Barcelona und der Rest der Welt: Die Suche nach dem Gegenmittel

Willkommen zur Zweiklassengesellschaft. In der einen spielen die Blaugrana wie auf einem anderen Stern, auf der Gegenseite sucht der Rest der Fußballwelt nach dem Gegenmittel.

Kommentiert von Christoph Vogel

Lionel Messi - Barcelona (Getty Images)
Getty

London. Manchester United war am Ende zu bemitleiden. Einzig in den ersten fünf Minuten des Spiels waren die Red Devils auf Augenhöhe mit dem FC Barcelona, der Rest des Finales der Champions League gehörte den Katalanen. Manchester United, der Klub, der in England Meister wurde und gegen jeden anderen Verein wohl Favorit gewesen wäre – hilflos gegen Fußball in Perfektion. Viele Vereine haben es versucht, einen Weg gegen Barca zu finden, alles ist über die Spanier bekannt, aber es bleibt alles beim alten: Es gibt (noch) kein Gegenmittel.

Das Kaugummi musste büßen

Jeder wusste im Vorfeld der Partie, was man erwarten durfte. Barcelona wie gewohnt mit einem Übermaß an Ballbesitz, endlose Passserien und schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff. Auch Sir Alex Ferguson wusste das mit seinen 69 Jahren. Aber selbst der erfahrene Schotte, der das ist, was sein Gegenüber Pep Guardiola vielleicht einmal wird, nämlich eine Trainerlegende, kaute am Ende nur noch frustriert und hilflos auf seinem Kaugummi. Ungewöhnlich oft stand Ferguson korrigierend und wild gestikulierend an der Seitenlinie, doch selbst wenn seine Spieler alles versuchten, nichts funktionierte.

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Wayne Rooney verzweifelt

Stattdessen beeindruckte Barca erneut mit unglaublicher Spielstärke. Zwar wurde Lionel Messi zum Man of the Match gewählt, aber auch die neun Feldspieler um ihn herum leisteten ihren Beitrag. Im Vorfeld der Partie hatte Pep Guardiola noch gefordert, seine Mannschaft müsse besser spielen als noch 2009, als man United mit 2:0 besiegte. In der Neuauflage des Finales machte Barca genau das.

Trotz schicker Rose ohne Chance gegen Barcelona: Sir Alex Ferguson

Sei es ein David Villa, der zum ersten Mal in seiner Karriere die Champions League gewann, oder ein bestens aufgelegter Andres Iniesta – Manchester bekam seine Gegenspieler nicht in den Griff. Wayne Rooney nutzte die einzig, wirkliche Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Nur ein Strohfeuer, wie sich nachher zeigte. Der bullige Angreifer versuchte alles, doch selbst die körperliche Überlegenheit, vor dem Spiel als einziger wirklicher Vorteil von Manchester ausgemacht, kam nicht zum tragen.

Messi, Messi, Messi

Experten, Meinungsschreiber und Journalisten versuchten sich im Vorfeld, dem Spiel ein offenes Ende zu bescheinigen. Klar war: Sollte nichts außergewöhnliches passieren, würde Barca dieses Spiel gewinnen gegen den Verein, der vermutlich das Beste vom „Rest der Welt“ repräsentiert. Man möchte sich mit Lob über die Katalanen gerne zurückhalten, denn oft und häufig wurde insbesondere Lionel Messi in den Himmel gelobt. Der Argentinier spielt jedoch in einer anderen Hemisphäre. Neidlos muss man den Erfolg anerkennen. Das gilt nicht nur für uns Journalisten, sondern auch für United. Ehre wem Ehre gebührt.

Eure Meinung: Ist dieses Barcelona die beste Elf aller Zeiten?



 
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