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Lukas Podolski und Michael Rensing: Die Rückkehrer nach München
Die beiden Kölner konnten sich beim deutschen Rekordmeister schon einmal in ihrer Karriere nicht durchsetzen, kehren nun mit dem FC zurück.
Von Dennis Weinacht
Unter Heynckes kam der Aufwind
Diese letzten fünf Bundesligaspiele der Saison 2008/2009 sollten eine erfolgreiche Phase für Podolski werden. Fünf Vorlagen und zwei Tore zeugten durchaus von einem Aufwärtstrend. Nachdem sich der deutsche Nationalspieler vorher nur bedingt an der Isar durchsetzen konnte, zeigte die Formkurve nach oben. Unter Heynckes schien sich der Offensivmann wohl zu fühlen. Freuen konnte sich darüber aber nur der 1. FC Köln. Denn schon Monate vorher war bekannt geworden, dass der heute 26-Jährige wieder zu seinem Heimatverein zurückkehren würde. Als am 23. Mai 2009 um 17:23 Uhr der Abpfiff beim Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart (2:1) ertönte, schloss sich das Kapitel Podolski an der Säbener Straße.

Ein Star aus Nicht-München
Mehr als zwei Jahre später kehrt der FC-Sympathieträger nun nach München zurück. Er befindet sich derzeit in der Form seines Lebens. 14 Tore in 15 Spielen sind ihm gelungen – so viele wie nie. Hinzu kommen noch fünf Vorlagen. Lukas Podolski scheint gereift und weiterentwickelt zu sein. Er übernimmt Verantwortung und agiert als Führungsspieler. Das freut nicht nur Stale Solbakken in der Domstadt, sondern auch den Bundestrainer Joachim Löw. „Poldi“ ist einer der wenigen deutschen Weltstars, die nicht (mehr) in München ihr täglich Brot verdienen. Dorthin kehrt er nur noch zu Gastspielen zurück. Das Duell mit Jupp Heynckes dürfte aber auch für ihn am Freitag ein ganz besonderes sein.

Lahm warnt die Kollegen
„Wir wissen, dass er Tore schieße kann“, sagte Philipp Lahm am Mittwoch. Die Verteidigung des deutschen Rekordmeisters ist sich bewusst, dass der Kölner am Ball und im Abschluss außergewöhnliche Qualitäten besitzt. Diese wird er auch noch dem FC zur Verfügung stellen, zumindest bis Saisonende. Einen Wechsel wird es im Winter nicht geben, im Sommer eventuell schon. Aber nicht innerhalb der Bundesliga, wie Podolski gegenüber der Sportbild verlauten ließ: „Wenn ich Köln verlasse, reizt mich auf jeden Fall das Ausland.“ In München hatte ihn stets das Heimweh geplagt. Offenbar will er nun noch einmal den Versuch starten, sich bei einem europäischen Top-Verein durchzusetzen.
Rensings schwere Zeit
Lukas Podolski ist aber nicht der einzige Spieler, der sich am Freitag zurück nach München begibt. Auch sein Mannschaftskollege Michael Rensing wird in der Allianz Arena seine Rückkehr feiern. Er war jahrelang hinter Oliver Kahn die Nummer zwei. Er stand bereit, sollte einst den deutschen Fußball im Tor der Nationalmannschaft repräsentieren. Gelungen ist ihm das nicht. Auch er konnte sich beim FCB nie entscheidend durchsetzen, bekam wenig Zeit und Geduld von Trainer Louis van Gaal. Vor rund einem Jahr zog es ihn dann zum FC, wo er seither starke und konstante Leistungen abruft.

Das Wiedersehen...
„Es ist für mich etwas Besonderes, wieder in der Allianz Arena und vor den Fans aufzulaufen, für die man zehn Jahre gespielt hat“, sagte Rensing kürzlich im Interview mit Spox über seine Rückkehr. Für ihn wird es ein besonderes Spiel. Und für Lukas Podolski gibt es die Möglichkeit, an die Zeit beim FCB zu denken. Daran, wie es gelaufen ist. Und natürlich auch daran, wie es woanders laufen könnte. Für beide ist es ein Wiedersehen der besonderen Art. Ein Wiedersehen mit Jupp Heynckes. Ein Wiedersehen mit dem FC Bayern München. Ein Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit...
Eure Meinung: Kann sich der 1. FC Köln auch beim FC Bayern München behaupten?
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