Marc-André ter Stegen: Hinten muss die Null stehen, denn „nach vorne geht immer was“

EXKLUSIV - Das Hinspiel konnten die Borussen für sich entscheiden, am Mittwoch erwartet die Fohlen aber eine ganz andere Atmosphäre. Für den Jungkeeper zählt, dass die Null steht.

Von Christoph Vogel

Gladbachs junger Keeper Marc-Andre ter Stegen (Getty Images)
Getty

Mönchengladbach. Beim Derbysieg gegen den 1. FC Köln bestritt Marc-André ter Stegen ein Bundesligadebüt nach Maß. Seitdem ist der 19-jährige Stammtorwart von Borussia Mönchengladbach. Auch beim 1:0 im Hinspiel der Relegation gegen den VfL Bochum behielt der U-Nationalspieler eine weiße Weste. Ter Stegen fordert, dass das auch im Rückspiel am Mittwoch der Fall sein muss.

Auch Bochum spielt Fußball

Goal.com sprach exklusiv mit ter Stegen nach dem Hinspiel und fand einen selbstbewussten Torwart vor, der den Gegner nicht unterschätzen wollte: „Die Bochumer haben gut mitgespielt. Die spielen auch Fußball und sind nicht zu Unrecht Dritter geworden in der zweiten Liga. Wir sind sehr sehr glücklich, dass wir am Ende das Tor gemacht haben. Aber wir haben jetzt nur ein Spiel und müssen uns jetzt darauf konzentrieren, dass wir auf jeden Fall zu Null spielen.“ Das goldene Tor durch Igor de Camargo sah er nur aus der Ferne. Dass der Treffer doch noch fallen würde, daran hatte er immer geglaubt: „Nach vorne da geht denke ich immer was. Wir haben eine hohe Offensivkraft und wenn wir so kompakt stehen wie heute, dann ist es optimal.“

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„Es ist kein Traum, es ist Realität“

Gepusht von den Fans spielten die Fohlen viele Bälle ein wenig überhastet nach vorne. Ballverluste in der Vorwärtsbewegung blieben zum Glück für die Borussia aber unbestraft. „Es war ja kein unwichtiges Spiel. Ich denke ein bisschen Abtasten am Anfang ist ganz normal,“ so ter Stegen. „Es fing ja eigentlich ganz gut an für uns. Aus der Nervosität wurde das Spiel dann immer schneller. Wir sind froh, dass wir am Ende gewonnen haben.“ Er selbst hätte bei seinem erst sechsten Bundesligaspiel und dieser Drucksituation genug Grund gehabt nervös zu sein. Doch ter Stegen ist mit seinen jungen Jahren schon voll im Geschäft angekommen. „Es ist kein Traum, es ist Realität. Und in der Realität muss man einfach arbeiten um was zu erreichen und das machen wir. Ich denke wir haben hart gearbeitet, dass wir so lange immer die Chance haben ein Tor zu machen. Ich hoffe das wird am Mittwoch genauso.“

„In jedem Spiel die Null halten“

Die Fans trieben die Mannschaft nach vorne und sorgten für eine grandiose Stimmung im ausverkauften Borussia-Park. „Es ist Gänsehaut pur, auf jeden Fall. Wenn man ins Stadion kommt, wenn man das alles live erleben darf, ist das eine hervorragende Situation für mich. Ich komme aus Mönchengladbach und es macht mich irgendwo auch stolz, wenn man damals selbst Fan gewesen ist.“ In Bochum wird der Großteil der Menge jedoch für den Zweitligisten halten, weswegen die Atmosphäre eine andere sein wird. An der Ausrichtung wird sich nichts ändern: „Unser Ziel ist in jedes Spiel zu gehen und die Null zu halten. Das haben wir in den letzten Wochen ganz gut gemacht. Trotz alledem ist es so, dass es jetzt zwei Finalspiele sind und da zählt es nun einmal, dass man wenig Gegentore bekommt bzw. gar keine.“

Bochum wird kommen

Ter Stegen könnte seine Saison als Debütant mit einem Riesenerfolg krönen. Auch für die Bochumer geht es um richtig viel, sodass der kleine Vorsprung nur wenig zur Beruhigung der Nerven beitragen kann. „Sie werden auf jeden Fall aggressiv ins Spiel gehen so wie sie es hier auch getan haben. Wir erwarten, dass sie viel Druck machen werden. Wir müssen konzentriert die Sache angehen und uns auf uns konzentrieren. Der Rest ist eigentlich erstmal egal.“

Wirtschaftlich ist bei der Borussia indes alles im Grünen Bereich: Vor der Mitgliederversammlung am 29. Mai präsentierte der Verein einen Gewinn in Höhe von rund 400.000 Euro im Geschäftsjahr 2010.

Eure Meinung: Ist Marc-André ter Stegen das größte Torwart-Talent, das Deutschland besitzt?



 
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