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Sokratis: Erst langes Gezerre dann bei Werder Bremen von Null auf Hundert
Mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art passt Sokratis perfekt an die Weser: Er hat in seinem ersten halben Jahr in der Bundesliga voll überzeugt und ist zu einer Stütze geworden.
Von Falko Blöding
Getty Images
Bremen. „Wenn’s mal wieder länger dauert.“ Klaus Allofs hätte im Sommer wahrscheinlich den einen oder anderen Schokoriegel der Marke mit dem bekannten Slogan verdrücken können. Die Geduld des Geschäftsführers von Werder Bremen wurde im Poker um Abwehrspieler Sokratis Papastathopoulos wochenlang strapaziert. Nach zähem Ringen und Feilschen mit dem FC Genua und dem eigenen Aufsichtsrat gelang es Allofs schließlich, den Wunschspieler für die Defensive zu verpflichten und das Warten lohnte sich.
Kaufoption in Höhe von 3,5 Millionen Euro
Rund 500.000 Euro Leihgebühr überwiesen die Hanseaten an Genoa und sicherten sich zudem eine Kaufoption: Für 3,5 Millionen Euro können sie den griechischen WM-Teilnehmer (25 Länderspiele) für vier weitere Jahre fix verpflichten. Nach den gezeigten Leistungen in der Hinrunde ist das wahrscheinlich, denn Sokratis, wie er seit dem 5. Spieltag von der DFL offiziell genannt wird, avancierte an der Weser schnell zum Stammspieler und Leistungsträger.
„Er bringt uns große Sicherheit“
Er absolvierte 13 Partien in der Bundesliga und stand dabei jedes Mal in der Startelf. „Papas gibt uns eine große Sicherheit und bringt eine große Qualität ins Team ein. Vom Typ her ist er nicht auf eine Position fixiert. Es gibt viele Spieler, die sich schwer tun, wenn sie woanders gebraucht werden. Aber Papas ist da sehr flexibel“, lobte Werders Trainer Thomas Schaaf seinen Schützling. Hintergrund: „Papas“ ist ein gelernter Innenverteidiger, bei Werder agierte er bislang stets auf dem rechten Flügel.
Gänzlich unbekannt ist diese Rolle für ihn jedoch nicht, in Genua verteidigte er rechts in einer Dreierkette. Auch im defensiven Mittelfeld wäre der Allrounder eine Alternative. „Ich würde auch ins Tor gehen, wenn wir dann gewinnen würden. Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt, er ist der Chef. Und mit meiner ersten Saison als Rechtsverteidiger bin ich zufrieden“, kommentierte Sokratis seine Rolle im Dress des aktuellen Tabellen-Fünften.
Mieses Jahr beim AC Mailand
Dass Sokratis in Bremen so schnell in Tritt gekommen ist, war keine Selbstverständlichkeit. Immerhin lag praktisch ein Jahr ohne Spielpraxis hinter dem U-19-Vize-Europameister von 2007. Nach einer überragenden Saison 2009/10 in Genua war er zum AC Mailand gewechselt. Dort kam er jedoch gar nicht zurecht und kaum zum Einsatz. „Ich würde trotzdem nicht sagen, dass es keine gute Saison war. Milan ist ein großer Verein, ich war erst 22 und die Konkurrenz sehr groß. Ich habe dort viel gelernt, ich bin dort erwachsen geworden“, sagt Sokratis über seine Zeit beim amtierenden italienischen Meister.
Klaus Allofs betonte mehrfach, wie zufrieden er mit dem Kraftpaket (1,85 Meter, 83 Kilo) sei. „Er erfüllt die Erwartungen, wir sind sehr zufrieden mit ihm – und das weiß er auch. Wir sind noch nicht in den konkreten Planungen für die neue Saison und können das bei ihm auch sehr spät entscheiden. Es wird ihn nicht beunruhigen, er ist aus Italien ganz andere Dinge gewohnt. Er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann – und dass es hier vernünftig zugeht“, so der Sportchef, der eine Weiterbeschäftigung von Sokratis damit in Aussicht stellt.
Schwächste Spiele bei den Niederlagen in Gladbach und München
Luft nach oben hat Sokratis noch in zwei Bereichen – beim Flanken und beim Stellungsspiel. Der 23-Jährige kommt oft auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, seine Hereingaben sind allerdings harmlos und führten noch nicht zu einem Tor. Dass er im Stellungsspiel noch Luft nach oben hat, war bei den Niederlagen in Gladbach und München offensichtlich: Bei der Borussia kassierte er nach seinem Zupfer gegen Patrick Herrmann den ersten Platzverweis in der Bundesliga und bei den Bayern verursachte er im Duell mit Franck Ribery den Elfer, der zum 4:1 für München führte führte. Sokratis dazu: „Ich bin erst 23 Jahre alt und lerne noch aus Fehlern.“
Trotz der inkonstanten Bremer Leistungen in den Vorwochen ist Griechenlands bester Jungspieler des Jahres 2008 optimistisch für den weiteren Saisonverlauf: „Mit dieser Mannschaft, mit diesem Trainer, mit diesem Umfeld müssen wir mindestens in die Europa League kommen. Auch die Champions League ist möglich.“ Spätestens dann hätte Werder hätte genug Geld in der Kasse, um Sokratis langfristig zu binden. Der Defensivspieler will jedenfalls bleiben: „Ich fühle mich wohl bei Werder und in Bremen. Hier ist alles sehr professionell. Und die Fans stehen immer zu ihrem Club, auch wenn es mal nicht so läuft. Das ist nicht überall so. Also: Wenn mich hier alle wollen, dann bleibe ich!“
Kaufoption in Höhe von 3,5 Millionen Euro
Rund 500.000 Euro Leihgebühr überwiesen die Hanseaten an Genoa und sicherten sich zudem eine Kaufoption: Für 3,5 Millionen Euro können sie den griechischen WM-Teilnehmer (25 Länderspiele) für vier weitere Jahre fix verpflichten. Nach den gezeigten Leistungen in der Hinrunde ist das wahrscheinlich, denn Sokratis, wie er seit dem 5. Spieltag von der DFL offiziell genannt wird, avancierte an der Weser schnell zum Stammspieler und Leistungsträger.
„Er bringt uns große Sicherheit“
Er absolvierte 13 Partien in der Bundesliga und stand dabei jedes Mal in der Startelf. „Papas gibt uns eine große Sicherheit und bringt eine große Qualität ins Team ein. Vom Typ her ist er nicht auf eine Position fixiert. Es gibt viele Spieler, die sich schwer tun, wenn sie woanders gebraucht werden. Aber Papas ist da sehr flexibel“, lobte Werders Trainer Thomas Schaaf seinen Schützling. Hintergrund: „Papas“ ist ein gelernter Innenverteidiger, bei Werder agierte er bislang stets auf dem rechten Flügel.
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„Ich würde auch ins Tor gehen, wenn wir dann gewinnen würden. Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt, er ist der Chef.“ - Sokratis
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Gänzlich unbekannt ist diese Rolle für ihn jedoch nicht, in Genua verteidigte er rechts in einer Dreierkette. Auch im defensiven Mittelfeld wäre der Allrounder eine Alternative. „Ich würde auch ins Tor gehen, wenn wir dann gewinnen würden. Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt, er ist der Chef. Und mit meiner ersten Saison als Rechtsverteidiger bin ich zufrieden“, kommentierte Sokratis seine Rolle im Dress des aktuellen Tabellen-Fünften.
Mieses Jahr beim AC Mailand
Dass Sokratis in Bremen so schnell in Tritt gekommen ist, war keine Selbstverständlichkeit. Immerhin lag praktisch ein Jahr ohne Spielpraxis hinter dem U-19-Vize-Europameister von 2007. Nach einer überragenden Saison 2009/10 in Genua war er zum AC Mailand gewechselt. Dort kam er jedoch gar nicht zurecht und kaum zum Einsatz. „Ich würde trotzdem nicht sagen, dass es keine gute Saison war. Milan ist ein großer Verein, ich war erst 22 und die Konkurrenz sehr groß. Ich habe dort viel gelernt, ich bin dort erwachsen geworden“, sagt Sokratis über seine Zeit beim amtierenden italienischen Meister.
| SAISON-STATISTIKEN | Sokratis (Werder Bremen & Griechenland) |
Klubs: AEK Athen, Niki Volos, FC Genua, AC Mailand |
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Klaus Allofs betonte mehrfach, wie zufrieden er mit dem Kraftpaket (1,85 Meter, 83 Kilo) sei. „Er erfüllt die Erwartungen, wir sind sehr zufrieden mit ihm – und das weiß er auch. Wir sind noch nicht in den konkreten Planungen für die neue Saison und können das bei ihm auch sehr spät entscheiden. Es wird ihn nicht beunruhigen, er ist aus Italien ganz andere Dinge gewohnt. Er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann – und dass es hier vernünftig zugeht“, so der Sportchef, der eine Weiterbeschäftigung von Sokratis damit in Aussicht stellt.
Schwächste Spiele bei den Niederlagen in Gladbach und München
Luft nach oben hat Sokratis noch in zwei Bereichen – beim Flanken und beim Stellungsspiel. Der 23-Jährige kommt oft auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, seine Hereingaben sind allerdings harmlos und führten noch nicht zu einem Tor. Dass er im Stellungsspiel noch Luft nach oben hat, war bei den Niederlagen in Gladbach und München offensichtlich: Bei der Borussia kassierte er nach seinem Zupfer gegen Patrick Herrmann den ersten Platzverweis in der Bundesliga und bei den Bayern verursachte er im Duell mit Franck Ribery den Elfer, der zum 4:1 für München führte führte. Sokratis dazu: „Ich bin erst 23 Jahre alt und lerne noch aus Fehlern.“
| „Mit dieser Mannschaft müssen wir mindestens in die Europa League kommen. Auch die Champions League ist möglich.“ - Sokratis
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Trotz der inkonstanten Bremer Leistungen in den Vorwochen ist Griechenlands bester Jungspieler des Jahres 2008 optimistisch für den weiteren Saisonverlauf: „Mit dieser Mannschaft, mit diesem Trainer, mit diesem Umfeld müssen wir mindestens in die Europa League kommen. Auch die Champions League ist möglich.“ Spätestens dann hätte Werder hätte genug Geld in der Kasse, um Sokratis langfristig zu binden. Der Defensivspieler will jedenfalls bleiben: „Ich fühle mich wohl bei Werder und in Bremen. Hier ist alles sehr professionell. Und die Fans stehen immer zu ihrem Club, auch wenn es mal nicht so läuft. Das ist nicht überall so. Also: Wenn mich hier alle wollen, dann bleibe ich!“
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