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Bayer Leverkusen und die Angst vor dem erneuten Trauma
Die direkte Champions League-Qualifikation ist in Gefahr, und nun geht es mit Dutts Freiburgern ausgerechnet gegen das Team des zukünftigen Bayer-Trainers.
Von John C. Brandi
Getty Images
Leverkusen. Natürlich will sich keiner der Betroffenen etwas anmerken lassen: Weder Jupp Heynckes, bald wieder Bayern München-Coach, noch Robin Dutt, Noch-Trainer des SC Freiburg und bald Bayer Leverkusens, wollen etwas wissen von Interessenskonflikten, wenn im Saisonfinale der 1. Bundesliga das entscheidende Spiel der Werkself um die direkte Champions League-Qualifikation gegen die Breisgauer ansteht.

Kießling nachdenklich: Ob es diesmal reicht?
Situation zerrt an den Nerven
Und sicherlich würde niemand den über alle Zweifel erhabenen Fußballlehren unterstellen, hier an Wettbewerbsverzerrung auch nur zu denken, doch die Konstellation ist pikant: Drei Pünktchen sind übrig vom gewaltigen Vorsprung der Bayer-Truppe auf den Rivalen aus München, und man denke nur an das Gesicht von Srdjan Lakic, nachdem er gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber Wolfsburg vergangenes Wochenende getroffen hatte und den in höchste Abstiegsnot brachte, um zu erahnen, wie diese besondere Situation an den Nerven der Beteiligten zerrt.
Unterhaching wirkt nach
Dazu kommt die immer wieder viel beschworene Angst der Leverkusener vor Entscheidungsspielen, die inzwischen den Charakter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung inne hat: Seit man in der Saison 1999/2000 drei Punkte Vorsprung auf die Bayern am letzten Spieltag herschenkte, hat dieses „Trauma von Unterhaching“ in den Köpfen auch zukünftiger Bayer-Generationen seine zersetzende Wirkung nicht verfehlt. „Bayer wird nie etwas gewinnen“, jammerte Emerson damals nach Abpfiff – siehe 2002, als am Ende der BVB noch vorbeizog und auch zwei weitere Finals (DFB-Pokal und Champions League) in denkwürdiger Manier verloren gingen.

Große Momente: Trotz Finalteilnahme reiche es in der CL 2002 nicht zum Titel
Fans sind unruhig
Und die gegenwärtige Stimmung am Rhein ist alles andere als entspannt: Nach dem schwachen Heimspiel gegen den HSV, wo es immerhin zu einem Punkt reichte, gab es Schmährufe der Fans gegen Heynckes, und Stefan Kießling fauchte Pressevertreter an, dieses Szenario gnadenlos auszubeuten und nur auf weitere Ausrutscher zu warten – in München indes ein feixender Thomas Müller: „Wir hoffen, dass Leverkusen seinem Ruf gerecht wird.“
Heynckes setzt auf Gespräche
Jupp Heynckes reagierte, gab zu Beginn der Woche zwei Tage frei und setzte in der Einheit am Mittwoch viel auf Gespräche – der scheidende Coach hat in seiner Amtszeit dem Klub Sicherheit verliehen und eine glänzende Saison bis zum 1:5 in München geprägt. Sein Abschiedsspiel könnte für Bayer einen Schritt hin zur Überwindung eines langjährigen Traumas bedeuten, wenn aus eigener Kraft die so wichtige direkte Qualifikation gelänge – auch wenn es typischerweise für die eingetragene Marke Vizekusen „nur“ um Platz zwei geht...
Eure Meinung: Schafft es Leverkusen diesmal auf der Zielgeraden, Platz zwei zu sichern?

Kießling nachdenklich: Ob es diesmal reicht?
Situation zerrt an den Nerven
Und sicherlich würde niemand den über alle Zweifel erhabenen Fußballlehren unterstellen, hier an Wettbewerbsverzerrung auch nur zu denken, doch die Konstellation ist pikant: Drei Pünktchen sind übrig vom gewaltigen Vorsprung der Bayer-Truppe auf den Rivalen aus München, und man denke nur an das Gesicht von Srdjan Lakic, nachdem er gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber Wolfsburg vergangenes Wochenende getroffen hatte und den in höchste Abstiegsnot brachte, um zu erahnen, wie diese besondere Situation an den Nerven der Beteiligten zerrt.
Unterhaching wirkt nach
Dazu kommt die immer wieder viel beschworene Angst der Leverkusener vor Entscheidungsspielen, die inzwischen den Charakter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung inne hat: Seit man in der Saison 1999/2000 drei Punkte Vorsprung auf die Bayern am letzten Spieltag herschenkte, hat dieses „Trauma von Unterhaching“ in den Köpfen auch zukünftiger Bayer-Generationen seine zersetzende Wirkung nicht verfehlt. „Bayer wird nie etwas gewinnen“, jammerte Emerson damals nach Abpfiff – siehe 2002, als am Ende der BVB noch vorbeizog und auch zwei weitere Finals (DFB-Pokal und Champions League) in denkwürdiger Manier verloren gingen.

Große Momente: Trotz Finalteilnahme reiche es in der CL 2002 nicht zum Titel
Fans sind unruhig
Und die gegenwärtige Stimmung am Rhein ist alles andere als entspannt: Nach dem schwachen Heimspiel gegen den HSV, wo es immerhin zu einem Punkt reichte, gab es Schmährufe der Fans gegen Heynckes, und Stefan Kießling fauchte Pressevertreter an, dieses Szenario gnadenlos auszubeuten und nur auf weitere Ausrutscher zu warten – in München indes ein feixender Thomas Müller: „Wir hoffen, dass Leverkusen seinem Ruf gerecht wird.“
Heynckes setzt auf Gespräche
Jupp Heynckes reagierte, gab zu Beginn der Woche zwei Tage frei und setzte in der Einheit am Mittwoch viel auf Gespräche – der scheidende Coach hat in seiner Amtszeit dem Klub Sicherheit verliehen und eine glänzende Saison bis zum 1:5 in München geprägt. Sein Abschiedsspiel könnte für Bayer einen Schritt hin zur Überwindung eines langjährigen Traumas bedeuten, wenn aus eigener Kraft die so wichtige direkte Qualifikation gelänge – auch wenn es typischerweise für die eingetragene Marke Vizekusen „nur“ um Platz zwei geht...
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Goal.com-Umfrage
Die Umfrage läuft vom 23.04.2011 bis zum 29.04.2011
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Wer beendet die Saison als Dritter in der Bundesliga?
Hannover
55.95%
Bayern
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