereits groß. Was danach jedoch folgte, war eine Machtdemonstration die ihresgleichen suchte.
Manuel Neuer erlebte einen vielleicht so noch nie dagewesenen, ruhigen Spätsommer, bei dem er die Torschüsse der Konkurrenz an einer Hand abzählen konnte. Wettbewerbsübergreifend kam der Nationalkeeper auf weit über 1000 Minuten ohne Gegentor. Mit einem Remis in Neapel startete dann ein Bayern-Tief, aus dem sich die Münchner nach schmerzhaften Niederlagen gegen Hannover, Dortmund und Mainz wieder befreien konnten. Der FC Bayern ist Herbstmeister, im Achtelfinale der Champions League und im DFB-Pokal weiterhin vertreten.
DER GEWINNER
Man könnte viele Gewinner im Bayern-Team nennen. Manuel Neuer sowie Jerome Boateng haben sich ohne große Probleme zu wichtigen Säulen des Erfolgs entwickelt. Auch Mario Gomez gehört dazu. Er ist auf dem besten Weg, seine Torjägerkrone zu verteidigen. Ein Mann jedoch hat endlich wieder zu seiner Weltklasseform gefunden: Franck Ribery spielt noch besser als in seiner fulminanten Debütsaison 2007/08. Der Franzose bestritt alle Hinrunden-Spiele der Bundesliga und hat damit seine Verletzungsanfälligkeit überwunden. Neben seiner neuen physischen Stabilität ist Ribery nun auch konstant gut. In 17 Bundesligaeinsätzen war er an 17 Toren beteiligt (8 Tore und 9 Vorlagen). Eine starke Bilanz!
DER VERLIERER
Wer nun auf Breno wartet, der liegt falsch. Sicherlich war das Jahr 2011 eine absolute Katstrophe für den Brasilianer. Aber vielleicht sollte man diesem, ohne Frage talentierten, Jungen einfach mal etwas Zeit gewähren. Auch Ivica Olic gehört zu den Verlierern dieser Hinrunde. Erst lange verletzte, dann schlechte Leistungen in seinen Kurzeinsätzen, dann miese Stimmung und Abwanderungsgedanken. Der Publikumsliebling braucht noch Zeit. Der größte Verlierer ist jedoch Arjen Robben. Der Niederländer erreichte in München nahezu Gottheitsstatus, nachdem er 2010 binnen kürzester Zeit fast das Triple und die Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Auch die Medien lagen dem Flügelflitzer zu Füßen. Seine ständige Verletzungsanfälligkeit schlägt jedoch einigen so langsam aufs Gemüt.

Der Oranje-Star war wieder lange verletzt und bestritt gerade einmal zwölf Pflichtspiele für die Bayern. Nur diese Saison zeigte die Mannschaft, dass es ohne Arjen-Superstar geht. Dass es sogar besser geht? Zumindest manchmal machte es den Anschein, dass die Bayern mit einem nicht ganz fitten Robben wesentlich berechenbarer waren. Trotz allem erzielte der Niederländer schon wieder vier Treffer und bewies seine Extraklasse. Zuletzt diskutierten die Medien über die vermeintliche Ausgrenzung des Superstars, nachdem er in Bochum den entscheidenden Treffer erzielte, aber die komplette Mannschaft mit dem Vorbereiter Ribery jubelte. Alles Quatsch! Aber alleine die Tatsache, dass über so etwas diskutiert wird, zeigt, wie sehr Arjen Robben in den letzten Monaten verloren hat.
DIE SICHERE BANK
Daniel van Buyten gehörte sicherlich auch zu den Gewinnern der Vorrunde. Der Belgier profitierte von dem Trainerwechsel wohl in ähnlichem Maße, wie sein Kumpel Franck Ribery. Der Abwehrhüne ist zum festen Bestandteil der Bayern-Abwehr geworden. Nicht immer in der Startelf, aber mit vollstem Vertrauen des Trainers. Die Rotation tut dem Innenverteidiger gut. So lieferte er starke Leistungen wie in Neapel ab. Selbst die italienische Presse feierte den van Buyten nach dessen Vorstellung im „San Paolo“. Dabei war van Buyten unter Louis van Gaal bereits aus dem Team und aus den Herzen der Fans. Jupp Heynckes hat alles richtig gemacht. Das neue Selbstvertrauen macht den ehemaligen HSV-Spieler zu einer wichtigen Stütze.

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