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Daheim Dr. Jekyll, auswärts Mr. Hyde: Werder Bremens zwei Gesichter
Im dritten Auswärtsspiel in Folge musste Bremen eine herbe Niederlage gegen ein Top-Team der Liga einstecken. In der Fremde scheint es bisher einfach nicht für Werder zu laufen.
Von Alexander Brinkmann
Bongarts
Bremen. Werder Bremen beendete die Hinrunde beim FC Schalke 04 mit einer derben 0:5-Klatsche. Während man bei einem Sieg auf dem dritten oder vierten Tabellenplatz hätte überwintern können, kann Borussia Mönchengladbach heute gegen den FSV Mainz 05 den Abstand Werders auf Platz vier sogar auf vier Zähler anwachsen lassen. In der Rückrunde wartet noch viel Arbeit auf das Team von Thomas Schaaf.
Zuhause hui, auswärts pfui
Sicherlich, wenn man die letzte, desolate Saison Werders (Platz 13, 41 Punkte) nimmt, dann ist der jetzige fünfte Platz nach dem 17. Spieltag ein gewaltiger Sprung nach oben. In der Heimtabelle hat man trotz eines Heimspiels weniger genau wie Bayern und Schalke 21 Punkte. Doch eine katastrophale Auswärtsbilanz hindert Bremen derzeit daran, bei den ganz Großen mitzuspielen. Von den bisher neun Auswärtsspielen konnte man lediglich zwei Partien für sich entscheiden, während fünf Spiele verloren gingen.
Gegen die Großen ist nichts zu holen
Auffällig ist dabei vor allem, wie sang- und klanglos Werder Bremen gegen die Vereine untergeht, die in der Tabelle über ihnen stehen. Gladbach, Bayern und Schalke hießen die letzten drei Auswärtsgegner. Alle drei fertigten Bremen ab, ohne dabei auf allzu viel Gegenwehr zu stoßen. Jeweils 0:5 gegen Gladbach und Schalke und 1:4 gegen Bayern München (wo man bis zum 1:2 wenigstens noch gut dagegen hielt) lautet die verheerende Auswärtsbilanz gegen die Mannschaften aus den Top Vier der Liga. Das einzige Heimspiel gegen ein Team aus diesem Quartett, nämlich Borussia Dortmund, war mit einem 0:2 gleichzeitig Bremens bisher einzige Heimpleite.

Auf der Suche nach den Ursachen
Nach dem Spiel auf Schalke suchten Spieler und Verantwortliche nach möglichen Ursachen, was sich aber laut Klaus Allofs als nicht so einfach erweist, denn „gerade in den Heimspielen zeigt die Mannschaft, warum es so schwierig wird zu beurteilen, woran es liegt, dass wir auswärts nicht diesen Mut haben, um dort dann auch nach vorne zu spielen“. Kapitän Clemens Fritz vermutet im Gespräch mit Goal.com, dass es“ eine Blockade ist, die wir im Kopf haben“ und „dann hat man so das Gefühl, nach den ersten ein, zwei Fehlern verlieren wir unser Konzept […]. Heute sind wir nach dem 0:3 hinten wieder auseinander gebrochen.“
Die Hinrunde als Ganzes durchaus positiv
Trotz der drei letzten miserablen Auswärtsleistungen ist der fünfte Platz für Bremen ein positives Resultat. Dies sieht auch Klaus Allofs gegenüber Goal.com so: „Von der Position ist das in Ordnung, auch die Punktezahl ist in Ordnung.“ Gleichzeitig weist er aber auch noch einmal darauf hin, dass ihm trotzdem „dieser Unterschied zwischen dem, was wir zuhause zeigen und was wir auswärts zeigen“ zu groß sei. Clemens Fritz schlägt in die gleiche Kerbe wie sein Geschäftsführer: „Sicherlich ist es nach der vergangenen Saison schön, jetzt auf dem fünften Tabellenplatz zu stehen und international zu überwintern, aber da können wir uns auch nichts für kaufen. Wir würden gerne am Ende der Saison auch international spielen, aber dann müssen wir einfach auswärts unsere Punkte holen, weil das ansonsten nicht reichen wird.“
Chancen auf Wiedergutmachung gibt es noch genug
In der Rückrunde hat Werder noch einige Chancen, die Auswärtsleistungen der Hinrunde vergessen zu machen. Und auch die Rückspiele gegen die großen Mannschaften, diesmal dann größtenteils im heimischen Stadion, wird man in Bremen sicherlich zur Wiedergutmachung nutzen wollen. Für Clemens Fritz ist jetzt wichtig, „die guten Aspekte aus der Hinrunde mitzunehmen“, die ja auf jeden Fall da waren. Und wenn es dazu noch auswärts aufwärts geht, wird Bremen sicherlich ein gewichtiges Wort bei der Verteilung der internationalen Tabellenplätze mitreden.
Eure Meinung: Wird Werder Bremen sich in der Rückrunde auswärts besser präsentieren und auch mal wieder gegen eine große Mannschaft gewinnen?
Zuhause hui, auswärts pfui
Sicherlich, wenn man die letzte, desolate Saison Werders (Platz 13, 41 Punkte) nimmt, dann ist der jetzige fünfte Platz nach dem 17. Spieltag ein gewaltiger Sprung nach oben. In der Heimtabelle hat man trotz eines Heimspiels weniger genau wie Bayern und Schalke 21 Punkte. Doch eine katastrophale Auswärtsbilanz hindert Bremen derzeit daran, bei den ganz Großen mitzuspielen. Von den bisher neun Auswärtsspielen konnte man lediglich zwei Partien für sich entscheiden, während fünf Spiele verloren gingen.
Gegen die Großen ist nichts zu holen
Auffällig ist dabei vor allem, wie sang- und klanglos Werder Bremen gegen die Vereine untergeht, die in der Tabelle über ihnen stehen. Gladbach, Bayern und Schalke hießen die letzten drei Auswärtsgegner. Alle drei fertigten Bremen ab, ohne dabei auf allzu viel Gegenwehr zu stoßen. Jeweils 0:5 gegen Gladbach und Schalke und 1:4 gegen Bayern München (wo man bis zum 1:2 wenigstens noch gut dagegen hielt) lautet die verheerende Auswärtsbilanz gegen die Mannschaften aus den Top Vier der Liga. Das einzige Heimspiel gegen ein Team aus diesem Quartett, nämlich Borussia Dortmund, war mit einem 0:2 gleichzeitig Bremens bisher einzige Heimpleite.

Auf der Suche nach den Ursachen
Nach dem Spiel auf Schalke suchten Spieler und Verantwortliche nach möglichen Ursachen, was sich aber laut Klaus Allofs als nicht so einfach erweist, denn „gerade in den Heimspielen zeigt die Mannschaft, warum es so schwierig wird zu beurteilen, woran es liegt, dass wir auswärts nicht diesen Mut haben, um dort dann auch nach vorne zu spielen“. Kapitän Clemens Fritz vermutet im Gespräch mit Goal.com, dass es“ eine Blockade ist, die wir im Kopf haben“ und „dann hat man so das Gefühl, nach den ersten ein, zwei Fehlern verlieren wir unser Konzept […]. Heute sind wir nach dem 0:3 hinten wieder auseinander gebrochen.“
Die Hinrunde als Ganzes durchaus positiv
Trotz der drei letzten miserablen Auswärtsleistungen ist der fünfte Platz für Bremen ein positives Resultat. Dies sieht auch Klaus Allofs gegenüber Goal.com so: „Von der Position ist das in Ordnung, auch die Punktezahl ist in Ordnung.“ Gleichzeitig weist er aber auch noch einmal darauf hin, dass ihm trotzdem „dieser Unterschied zwischen dem, was wir zuhause zeigen und was wir auswärts zeigen“ zu groß sei. Clemens Fritz schlägt in die gleiche Kerbe wie sein Geschäftsführer: „Sicherlich ist es nach der vergangenen Saison schön, jetzt auf dem fünften Tabellenplatz zu stehen und international zu überwintern, aber da können wir uns auch nichts für kaufen. Wir würden gerne am Ende der Saison auch international spielen, aber dann müssen wir einfach auswärts unsere Punkte holen, weil das ansonsten nicht reichen wird.“
Chancen auf Wiedergutmachung gibt es noch genug
In der Rückrunde hat Werder noch einige Chancen, die Auswärtsleistungen der Hinrunde vergessen zu machen. Und auch die Rückspiele gegen die großen Mannschaften, diesmal dann größtenteils im heimischen Stadion, wird man in Bremen sicherlich zur Wiedergutmachung nutzen wollen. Für Clemens Fritz ist jetzt wichtig, „die guten Aspekte aus der Hinrunde mitzunehmen“, die ja auf jeden Fall da waren. Und wenn es dazu noch auswärts aufwärts geht, wird Bremen sicherlich ein gewichtiges Wort bei der Verteilung der internationalen Tabellenplätze mitreden.
Eure Meinung: Wird Werder Bremen sich in der Rückrunde auswärts besser präsentieren und auch mal wieder gegen eine große Mannschaft gewinnen?
Goal.com-Flutlicht
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