Dante: Should I stay or should I go?

Der Brasilianer ist einer der großen Sympathie- und Leistungsträger bei der Borussia, die den Klassenerhalt nur gerade eben so geschafft hat. Auf langer Sicht will sich Dante den Abstiegskampf nicht antun.

Von Christoph Vogel

Dante mit der Lufthoheit gegen Bum-Bum-Barrios (Bongarts/Getty-Images)
Mönchengladbach. Quo vadis, Dante? Seit knapp eineinhalb Jahren spielt der Brasilianer schon für Borussia Mönchengladbach, doch schon am ersten Tag schlossen ihn die Fans in ihre Herzen. Es ist nicht nur seine Spielweise, die ihn zu einem der besten Verteidiger der Bundesliga machen. Es ist auch seine lebensfrohe Art, mit dem Dante an die tägliche Arbeit auf und neben dem Platz heran geht. Doch sportlich kann er mit dem Abschneiden nicht zufrieden sein. Mögliche Interessenten könnten ihm internationalen Fußball bieten. Wohin geht’s?

Eberl pocht auf gültigen Vertrag

Geht es nach Sportdirektor Max Eberl, dann gibt es eigentlich gar keine Diskussionsgrundlage: „Dante hat bei uns Vertrag, fühlt sich wohl bei Borussia, deswegen sehe ich derzeit keinen Ansatz, ihn abzugeben,“ erklärte Eberl im Interview auf der offiziellen Vereinsseite. „Klar hat er immer wieder betont, dass er irgendwann einmal in der Champions League spielen möchte und das ist auch ein legitimes Ziel.“ Eberl sitzt letzten Endes aber am längeren Hebel und kann aufs Schriftliche verweisen: „Dennoch hat er im vergangenen Sommer seinen Vertrag bei uns bis 2014 verlängert – wohlwissend, dass Borussia in diesem Jahr nicht in Europa spielt.“

Anhaltendes Verletzungspech


In der abgelaufenen Saison avancierte der Lockenkopf neben Neuzugang Igor de Camargo zum Pechvogel der Borussia. Teilweise ließ er sich vom Fehlerteufel anstecken und durchlief anschließend auch noch ein ganzes Fußballerleben an Verletzungen. Zunächst setzte ihn nach dem 4. Spieltag ein Fußbruch lange außer Gefecht. Im Derby beim 4:0-Sieg gegen Köln lief Dante zum ersten Mal nach zwei Monaten wieder auf – und verletzte sich erneut schwer. Der Innenbandanriss im Knie bedeutete das Hinrundenaus. In der Rückrunde lief es besser, aber auch dort ließ ihn eine Muskelverhärtung ein Spiel ausfallen.



„Kein Konkretes Angebot“


Doch das ist Vergangenheit. In der letzten Saison klebte der Borussia das Pech am Fuß, unter Lucien Favre kehrte ein wenig das Glück zurück. Auch Dante stabilisierte sich. „Dante ist ein sehr guter Innenverteidiger, mit dem wir sehr zufrieden sind und er gehört zu unserem festen Gerüst, deshalb sind wir nicht daran interessiert, ihn abzugeben,“ sagt Eberl und fügt im Nachsatz das Wichtigste hinterher. „Mal ganz davon abgesehen, dass es im Moment kein konkretes Angebot für ihn gibt.“ Ob es loses Interesse gab oder gibt ist demnach Spekulation. Der Hamburger SV, Bayern München, VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg geisterten durch die Medien.

Paradebeispiel Hannover

Die Denkweise des Vereins ist demnach klar: Dante soll bleiben. Aber versetzt man sich in die Lage des Spielers, kann man zumindest einen kleinen Funken Ärger verstehen. Wer würde nicht gerne in Europa auflaufen, als Spieltag für Spieltag gegen den Abstieg zu kämpfen. Ein Dante hat das Potenzial, um international zu bestehen und mit der Borussia wird er es, sollte alles normal laufen, allzu schnell nicht schaffen. Jedoch kann sich der 27-jährige auch am Beispiel Hannover 96 motivieren: Die schafften in der Saison 2009/10 auch nur mit Ach und Krach den Klassenerhalt. Im nächsten Jahr spielen sie in der Europa League.



Eure Meinung: Was denkt ihr, was passiert mit Dante? Wird er gehen oder bleibt er?


 
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