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Die Zahlen des ersten Clasico und wie sie die zweite Auflage beeinflussen
Goal.com wirft einen Blick auf die Statistiken des ersten Duells zwischen Real und Barca und zieht Schlüsse für das Pokalfinale am Mittwochabend.
Von Robin Bairner und Falko Blöding
Seit Pep Guardiola im Sommer 2008 den Trainerposten beim FC Barcelona übernahm, purzeln die Rekorde. Bestwerte bei erzielten Toren, neue Maßstäbe bei Siegsserien und beeindruckende Passzahlen sind von Xavi, Lionel Messi und Co gesetzt worden. Zahlenspielereien, die für die Liebhaber von Statistiken mehr als ein nettes Accessoire sind.
Statistiken dienen aber nicht nur dazu, dass der Reporter sie dem Zuschauer während der 90 Minuten herunterbeten kann, sondern sie können wertvolle Informationen für die Taktik der Trainer liefern. Besonders, wenn zwei Mannschaften so häufig in kurzer Zeit aufeinander treffen wie Real und Barcelona in diesen Tagen. Los ging es am Samstag in der Liga, heute ist das Pokalfinale dran.
Um die Zahlen vom vergangenen Wochenende besser einordnen zu können, muss man sie in Relation zum 5:0-Sieg Barcas über den Erzrivalen im vergangenen November setzen. Und verblüffenderweise suggerieren die reinen Zahlen, dass die Katalanen im Bernabeu ähnlich dominat waren, wie einige Monate zuvor im heimischen Camp Nou.
Lässt man die wichtigste Zahl, die der erzielten Tore, außen vor, hat Guardiolas Mannschaft sogar ein noch besseres Spiel abgeliefert. Die Anzahl der Torschüsse war identisch und die Quote der angekommenen Pässe sogar noch höher.
Jose Mourinho sah hingegen eine Vorstellung seiner Blancos, die, was das Passspiel angeht, schwächer war, als im November. Die Hausherren spielten weniger Pässe und auch die Quote der angekommende Zuspiele war niedriger. Auffällig sind jedoch die 13 abgegebenen Torschüsse. Nahezu drei Mal soviel, wie beim derben 0:5.
Wir alle wissen aber, dass diese Statistiken nicht die Geschehnisse vom Samstagabend wiederspiegeln. Die Gäste hielten meist aus der Distanz drauf und gaben nur drei Schüsse innerhalb des Sechzehners auf den Kasten von Iker Casillas ab. Barcelona tat sich also deutlich schwerer, mit Kombinationen bis an den gegnerischern Sechzehner zu kommen.
Dies wird auch an den Zahlen Lionel Messis deutlich: Der Weltfußballer hatte deutlich mehr Ballkontakte als sein Pendant Cristiano Ronaldo. Er führte das Spielgerät aber seltener in den Bereichen, in denen er tatsächlich Schaden anrichten kann. Messi war im letzten Drittel des Spielfelds 15 Mal am Ball, Ronaldo dagegen 19 Mal.
Dennoch bringen es die beiden Superstars auf jeweils vier Torschüsse. Messi versuchte es drei Mal innerhalb des Sechzehners. Bei Ronaldo gelang es der Barca-Defensive hingegen, ihn zu Abschlüsse von außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone zu zwingen. Dennoch waren es die Madrilenen, die häufiger vom Strafraum aus auf den Kasten von Victor Valdes zielten.
Damit die Offensivspieler wirklich gefährlich werden können, benötigen sie, natürlich, Unterstützung aus der Zentrale. Bemerkenswerterweise nahm Reals wichtigster Mittelfeldspieler Xabi Alonso eine Statistenrolle ein. Er spielte nur 13 erfolgreiche Pässe und davon nur fünf in die Spitze. Gefahr brachte keiner davon.
Doch was bedeutet all dies für das Finale der Copa del Rey?
Wahrscheinlich sind diese Werte für Mourinhos Mannschaft wichtiger, als für Barcelona. Der Tabellenführer wird seinen Spielstil ohnehin nicht umstellen.
Für Real Madrid wird es unterdessen darauf ankommen, die defensive Kompaktheit vom Samstag aufrecht zu erhalten. Barcelona mag zwar unheimlich viele erfolgreiche Pässe gespielt haben, doch die meisten davon in einem Bereich, der relativ unwichtig ist. Außerdem müssen die Hauptstädter weiter konsequent die Wege Messis einengen, denn er hat gezeigt, dass er jeglichen Freiraum auch nutzen wird.
In der Vorwärtsbewegung geht es darum, die offensiven und zentralen Mittelfeldspieler besser einzubinden. Alonso braucht mehr Ballkontakte, damit er mehr Einfluss auf die Angriffsaktionen nehmen kann. Vielleicht ist dies auch eine Chance für Mesut Özil, der nach seiner Einwechslung zeigte, dass er mehr Druck auf den gegnerischen Abwehrblock kreieren kann. Gleiches gilt für Kaka.
Statistiken dienen aber nicht nur dazu, dass der Reporter sie dem Zuschauer während der 90 Minuten herunterbeten kann, sondern sie können wertvolle Informationen für die Taktik der Trainer liefern. Besonders, wenn zwei Mannschaften so häufig in kurzer Zeit aufeinander treffen wie Real und Barcelona in diesen Tagen. Los ging es am Samstag in der Liga, heute ist das Pokalfinale dran.
Um die Zahlen vom vergangenen Wochenende besser einordnen zu können, muss man sie in Relation zum 5:0-Sieg Barcas über den Erzrivalen im vergangenen November setzen. Und verblüffenderweise suggerieren die reinen Zahlen, dass die Katalanen im Bernabeu ähnlich dominat waren, wie einige Monate zuvor im heimischen Camp Nou.
Lässt man die wichtigste Zahl, die der erzielten Tore, außen vor, hat Guardiolas Mannschaft sogar ein noch besseres Spiel abgeliefert. Die Anzahl der Torschüsse war identisch und die Quote der angekommenen Pässe sogar noch höher.
| Vergleich der Statistiken der Clasicos in der Liga |
||||
|---|---|---|---|---|
| Real Madrid | Barcelona | |||
| Nov 29 | Apr 16 | Apr 16 | Nov 29 | |
| Tore | 0 | 1 | 1 | 5 |
| Schüsse | 5 | 13 | 11 | 15 |
| Auf das Tor |
0 | 5 | 5 | 5 |
| Pässe | 386 | 278 | 817 | 729 |
| Angekommene Pässe in % | 72,5 | 64,4 | 90,6 | 87,4 |
| Fouls | 16 | 21 | 13 | 11 |
| Gelbe Karten |
8 | 2 | 5 | 5 |
| Rote Karten |
1 | 1 | 0 | 0 |
Wir alle wissen aber, dass diese Statistiken nicht die Geschehnisse vom Samstagabend wiederspiegeln. Die Gäste hielten meist aus der Distanz drauf und gaben nur drei Schüsse innerhalb des Sechzehners auf den Kasten von Iker Casillas ab. Barcelona tat sich also deutlich schwerer, mit Kombinationen bis an den gegnerischern Sechzehner zu kommen.
Dies wird auch an den Zahlen Lionel Messis deutlich: Der Weltfußballer hatte deutlich mehr Ballkontakte als sein Pendant Cristiano Ronaldo. Er führte das Spielgerät aber seltener in den Bereichen, in denen er tatsächlich Schaden anrichten kann. Messi war im letzten Drittel des Spielfelds 15 Mal am Ball, Ronaldo dagegen 19 Mal.
Dennoch bringen es die beiden Superstars auf jeweils vier Torschüsse. Messi versuchte es drei Mal innerhalb des Sechzehners. Bei Ronaldo gelang es der Barca-Defensive hingegen, ihn zu Abschlüsse von außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone zu zwingen. Dennoch waren es die Madrilenen, die häufiger vom Strafraum aus auf den Kasten von Victor Valdes zielten.
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| Ronaldo hatte im letzten Drittel des Spielfelds mehr Ballkontakte als Lionel Messi |
Doch was bedeutet all dies für das Finale der Copa del Rey?
Wahrscheinlich sind diese Werte für Mourinhos Mannschaft wichtiger, als für Barcelona. Der Tabellenführer wird seinen Spielstil ohnehin nicht umstellen.
Für Real Madrid wird es unterdessen darauf ankommen, die defensive Kompaktheit vom Samstag aufrecht zu erhalten. Barcelona mag zwar unheimlich viele erfolgreiche Pässe gespielt haben, doch die meisten davon in einem Bereich, der relativ unwichtig ist. Außerdem müssen die Hauptstädter weiter konsequent die Wege Messis einengen, denn er hat gezeigt, dass er jeglichen Freiraum auch nutzen wird.
In der Vorwärtsbewegung geht es darum, die offensiven und zentralen Mittelfeldspieler besser einzubinden. Alonso braucht mehr Ballkontakte, damit er mehr Einfluss auf die Angriffsaktionen nehmen kann. Vielleicht ist dies auch eine Chance für Mesut Özil, der nach seiner Einwechslung zeigte, dass er mehr Druck auf den gegnerischen Abwehrblock kreieren kann. Gleiches gilt für Kaka.
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