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Im Ranking der 50 besten Spieler der letzten Saison belegte Marco Reus den 22. Platz und war damit bester Akteur der Bundesliga. In diesem Jahr will er beim BVB für Furore sorgen.

Als Borussia Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre vor kurzem in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über Marco Reus äußerte („Ihn zu ersetzten ist total unmöglich. Total unmöglich! Er war an 90 Prozent unserer Tore beteiligt“), wollte er wohl mit einer leichten Übertreibung zum Ausdruck bringen, wie schwer Marco Reus’ Verlust für die Borussia wiegt. Allerdings übertrieb der 54-Jährige Schweizer dabei gar nicht mal so sehr. In der letzten Saison war Marco Reus alleine an 30 der 49 Bundesliga-Tore der Gladbacher direkt beteiligt (18 Tore und 12 Torvorlagen). Würde man sich bei den übrigen 19 Treffern anschauen, ob Marco Reus bei ihrer Entstehung ebenfalls die Finger, pardon, die Füße im Spiel hatte, käme man vielleicht sogar tatsächlich auf die von Lucien Favre genannten 90 Prozent.

Bester Bundesliga-Akteur in der Goal.com 50

Wie man es auch dreht und wendet, der 23-Jährige ragte in einer Saison, in der sogar die Gladbacher Mannschaft als Ganzes über sich hinausgewachsen war, noch über seine Mitspieler hinaus. Das honorierten auch seine Kollegen in Deutschland, die ihn mit 30 Prozent aller abgegebenen Stimmen vor Bayern Münchens Franck Ribery (16,3 Prozent) und Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar (12,5 Prozent) zum Spieler der Saison wählten. Auch bei der Wahl zu Goal 50 war Reus auf Platz 22 der beste Bundesliga-Akteur. Eine Auszeichnung, die „mich sehr stolz macht und für mich gleichzeitig eine Verpflichtung ist“, wie er im Exklusiv-Interview mit Goal.com verriet. „Es liegt nun an mir, die erfolgreiche Saison in Mönchengladbach mit sehr guten Leistungen bei Borussia Dortmund zu bestätigen.“

Ein Gladbacher Märchen

„Vom Beinahe-Abstieg bis in die Königsklasse“ könnte das Märchen in dieser Saison für die „Fohlen“ heißen. Und Reus’ Anteil daran war riesig – auch wenn er der Mannschaft in der bevorstehenden Champions-League-Qualifikation nicht mehr helfen kann. Den gebürtigen Dortmunder zog es bekanntlich zurück in seine Heimatstadt - quasi ein Borussia-interner Wechsel zur Borussia aus Dortmund.



Eine teure Fehlentscheidung

Der amtierende Doublesieger blätterte die 17,1 Millionen Euro Ablöse hin, die der kreative Offensivspieler als feste Ausstiegsklausel in seinem Vertrag stehen hatte. Die Rückrunde bei Gladbach, die EM im Dress des DFB und sein Freistoßtor im Finale des Liga total! Cups gegen Werder Bremen zeigten mehr als deutlich: Gladbachs Verlust ist Dortmunds Gewinn – zumindest sportlich. Denn finanziell war es ein klares Verlustgeschäft für den BVB, schließlich wurde Reus in der eigenen Jugend ausgebildet. Als ihm sein damaliger Jugendtrainer im Jahre 2006 allerdings keine Perspektive bieten wollte, flüchtete er im wahrsten Sinne des Wortes zu Rot Weiss Ahlen. Ein letzten Endes teurer Irrtum, der sich, wenn es nach BVB-Sportdirektor Michael Zorc geht, niemals wiederholen soll.

Wird Reus' Aufstieg beim BVB weitergehen?

Bestätigt Marco Reus seine Leistungen aus der letzten Saison auch beim BVB, muss sich nicht nur die nationale, sondern auch die internationale Konkurrenz warm anziehen. In dieser Saison könnte es Marco Reus sein, der den Unterschied zwischen Aus in der CL-Gruppenphase und Erreichen des CL-Achtelfinales ausmacht.

Der Druck auf etablierte Nationalspieler erhöht sich

Auch in der deutschen Nationalmannschaft dürfte ihm dann der ganz große Durchbruch gelingen. Durch seine Variabilität in der Offensive bietet er Jogi Löw einiges an Optionen und übt damit gleichzeitig auf Spieler wie Lukas Podolski und Thomas Müller, die sich mehr denn je beweisen müssen, einen enormen Druck aus.



Marco Reus - Auf dem Weg zum besten deutschen Spieler?

Borussia Dortmund hat sich mit Reus einen großen Fisch geangelt, dessen Potenzial laut seinem ehemaligen Trainer Lucien Favre so hoch sei, „das ahnt man in Deutschland noch gar nicht.“ Spieler wie Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil, denen manchmal schon jetzt Weltklasse attestiert wird, könnte er in nicht allzu ferner Zukunft in den Schatten stellen. Bei der aktuellen Goal 50 musste der Neu-Dortmunder Mesut Özil noch den Vortritt lassen, der Platz 12 belegte. Den in der letzten Spielzeit von Verletzungen geplagten, nicht unter den besten 50 platzierten Bastian Schweinsteiger ließ der 23-Jährige bereits hinter sich.

Reus' Ziele mit dem BVB

In dieser Saison werden viele Augen auf Marco Reus gerichtet sein und seine Entwicklung genau beobachten. Reus selbst wird sich nur wenig darum kümmern, solange er die Ziele erreicht, die er sich selbst für seine Zeit bei Borussia Dortmund gesetzt hat: „Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass Borussia Dortmund national wie international seine Ziele erreicht. […] Ich persönlich möchte mich in Dortmund weiterentwickeln und meine Qualitäten ins Team einbringen, damit wir Erfolg haben. Nicht zuletzt möchte ich mich über die Leistungen im Verein weiter für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen.“

Die ambitionierten Ziele eines hochbegabten Spielers.

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