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In Australien Top, in der Bundesliga Megaflop: Die Legende von Damian Mori
Ruhm muss man sich über Jahre hinweg erarbeiten. Ein Australier schaffte es Ende der 90er Jahre sich innerhalb nur weniger Monate für immer in die Köpfe der Fans zu spielen.
Von Christoph Vogel
Mönchengladbach/Adelaide. Es sind ungefähr 15840 Kilometer Luftlinie zwischen Mönchengladbach und Adelaide, für Damian Mori hat sich dieser Weg Ende der 90er definitiv nicht gelohnt. Der Australier wechselte als Spieler des Jahres sowie Torschützenkönig seines Heimatlandes zu Borussia Mönchengladbach – und machte nach einem Jahr schon wieder den Abflug. Mori hat seinen festen Platz im Kuriositätenkabinett, gilt er bei den Fans der Fohlen als einer der schlechtesten Einkäufe aller Zeiten.
3.96 Sekunden
In der National Soccer League, wie die heutige A-League damals noch hieß, war Damian Mori ein echter Star. Der Stürmer schoss im Zeitraum von 1992 bis 1996 in 126 Spielen 75 Tore für seinen Klub Adelaide City Force. Darunter war der Weltrekord für das bis dato schnellste Tor der Historie, als er 1996 beim Spiel gegen Sydney United (2:2) direkt nach Anpfiff vom Mittelkreis ins Tor traf – in 3.96 Sekunden! Die Scouts von der Borussia wurden da hellhörig, wobei diese Formulierung so wohl nicht ganz richtig ist.
„Video war länger als 'Ben Hur'“
Denn Grundlage der Verpflichtung des damals 26-jährigen Australiers zur Saison 1996/97 seien nicht etwa Scoutberichte gewesen, sondern einzig ein Video von Toren des Stürmers. Immerhin kam Mori ablösefrei, sodass sich die Macher bei der Borussia um ein Schnäppchen reicher wähnten. „Das Video mit seinen Toren war länger als 'Ben Hur',“ gab der damalige Trainer der Fohlen, Bernd Krauss zu Protokoll. Gut vorstellbar, dass diese Worte mit einem ungläubigen Kopfschütteln begleitet wurden.
Sechsmal Borussia und es war Schluss
Es mag viele Gründe haben, wieso Mori damals so katastrophal bei den Fohlen scheiterte. Vielleicht war es die Konkurrenz bestehend aus einem Martin Dahlin, Jörgen Pettersson oder Andrzej Juskowiak, doch seine wenigen Auftritte waren nach dem Geschmack der Fans schon zu viel des Guten. Auf sechs Einsätze kam Mori und spielte nie mehr als eine Halbzeit. Tore? Fehlanzeige. Nach der Saison, die die Borussia nach einem Trainerwechsel zum Ende der Hinrunde unter Hans Bongartz auf Platz 11 beendete, setzte sich Mori direkt in den Flieger gen Heimat. Dort heuerte er bei seinem alten Klub an – und wurde prompt erneut Torschützenkönig.
Er traf, nur in Gladbach eben nicht
Es bleibt ein Phänomen, dieser Mori, der bis heute bei Adelaide City zumindest als Spielertrainer auf Abruf steht. Denn seinem kolossalen Nichterfolg in Gladbach stehen herausragende Leistungen in oder für Australien gegenüber. Mit 29 Toren in der Nationalelf und 227 Treffern in der Liga ist er jeweils Rekordtorschütze und wurde insgesamt fünfmal Torschützenkönig. Die Borussia hat aus ihren Fehlern gelernt und verpflichtet Spieler heutzutage nicht mehr nur nach Sichtung eines Videos.
Eure Meinung: Wer war für euch der größte Transferflop aller Zeiten in der Bundesliga? Könnt ihr euch noch an Damian Mori erinnern?
3.96 Sekunden
In der National Soccer League, wie die heutige A-League damals noch hieß, war Damian Mori ein echter Star. Der Stürmer schoss im Zeitraum von 1992 bis 1996 in 126 Spielen 75 Tore für seinen Klub Adelaide City Force. Darunter war der Weltrekord für das bis dato schnellste Tor der Historie, als er 1996 beim Spiel gegen Sydney United (2:2) direkt nach Anpfiff vom Mittelkreis ins Tor traf – in 3.96 Sekunden! Die Scouts von der Borussia wurden da hellhörig, wobei diese Formulierung so wohl nicht ganz richtig ist.
„Video war länger als 'Ben Hur'“
Denn Grundlage der Verpflichtung des damals 26-jährigen Australiers zur Saison 1996/97 seien nicht etwa Scoutberichte gewesen, sondern einzig ein Video von Toren des Stürmers. Immerhin kam Mori ablösefrei, sodass sich die Macher bei der Borussia um ein Schnäppchen reicher wähnten. „Das Video mit seinen Toren war länger als 'Ben Hur',“ gab der damalige Trainer der Fohlen, Bernd Krauss zu Protokoll. Gut vorstellbar, dass diese Worte mit einem ungläubigen Kopfschütteln begleitet wurden.
Sechsmal Borussia und es war Schluss
Es mag viele Gründe haben, wieso Mori damals so katastrophal bei den Fohlen scheiterte. Vielleicht war es die Konkurrenz bestehend aus einem Martin Dahlin, Jörgen Pettersson oder Andrzej Juskowiak, doch seine wenigen Auftritte waren nach dem Geschmack der Fans schon zu viel des Guten. Auf sechs Einsätze kam Mori und spielte nie mehr als eine Halbzeit. Tore? Fehlanzeige. Nach der Saison, die die Borussia nach einem Trainerwechsel zum Ende der Hinrunde unter Hans Bongartz auf Platz 11 beendete, setzte sich Mori direkt in den Flieger gen Heimat. Dort heuerte er bei seinem alten Klub an – und wurde prompt erneut Torschützenkönig.
Er traf, nur in Gladbach eben nicht
Es bleibt ein Phänomen, dieser Mori, der bis heute bei Adelaide City zumindest als Spielertrainer auf Abruf steht. Denn seinem kolossalen Nichterfolg in Gladbach stehen herausragende Leistungen in oder für Australien gegenüber. Mit 29 Toren in der Nationalelf und 227 Treffern in der Liga ist er jeweils Rekordtorschütze und wurde insgesamt fünfmal Torschützenkönig. Die Borussia hat aus ihren Fehlern gelernt und verpflichtet Spieler heutzutage nicht mehr nur nach Sichtung eines Videos.
Eure Meinung: Wer war für euch der größte Transferflop aller Zeiten in der Bundesliga? Könnt ihr euch noch an Damian Mori erinnern?
Goal.com-Flutlicht
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