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Elf des Tages in der Bundesliga: Tiki-Taka-Reus, S04-Fighter und kecke Aufsteiger

Schalke erkämpfte ein Remis gegen die übermächtigen Bayern - zwei Garanten stehen in der Elf des Tages. Ebenso dabei: Ein BVB-Star in Gala-Form und kecke Aufsteiger.

München. Borussia Dortmund hat am zweiten Bundesliga-Spieltag die ersten Punkte eingefahren, durfte sich dabei auf die Künste von Offensiv-Wirbler Marco Reus verlassen. Bei Ruhrpott-Rivale Schalke 04 ließen beim Unentschieden gegen den FC Bayern derweil Defensiv-Akteure mit Heldentaten aufhorchen - und der SC Paderborn schickte den Hamburger SV schon wieder in den Albtraum-Modus der Vorsaison.

Nur einmal musste Ralf Fährmann am Samstagabend hinter sich greifen. Und das obwohl der Schalker Keeper vor allem in der Anfangsphase einen Bayern-Angriff nach dem anderen auf sein Tor zurollen sah. Fährmanns Reflexe wurden dabei zum Grundstein für den Punktgewinn der Knappen.

Vor ihm hat sich mit Benedikt Höwedes ein Teamkollege in den Vordergrund gedrängt. Nicht nur wegen seines entschlossenen Treffers zum 1:1, sondern auch wegen Stabilität und Flexibilität beim Erfüllen seiner Defensivaufgaben gegen die offensive Power des Rekordmeisters. Die Innenverteidigung bilden mit Emir Spahic und Naldo zwei Abwehrrecken, die ebenfalls ein Tor beisteuern konnten und hinten gewohnt kompromisslos agierten. Komplettiert wird die Viererkette vom erneut beinahe fehlerlosen Weltmeister Philipp Lahm.

Castro als Schlüsselfigur

Das Mittelfeld wird angeführt von Sebastian Kehl, der dem BVB gegen Augsburg viel Stabilität verlieh, zudem mit klugen Pässen als Initiator von Angriffen gefiel. An seiner Seite auf der Doppelsechs: Gonzalo Castro. Der ehemalige deutsche Nationalspieler avanciert bei Bayer Leverkusen mehr und mehr zum Schlüsselspieler - dank enormer Laufbereitschaft in der Defensive, guter Abstimmung mit Nebenmann Simon Rolfes und Einfallsreichtum in der Offensive. Wie etwa bei seinem Assist für Tin Jedvajs Ausgleichstreffer zum zwischenzeitlichen 1:1 am Samstag gegen Hertha BSC.

Die Dreierreihe hinter der einzigen Spitze hat derweil viel Turbo-Qualität. Marco Reus entschied Dortmunds Auftritt in Augsburg bereits früh. Mit enormer Dynamik, präziser Technik und eiskaltem Abschluss zur Führung getroffen, dann per gefühlvoller Ecke das 2:0 aufgelegt. Reus ist nach Verletzung schon wieder in Schwung. Auf dem Weg zum Shootingstar der Anfangsphase dieser Saison ist indes Karim Bellarabi, der bei Leverkusens 4:2-Erfolg gegen Hertha zunächst mit herausragender Einzelaktion das Tor zum 3:2 ermöglichte und kurz darauf dank maßgenauer Volley-Abnahme zum Endstand traf. 

Abgerundet wird unsere Elf des Tages mit zwei Aufsteigern. Mario Vrancic komplettiert dabei das Mittelfeld. Enorm aufmerksam agierte der 25-Jährige vom SC Paderborn beim überraschenden 3:0-Auswärtssieg der Ostwestfalen in Hamburg. Mit dem abgebrühten Abschluss zum 2:0, als er HSV-Schlussmann Rene Adler umspielte und dann einschob, krönte Vrancic seine Leistung. Den Paderborner Sieg eingeleitet hatte zuvor Elias Kachunga. Der Stürmer war gedankenschneller Schütze des Führungstreffers und später ein steter Gefahrenherd als einzige Spitze.

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