Vor dem Clasico: Spieler, die für Real Madrid und den FC Barcelona aufliefen

Es gibt sie wirklich - Spieler, die sowohl für Barca als auch für Real gekickt haben. Vor dem am Samstag anstehenden Clasico werfen wir einen Blick auf diese Akteure.

Von Daniel Buse

Bernd Schuster im Trikot des FC Barcelona
Getty

Barcelona/Madrid. Entweder man ist ein Spieler von Real Madrid oder einer vom FC Barcelona. In seinem Fußballerleben kann man nicht beides haben. Das ist jedenfalls die Meinung der richtigen Fans der „Königlichen“ und der Katalanen. Dennoch hat es in der Geschichte der spanischen Liga einige Fälle gegeben, in denen das ungeschriebene Gesetz, dass man nicht zum großen Rivalen gehen darf, gebrochen wurde.

Keine spektakulären Wechsel

Obwohl es schon seit der Gründung der beiden Klubs einige Wechsel-Fälle gegeben hatte, waren es zunächst unbekanntere Spieler oder Akteure, die nur bei einem Klub glänzen konnten, die den Schritt zum großen Konkurrenten wagten. In der Hochzeit der Rivalität in den Siebziger Jahren gab es keinen einzigen Akteur, der von Barca zu Real oder umgekehrt ging.

Die ausländischen Topstars sind begehrt

Mit dem Wechsel von Bernd Schuster von Barcelona nach Madrid wurde dann 1988 eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Jetzt waren es die internationalen Topstars, die für den jeweiligen Konkurrenten interessant wurden. Der Rumäne Gheorge Hagi landete nach seiner Zeit in Madrid über den Umweg Brescia auf einmal 1994 in Barcelona, während der Däne Michael Laudrup im selben Jahr den umgekehrten Weg wählte.

Immer größere Ablehnung

In den letzten Jahren wurden die Wechsel zwischen den beiden Lagern dann vom jeweiligen Konkurrenten mit immer größerer Ablehnung bedacht. 1996 kam Luis Enrique nach fünf erfolgreichen Jahren in Madrid zum Barcelona – und wurde, freundlich gesagt, mit großer Skepsis von den katalanischen Fans empfangen, die sich gegen diesen Transfer ausgesprochen hatten. Mit der Zeit spielte sich Luis Enrique jedoch in die Herzen der Barca-Fans und wurde sogar Kapitän der Mannschaft.

Das Spanferkel

Offener Hass schlug im Camp Nou dem Portugiesen Luis Figo bei seiner Rückkehr im Trikot von Real Madrid entgegen. Nach seinem Wechsel im Jahr 2000 hatte er es zunächst vorgezogen, in Barcelona keine Eckbälle mehr zu treten. Das änderte er im Jahr 2002 – und das Spiel musste 16 Minuten lang unterbrochen werden, damit sich die Barca-Fans beruhigen konnten und damit ihnen die Wurfgeschosse ausgingen, mit denen sie Figo unter Feuer nahmen. Unter anderem landete der inzwischen berühmte Kopf eines Spanferkels in der Nähe der Eckfahne.

Eto’o benimmt sich daneben

Samuel Eto’o machte zwar nur drei Spiele für Real Madrid, bevor er über Mallorca im Jahr 2004 beim FC Barcelona landete, doch für den Hass der Real-Anhänger reichte sein Auftritt bei der Meisterfeier 2005 mit Barca. Bei der Live-Übertragung der Party brüllte Eto’o „Madrid, cabron, saluda al campeon“ – „Madrid, Scheißverein, huldige dem Meister“ – ins Mikrofon und machte sich dabei bei seinem ehemaligen Arbeitgeber keine neuen Freunde. Die Pfiffe und Anfeindungen musste er in den folgenden Jahren im Real-Stadion ertragen.

Eure Meinung: Was sagt Ihr zur Rivalität zwischen Real und Barca?

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