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Der Goal.com-Countdown zu den 50 besten Spielern der vergangenen Saison geht in die nächste Runde. Platz 29 geht an Barcelonas Sergio Busquets.

Willkommen zu Goal.com 50! In dieser Reihe wählen die Goal.com-Redakteure aus der ganzen Welt die 50 besten Spieler der Saison 2010/11. Der Countdown läuft - am 14. August wird der Gewinner bekanntgegeben. Bis dahin werden wir Euch die übrigen 49 Spieler vorstellen, die es in die Top 50 geschafft haben.

Vor der Weltmeisterschaft 2010 gab es Zweifel an der Tauglichkeit von Sergio Busquets im Team des Europameisters Spanien von 2008. Es ging nicht nur um seine Rolle bei Barcelona oder dem spanischen Nationalteam, sondern auch darum, wie und ob er in so eine filigrane und technisch versierte Mannschaft passen würde. Nur zwölf Monate später hat es der junge Mittelfeldspieler seinen Kritikern gezeigt: Er ist die stabilisierende Kraft im katalanischen Starensemble, das die Champions League gewann.

Im Schatten der Superstars Xavi und Iniesta, die das moderne Fußballspiel prägten wie kaum andere Mittelfeldspieler, ist seine Rolle bei weitem nicht so glamurös oder auffällig. Ohne Busquets knallharter Abräumarbeit hinter den Beiden könnten diese nicht ihr berühmtes Spiel aufziehen.

Einen Spieler wie ihn zu haben, ist entscheidend.

- Andres Iniesta

Aber Busquets Rolle sollte nicht nur auf die eines Arbeiters im defensiven Mittelfeld beschränkt werden, dies würde seinen fußballerischen Fähigkeiten nicht gerecht werden. Wie nicht anders von einem Barca-Spieler zu erwarten, verfügt der 23-Jährige über eine ausgezeichnete Technik, welche sich am besten an seinem Tor gegen Athletic Bilbao illustrieren lässt, als er zum 3:1 in San Mames traf.

MOMENT DER SAISON

 LA LIGA
ATHLETIC BILBAO 1-3 BARCELONA
An dem verregneten Abend ging das Spiel bereits zu Ende, als Busquets durchbrach und im Strafraum einen gezielten Schuss in die obere Ecke des Netzes abfeuerte, um den hart erkämpften 3:1-Sieg in trockene Tücher zu bringen.
Abgesehen von diesem schönen Treffer hatte der Mittelfeldspieler keine Möglichkeit mehr, ein Tor zu erzielen – sieht man vom Eigentor gegen Arsenal im Champions League-Achtelfinale ab. Seine Rolle ist nunmal, Treffer früh zu unterbinden.

Die Anpassungsfähigkeit des in Sabadell  geborenen Spielers war auch ein großer Gewinn für seinen Verein und für die Nationalmannschaft. Durch einige Verletzungen rutschte der junge Spieler erst in das Team von Pep Guardiola. Auch auf den Zuschauerrängen tat sich etwas.

Während die Barca-Akteure oftmals dafür kritisiert wurden, beim kleinsten Kontakt hinzufallen, traute sich Busquets dorthin, wo es weh tat. In den Clasicos im Frühjahr 2011 war er einer der Agents Provocateurs auf Seiten der Katalanen.

Einzig im Finale der Copa del Rey verlor man gegen den Erzrivalen Real Madrid, im Halbfinale schaltete man das Team aus der Hauptstadt aber aus und im Champions-League-Finale spielte er eine große Rolle, als er David Villa mit einem klugen Pass auf die Reise zum Erzielen des 3:1 schickte.

Busquets sollte nicht nur als Arbeiter im Mittelfeld wahrgenommen werden. Das würde seinen Fähigkeiten als Fußballer nicht gerecht werden.


Durch den Gewinn der Champions-League-Trophäe sicherte sich der Mittelfeldspieler seinen zehnten Titel, seit er vor drei Jahren den ersten Profivertrag unterschrieb.

In dieser Zeit konnte Busquets sein Spiel stetig verbessern und machte sich für das Spiel von Guardiolas Barcelona unverzichtbar. Zu oft wurde er als rein destruktiver Spieler wahrgenommen, in Wahrheit macht er aber viel mehr, als nur das Spiel zu zerstören. Das rechtfertigt seinen Platz in der Liste der 50 besten Kicker.

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