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Das Bundesliga-Zeugnis: SC Freiburg
„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt den Klubs das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute: der SC Freiburg!
Von Martin Ernst
Getty Images
Verein: SC Freiburg
Bundesliga: Platz 18
DFB-Pokal: Ausgeschieden in Runde 1
Zielsetzung: In der Zielsetzung zeigten sich die Verantwortlichen gewohnt geerdet. Auch nach der überaus erfolgreichen vergangenen Spielzeit, bei der am Ende Tabellenplatz neun heraussprang, wurde vor Saisonbeginn nichts anderes als der Klassenerhalt ausgerufen. Dass sich diese Vorgabe schon so bald als die einzig richtige erweisen würde, werden jedoch die wenigsten gehofft haben. Fakt ist aber mittlerweile: Der SC ist Abstiegskandidat Nummer Eins.
LIGA & POKAL – Note: mangelhaft (5)
Im Pokal kam das Aus bereits in der ersten Runde gegen Unterhachingen und in der Liga kristallisierte sich Freiburg schon sehr früh als Abstiegskandidat heraus. Als solchen zeichnet das Team nicht nur die schlechteste Defensive aus – mit 39 Gegentreffern ist der SC die Schießbude der Liga - sondern auch die Tatsache, dass sich die Mannschaft zwar regelmäßig die Attribute „spielt gut mit“ und „sehr ansehlich“ erarbeitete, vor dem gegnerischen Kasten aber immer wieder uneffektiv und mitunter erschreckend naiv agierte. Die wenigsten Siege (drei) und die meisten Niederlage (zehn) sprechen eine eigene Sprache. Dazu ist der SC das heimschwächste Team der Liga und auf fremden Platz ist nur der VfL Wolfsburg geringfügig schlechter.
Noch mehr zum SC Freiburg: Zur Teamseite
UNTERHALTUNG – Note: befriedigend (3)
Für Unterhaltung konnte der SC meist nur im negativen Sinn sorgen. Gegen die offensiv ausgerichteten und spielstarken Top-Teams öffneten die Badener Tür und Tor und luden zum Torreigen ein: Das begann am 3. Spieltag in Bremen (3:5) und endete am 17. zuhause gegen Dortmund (1:4). Dazwischen lagen ein 0:7 bei den Bayern, ein 2:4 auf Schalke und ein 0:4 in Köln. Allerdings bewiesen sich die Breisgauer auch als aufopferungsvoll kämpfende Last-Minute-Helden. Höhepunkt hierbei waren die Nachspielzeit-Tore Stefan Reisingers zuhause gegen Berlin (2:2) und Papis Cisses in Nürnberg. In Hoffenheim traf dazu Neuzugang Dembele vier Minuten vor Schluss zum Ausgleich.

TRANSFERMARKT – Note: mangelhaft (5)
Mit Garra Dembele wurde der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte verpflichtet (2,2 Millionen Euro). Weil Trainer Sorg aber nach wie vor gerne im 4-2-3-1 mit der einzigen Spitze Cisse spielen lässt, kam der malische Nationalstürmer bisher fast nur als Einwechselspieler zum Einsatz und konnte lediglich einen einzigen Treffer beisteuern. Sollte Cisse den Verein im Winter verlassen, könnte seine Zeit aber noch kommen. Auch der zweite gewichtigere Transfer ist bisher eher ein Totalausfall: Mit dem aus Basel gekommenen Beg Ferati wurde zwar ein junges Abwehrtalent mit Perspektiven verpflichtet, der 24-Jährige erhielt jedoch nur selten Einsatzzeiten, zuletzt setzten ihn diverse Verletzungen außer Gefecht. Auch Andreas Hinkel, der nach Saisonbeginn noch verpflichtet wurde, konnte nicht überzeugen und saß zuletzt nur noch auf der Bank.
Transfermarkt: Alle Bundesliga-Wechsel im Überblick
TRAINER & UMFELD – Note: befriedigend (3)
Im Süden der Republik ticken die Uhren wie immer anders. Trainer Marcus Sorg ist beim Anhang zwar nicht mehr unumstritten, genießt aber die volle Rückendeckung von Sportdirektor Dufner und des Präsidiums. Allerdings deutete der Verein diese Woche eine härtere Gangart an und vollzog bis dahin ungewohnte Maßnahmen: Mittelfeldmann Abdessadki wurde fristlos freigestellt, fünf weiteren Spielern wurde ein Wechsel nahegelegt, darunter auch den Leistungsträgern Felix Bastians und Heiko Butscher.
GESAMTNOTE: mangelhaft (5)
Am 16. Spieltag musste Freiburg sogar Underdog Augsburg an sich vorbei ziehen lassen und steht seitdem erstmals seit Dezember 2004 auf dem letzten Platz der Tabelle. Und das sogar folgerichtig: Der SC spielt wie schon viele Absteiger vor ihm - engagiert, voller Einsatz, aber hinten zu offen und vorne ohne Durchschlagskraft. Auch das hartnäckige Halten von Torjäger Cisse hat sich nicht unbedingt ausgezahlt. Zwar setzte der abwanderungswillige Senegalese seine Leistungen zu Saisonbeginn fort, eine gewisse Unlust und Frustration war in jüngster Zeit aber schwer zu übersehen. Noch dazu soll der Sonderstatus des Angreifers für gelegentlichen Unmut in der Mannschaft gesorgt haben.
Eure Meinung: Wie fällt Dein Zeugnis aus? Versetzung oder nachsitzen?
Bundesliga: Platz 18
DFB-Pokal: Ausgeschieden in Runde 1
Zielsetzung: In der Zielsetzung zeigten sich die Verantwortlichen gewohnt geerdet. Auch nach der überaus erfolgreichen vergangenen Spielzeit, bei der am Ende Tabellenplatz neun heraussprang, wurde vor Saisonbeginn nichts anderes als der Klassenerhalt ausgerufen. Dass sich diese Vorgabe schon so bald als die einzig richtige erweisen würde, werden jedoch die wenigsten gehofft haben. Fakt ist aber mittlerweile: Der SC ist Abstiegskandidat Nummer Eins.
LIGA & POKAL – Note: mangelhaft (5)
Im Pokal kam das Aus bereits in der ersten Runde gegen Unterhachingen und in der Liga kristallisierte sich Freiburg schon sehr früh als Abstiegskandidat heraus. Als solchen zeichnet das Team nicht nur die schlechteste Defensive aus – mit 39 Gegentreffern ist der SC die Schießbude der Liga - sondern auch die Tatsache, dass sich die Mannschaft zwar regelmäßig die Attribute „spielt gut mit“ und „sehr ansehlich“ erarbeitete, vor dem gegnerischen Kasten aber immer wieder uneffektiv und mitunter erschreckend naiv agierte. Die wenigsten Siege (drei) und die meisten Niederlage (zehn) sprechen eine eigene Sprache. Dazu ist der SC das heimschwächste Team der Liga und auf fremden Platz ist nur der VfL Wolfsburg geringfügig schlechter.
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UNTERHALTUNG – Note: befriedigend (3)
Für Unterhaltung konnte der SC meist nur im negativen Sinn sorgen. Gegen die offensiv ausgerichteten und spielstarken Top-Teams öffneten die Badener Tür und Tor und luden zum Torreigen ein: Das begann am 3. Spieltag in Bremen (3:5) und endete am 17. zuhause gegen Dortmund (1:4). Dazwischen lagen ein 0:7 bei den Bayern, ein 2:4 auf Schalke und ein 0:4 in Köln. Allerdings bewiesen sich die Breisgauer auch als aufopferungsvoll kämpfende Last-Minute-Helden. Höhepunkt hierbei waren die Nachspielzeit-Tore Stefan Reisingers zuhause gegen Berlin (2:2) und Papis Cisses in Nürnberg. In Hoffenheim traf dazu Neuzugang Dembele vier Minuten vor Schluss zum Ausgleich.

TRANSFERMARKT – Note: mangelhaft (5)
Mit Garra Dembele wurde der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte verpflichtet (2,2 Millionen Euro). Weil Trainer Sorg aber nach wie vor gerne im 4-2-3-1 mit der einzigen Spitze Cisse spielen lässt, kam der malische Nationalstürmer bisher fast nur als Einwechselspieler zum Einsatz und konnte lediglich einen einzigen Treffer beisteuern. Sollte Cisse den Verein im Winter verlassen, könnte seine Zeit aber noch kommen. Auch der zweite gewichtigere Transfer ist bisher eher ein Totalausfall: Mit dem aus Basel gekommenen Beg Ferati wurde zwar ein junges Abwehrtalent mit Perspektiven verpflichtet, der 24-Jährige erhielt jedoch nur selten Einsatzzeiten, zuletzt setzten ihn diverse Verletzungen außer Gefecht. Auch Andreas Hinkel, der nach Saisonbeginn noch verpflichtet wurde, konnte nicht überzeugen und saß zuletzt nur noch auf der Bank.
Transfermarkt: Alle Bundesliga-Wechsel im Überblick
TRAINER & UMFELD – Note: befriedigend (3)
Im Süden der Republik ticken die Uhren wie immer anders. Trainer Marcus Sorg ist beim Anhang zwar nicht mehr unumstritten, genießt aber die volle Rückendeckung von Sportdirektor Dufner und des Präsidiums. Allerdings deutete der Verein diese Woche eine härtere Gangart an und vollzog bis dahin ungewohnte Maßnahmen: Mittelfeldmann Abdessadki wurde fristlos freigestellt, fünf weiteren Spielern wurde ein Wechsel nahegelegt, darunter auch den Leistungsträgern Felix Bastians und Heiko Butscher.
GESAMTNOTE: mangelhaft (5)
Am 16. Spieltag musste Freiburg sogar Underdog Augsburg an sich vorbei ziehen lassen und steht seitdem erstmals seit Dezember 2004 auf dem letzten Platz der Tabelle. Und das sogar folgerichtig: Der SC spielt wie schon viele Absteiger vor ihm - engagiert, voller Einsatz, aber hinten zu offen und vorne ohne Durchschlagskraft. Auch das hartnäckige Halten von Torjäger Cisse hat sich nicht unbedingt ausgezahlt. Zwar setzte der abwanderungswillige Senegalese seine Leistungen zu Saisonbeginn fort, eine gewisse Unlust und Frustration war in jüngster Zeit aber schwer zu übersehen. Noch dazu soll der Sonderstatus des Angreifers für gelegentlichen Unmut in der Mannschaft gesorgt haben.
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