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Der Countdown ist endgültig eröffnet - wir stellen Euch die 50 besten Spieler der Saison 2010/11 vor. Auf Platz 18 landet Milans resoluter Innenverteidiger Thiago Silva.

Willkommen zu Goal.com 50! In dieser Reihe wählen die Goal.com-Redakteure aus der ganzen Welt die 50 besten Spieler der Saison 2010/11. Der Countdown läuft - am 14. August wird der Gewinner bekanntgegeben. Bis dahin werden wir Euch die übrigen 49 Spieler vorstellen, die es in die Top 50 geschafft haben.

Nach starken ersten zwölf Monaten als Spieler des AC Mailand, war es die Saison 2010/11, in der Thiago Silva endgültig seine Visitenkarte im Klub der besten Verteidiger der Welt abgab.

Es waren die dominaten Auftritte des Brasilianers in der Viererkette, die den Grundstein für Milans Titelgewinn in der Serie A legten. Dank Silva kassierte der Meister in der zweiten Saisonhälfte lediglich sieben Gegentreffer.

Er ist wahrscheinlich der beste Innenverteidiger der Welt. Schon in der Vorsaison war er beeindruckend, aber in dieser Spielzeit hat er sich nochmals verbessert. Er reift weiter und in jeder Partie zeigt er, dass er praktisch ein Monster ist.
- Massimiliano Allegri

Beim brasilianischen WM-Viertelfinal-Aus in Südafrika zählte er noch nicht zum Stammpersonal. Zurück in Mailand begann seine eindrucksvolle Spielzeit am zweiten Spieltag, als er sich beim 4:0 gegen Lecce in die Torschützenliste eintrug.
DER MOMENT DER SEASON

SERIE A
MILAN 3-0 INTER
Das Derby brachte die Vorentscheidung um den Titel. Inters starke Offensive sah bei der demütigenden Niederlage gegen Milan keinen Stich und der Brasilianer war dabei  praktisch unüberwindbar.

Es folgte eine 0:2-Niederlage in Cesena, ehe Silva eine Serie startete, die nur wenige Abwehrspieler vorweisen können: Er stand nur noch bei einer Niederlage seiner Elf auf dem Platz (gegen Palermo im März) und war auch nur bei einem Spiel im Einsatz, in dem seine Mannschaft mehr als ein Gegentor hinnehmen muss (beim 4:4 gegen Udinese im Januar).

Silvas Leistungen lassen sich allerdings nicht durch das bloße Aufreihen von Statistiken belegen. Sein etatmäßiger Nebenmann Alessandro Nesta war nicht mehr ganz so stark, wie zu seinen besten Tagen und auch gemeinsam mit Daniele Bonera und Mario Yepes war er stets der stabilisierende Part. Dank seines großartigen Antizipationsvermögens, seiner enormen Schnelligkeit, seines Stellungsspiels und seines Spielverständnisses, brachte er die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung und stopfte immer wieder Löcher in Milans Defensive.

Ob er rechts oder links in der Defensivzentrale eingesetzt wird, ist dem 26-jährigen dabei egal. Zumindest wirkt es sich nicht auf seine Leistungen aus. Wohl fühlt er sich auf beiden Seiten und die Zahl der gewonnen Dribblings von Stürmern gegen ihn, dürfte im einstelligen Bereich liegen.

All dies, gepaart mit seiner physischen Robustheit und seinen Stärken in der Luft, machten ihn in der abgelaufenen Saison zu einem nahezu kompletten Abwehrspieler. Trainer Massimiliano Allegri schwärmte von seiner Nummer 33 fast ausschließlich in Superlativen. Nach dem Unentschieden in der Coppa Italia gegen Palermo meinte er, Silva habe „nahezu allein verteidigt. Er ist wahrscheinlich der beste Innenverteidiger der Welt. Schon in der Vorsaison war er beeindruckend, aber in dieser Spielzeit hat er sich nochmals verbessert. Er reift weiter und in nahezu jeder Partie zeigt er, dass er praktisch ein Monster ist.“

Entscheidend wurden Silvas Auftritte im Endspurt der Saison. Er führte die „Rossoneri“, die personell zu diesem Zeitpunkt nicht gut bestückt waren (dies rächte sich teuer in der Champions League gegen Tottenham), zu einer Serie von wichtigen Siegen in der Liga. Sein Spiel war dabei für Tifosi und Experten eine Augenweide.

„Sein Antizipationsvermögen, seine Beschleunigung, das Stellungsspiel und sein Spielverständnis, gepaart mit phyischer Robustheit und Stärke im Kopfballspiel, machten ihn zum nahezu kompletten Abwehrspieler.“

Bei den wichtigen Siegen über Napoli, Juventus und Inter lief Silva zur Bestform auf. Besonders im Derby war er nicht zu bezwingen. Besonders in der entscheidenden Phase, als die „Nerazzurri“ auf den Ausgleich nach Alexandre Patos Führungstor drängten. Silva ließ Giampaolo Pazzini nie zur Entfaltung kommen.

Mit einer weiteren weißen Weste, der 18. im 33. Spiel des Brasilianers, sicherte sich Milan gegen die Roma vorzeitig den Titel. Silva widmete seine Aufmerksamkeit der anstehenden Copa America. Dort langte es für den Rekordweltmeister lediglich zum Einzug in das Viertelfinale. Bei der Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen gehörte Silva zu jenen vier Brasilianern, die vom Punkt scheiterten.

Nach einer unglaublichen Saison für ihn persönlich, könnte man dies als einzigen Tiefpunkt sehen. Thiago Silva wird es als Ansporn sehen, um weiter dafür zu kämpfen, als bester Verteidiger der Welt anerkannt zu werden.

Following the 2-0 defeat at Cesena in the next game, the centre-back would go on to rack up the phenomenal record of only taking part in one more defeat (away to Palermo in March) and also only a single multiple-goal concession (the 4-4 draw with Udinese in January) in the remainder of the league campaign.

But it was in more than just numbers that the former Fluminense man was starting to move on to another level. With Alessandro Nesta beside him beginning to show signs of weariness, and other partners such as Daniele Bonera and Mario Yepes unable to match his quality, he could regularly be found doing the work of two men. His magnificent sense of anticipation, superb acceleration and fantastic reading of the game regularly helped to plug gaps in either defensive flank.

Playing the majority of the season as the left-sided centre-half despite being right footed, he constantly showed an ability few other defenders have in his comfort in defending to either side. The number of occasions he was turned by an opposition forward could be counted on one finger, despite only playing in his natural channel when partnered by Yepes in the absence of Nesta.

This, allied to his natural upper-body strength, excellent aerial ability and thirst for a challenge, made him a near-complete defender in 2010-11, with his coach Massimiliano Allegri referring to him exclusively in superlatives when asked about his No.33’s qualities. “He defended almost by himself,” said Allegri after a Coppa Italia draw with Palermo. “He is arguably the strongest centre-back in the world. Last season he demonstrated great things, but this season he has improved, is still maturing, and is showing in every game that he’s practically a monster.”

After an excellent andata, it was in the run-in that the Brazilian’s ability most came to the fore. With the Rossoneri short of numbers defensively at times, which would prove costly in the narrow defeat to Tottenham in the Champions League, the ease with which he carried his side on to clean sheets and victories domestically was amazing to watch.

In the vital wins over Napoli, Juventus and Inter in the run-in, Thiago Silva was simply irrepressible. In the derby in particular, he was the biggest reason why the Nerazzurri were held out during the long periods in which they pushed for an equaliser after Alexandre Pato’s early opener, keeping Giampaolo Pazzini’s contribution to a minimum.

With Milan having clinched the title against Roma with another clean sheet, the 18th in 33 games with the Brazilian present, the defender’s attention turned to the Copa America. There he was a part of the side which reached the quarter-finals before falling on penalties against Paraguay, Thiago Silva’s effort being saved as Brazil missed all four spot-kicks.

After an incredible season such as his, it would be tempting to say the only way is down. But somehow, the defender could yet perform even better in his relentless rise towards the ranking of the world’s greatest defender.

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