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Eine Schar großer Namen hat es nicht in die diesjährige Goal.com 50 geschafft. Wir präsentieren einige dieser Spieler und die Gründe, warum sie dieses Mal nicht dabei sind.

Viele Stars, die einen Platz in der diesjährigen Goal.com 50 ergattern konnten, dürften für eingefleischte Fußball-Fans keine Überraschung sein. Aber in dem Prozess, die besten Akteure im beliebtesten Sport der Welt zu benennen, gibt es zwangsläufig auch Verlierer - zumeist große Namen, denen es aus dem einen oder anderen Grund nicht gelang, ihre volle Leistung in der letzten Saison abzurufen.

Ihr Absturz könnte aufgrund einer schweren Verletzung, die das Saisonaus bedeutete, geschehen sein oder aufgrund komplizierter personeller Probleme oder ganz schlicht und einfach aufgrund einer schlechten Form. Unter jenen, die in diese oder andere Kategorien fallen, befinden sich zum Beispiel Edinson Cavani, dessen Klub SSC Neapel in der Serie A nur Fünfter wurde, Younes Belhanda, der überragend für den französischen Meister HSC Montpellier spielte, und „Chicharito“, dem es nicht gelang, an seine starke erste Saison bei Manchester United anzuknüpfen.

Hier sind zehn Spieler, die es nicht in die Goal.com 50 geschafft haben, obwohl sie einen großen Namen haben:

SAMUEL ETO’O – Anzhi & Kamerun


Stürmer Samuel Eto'o mag vielleicht der bestbezahlte Spieler im Weltfußball sein, aber durch seinen Wechsel von Inter Mailand zu Anschi Machatschkala im letzten Sommer hat er den Sprung in die Goal.com 50 verpasst. Das Toreschießen hat der 31-jährige Star zwar auch in Russland nicht verlernt, aber für jemanden, der in einer mutmaßlich schwachen Liga spielt und dort keine Titel vorweisen kann, gilt einfach, dass er nicht mehr zur absoluten Elite des Fußballs gehört. Dennoch ist es aufgrund des sportlichen Aufstiegs seines Klubs nicht undenkbar, dass sich der Stürmer auch zurück in die obere Weltspitze spielen kann.

LUKA MODRIC – Tottenham & Kroatien


Neben seinem Teamkameraden Gareth Bale ist Tottenhams Spielmacher Luka Modric wohl eine der größeren Überraschungen, die nicht in der Goal.com 50 auftaucht. Auch wenn er derzeit stark von Real Madrid umworben wird, schaffte es der 26-Jährige nichts, die „Spurs“ erneut in die Champions League zu bringen. Obwohl er keinen besorgniserregenden Abfall in seiner Form gezeigt hat, zeigt sein Fehlen den Standard, der benötigt wird, um in die Liste der 50 besten Spieler zu kommen.

CARLES PUYOL – Barcelona & Spanien


Eine Ikone des modernen Fußballs! Der Kapitän des FC Barcelona musste den Preis für eine Saison bezahlen, in der er wahrlich nicht von Verletzungsproblemen verschont wurde. Auch für seinen Klub verlief die Saison alles andere als erfolgreich, schließlich gelang weder der Gewinn der spanischen Meisterschaft noch ein Triumph in der Champions League. Und es kam noch schlimmer: Auch bei der erfolgreichen Titelverteidigung Spaniens bei der Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine war der Innenverteidiger zum Zuschauen verdammt, nachdem er kurz vor Beginn des Turniers wegen einer erneuten Verletzung passen musste.

NURI SAHIN – Real Madrid & Türkei


Als Nuri Sahin im letzten Sommer zu Real Madrid wechselte, wurde er als nächster großer Star im Bernabeu angekündigt. Unter Jose Mourinhos Ägide schaffte es der junge türkische Mittelfeldspieler jedoch nicht, auch nur irgendeinen Eindruck in der spanischen Hauptstadt zu hinterlassen. Mittlerweile dürfte er bei vielen Fans bereits aus den Köpfen gestrichen sein. Um in die Goal.com 50 zurückzukehren, müsste sein Klub entweder einen scharfen Kurswechsel vollziehen oder - und das dürfte realistischer sein - Sahin sollte den Verein verlassen.

ALEXIS SANCHEZ – Barcelona & Chile


Flügelspieler Alexis Sanchez ist ein weiterer Spieler, der im Sommer 2011 den Sprung nach Spanien gewagt und genau deshalb seinen Platz in der Goal.com 50 verloren hat. Nach einer grandiosen Saison bei Udinese belegte Sanchez im letzten Jahr Platz sieben, aber dem FC Barcelona gelang es nicht, dem 23-Jährigen im Camp Nou zu gleicher Konstanz zu verhelfen. Schon früh verpasste der Chilene fast zwei Monate der Saison, was ihm nicht gerade half. Als er jedoch zurückkehrte, deutete er an, dass in der neuen Spielzeit wieder mit ihm gerechnet werden kann.

BASTIAN SCHWEINSTEIGER – Bayern München & Deutschland


„Scheitern“ wurde das Synonym für Bayern Münchens Titelaspirationen in der letzten Saison, nachdem man - passend zu Olympia - immer wieder über die letzte Hürde gestolpert war. Neben seinem Teamkameraden Philipp Lahm war es sicherlich Bastian Schweinsteiger, der dies am deutlichsten verkörperte. Er mag zwar einen großen Teil dazu beigetragen haben, Real Madrid im Halbfinale der Champions League auszuschalten, aber im Elfmeterschießen gegen Chelsea im CL-Finale war er die tragische Figur, die den letzten Elfmeter für Bayern München versemmelte. Auch bei der EM konnte er, nachdem er den Großteil der Rückrunde verletzt pausieren musste, nicht so recht überzeugen. Ihm fehlte deutlich die Dynamik, die ihn in den letzten Jahren auszeichnete.

WESLEY SNEIJDER – Inter & Niederlande


Unter all den europäischen Topklubs war es vielleicht Inter, welches die härteste Saison auszustehen hatte. Der individuelle Künstler, der darunter wohl am meisten zu leiden hatte, war Wesley Sneijder, eine ehemalige Nummer 1 der Goal.com 50, die den Klub unter Jose Mourinho zum Gewinn der Serie A und zum Champions-League-Titel führte. Dieses Inter ist längst eine verblasste Erinnerung, und auch der Spielmacher wirkte bei seinen Auftritten oft wie auf Stelzen. Dadurch gelang es ihm nicht, sein Team so voranzutreiben, wie er es einst vermochte.

LUIS SUAREZ – Liverpool & Uruguay


Liverpools Stürmer Luis Suarez war in der letzten Saison immer wieder in den Schlagzeilen zu finden -  unglücklicherweise oftmals in den negativen. Patrice Evra beschuldigte den Uruguayer, sich ihm gegenüber im Anschluss an ein Spiel zwischen Manchester United und Liverpool rassistisch geäußert zu haben. Obwohl sich dieser Vorfall bereits im Oktober ereignete, zog sich die Geschichte mehr und mehr in die Länge. Mit einem geschädigten Ruf hat er nun viel Arbeit vor sich, um zu zeigen, dass er in den Kreis der 50 besten Fußballer gehört.

JOHN TERRY – Chelsea & England


John Terry hatte die Ehre, die Champions-League-Trophäe in die Luft zu heben, nachdem Chelsea Bayern München im Elfmeterschießen des CL-Finales besiegt hatte. Aber bald danach wurde er aufgrund seiner vollen „Blues“-Montur zum Ziel des Spotts, hatte er doch das Finale aufgrund einer Roten Karte im Halbfinalrückspiel gegen Barcelona nur von der Tribüne aus verfolgen können. Der wahre Tiefpunkt des Innenverteidigers kam dann, als er im Mittelpunkt eines Rassismus-Skandals um Anton Ferdinand stand, der nicht nur stark im Fokus der Öffentlichkeit steht, sondern immer noch nicht komplett von der FA aufgeklärt worden ist. Zusätzlich zeigte er sich auch bei der EM 2012 sportlich nicht in bester Verfassung beim Auftritt der „Three Lions“.

NEMANJA VIDIC – ManUnited & Serbien


Die Abwesenheit einiger Spieler in den Goal.com 50 mag überraschen, aber bei Innenverteidiger Nemanja Vidic ist die Nichtberücksichtigung nur allzu leicht zu verstehen. Eine sehr ernste Knieverletzung kostete den Serben praktisch die ganze letzte Saison und zwang ihn dazu, sich außerhalb des Platzes ansehen zu müssen, wie Manchester United den Titel in der Premier League an den Stadtrivalen abtreten musste. Darüber hinaus trat er nach Kritik an seinen Leistungen im Oktober 2011 aus der serbischen Nationalmannschaft zurück. Nach einem frustrierenden Jahr ist Vidic zurück im Training und wird bald auch auf dem Platz zurückerwartet. Im vergangenen Jahr war er Sechster in der Goal.com 50 und man mag ihm wünschen, dass er so schnell wie möglich zu dieser Form zurückkehrt.

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