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Der Countdown ist endgültig eröffnet - wir stellen Euch die 50 besten Spieler der Saison 2010/11 vor. Der Goalgetter des Deutschen Meisters ist auf Platz 47 mit dabei.

Willkommen zu Goal.com 50! In dieser Reihe wählen die Goal.com-Redakteure aus der ganzen Welt die 50 besten Spieler der Saison 2010/11. Der Countdown läuft - am 14. August wird der Gewinner bekanntgegeben. Bis dahin werden wir Euch die übrigen 49 Spieler vorstellen, die es in die Top 50 geschafft haben.

Als Lucas Barrios 2009 in Deutschland ankam, war er eine regelrechte Offenbarung für Dortmund. Nach einigen Jahren ohne den richtigen Mann im Zentrum wehte mit dem in Argentinien geborene Stürmer endlich der richtige Sturmwind im Ruhrpott. Für Colo Colo traf Barrios insgesamt 53 Mal ins Schwarze – und das bei 56 Einsätzen. Diese imposante Trefferquote ist Grund genug, ihn als Goalgetter zu bezeichnen.

In Südamerika bezeichnet man ihn aufgrund seiner Geschmeidigkeit als „Panther“. Sein Wechsel nach Deutschland kam zum richtigen Zeitpunkt und er wurde allen Erwartungen gerecht. Der Stürmer katapultierte die Schwarzgelben in seiner ersten Saison auf den fünften Platz und somit in den Europacup und wurde 2011 Meister mit dem BVB.

Er ist der beste Stürmer der Bundesliga.

- Kevin Großkreutz

21 Mal fand der Ball in 41 Spielen den Weg in das Tor des Gegners, nachdem der Panther ihn zuletzt berührt hatte. Der in San Fernando geborene Stürmer führte damit in seinem zweiten Jahr die interne Schützenliste nach Scorerpunkten und Toren an.
DER MOMENT DER SAISON

 BUNDESLIGA:
BAYERN 1-3 DORTMUND
Mit dem für Stürmer typischen Instinkt schlug Barrios aus einem Abwehrfehler Kapital und konnte mit seinem Einsatz das wichtige Spiel vorentscheiden.


Vielleicht ist der Nationalspieler aus Paraguay manchmal etwas fahrig vor dem Tor, aber er trifft auch regelmäßig. Seine Antizipation in der Gefahrenzone ist einwandfrei. Er findet Chancen vor, die sich viele Stürmer nicht erarbeiten können. Die Physis macht ihn zu einem Alptraum für die Verteidiger, auch wenn viele Aspekte seines Spiels gar nicht so auffällig sind. Im Angriffsdrittel deckt er den Ball gut ab und kann durch seine tollen Pässe in die Schnittstellen der Abwehr seine Mitspieler in Position bringen.
 
Im Gegensatz zu vielen anderen Stürmern ist sich Barrios auch nicht zu schade, weniger auffällige Positionen einzunehmen. Im Defensivsystem der Nationalmannschaft von Paraguay ordnete er sich dem Team während der Copa America unter. Natürlich ist seine Hauptaufgabe das Toreschießen und das kann er sehr gut. Der 1,88 Meter große Stürmer ist beidfüßig und seine Sprungkraft macht zeichnet ihn auch in der Luft aus. Lucas Barrios hat außerdem ein Gespür für die wichtigen Tore in den wichtigen Spielen. In beiden Saisonduellen mit den Bayern schoss er die ersten Tore und bei der Schnittpartie gegen die starken Hannoveraner führte er seinen BVB mit zwei Toren und einem Assist zu einem 4:1-Sieg.

Barrios hat den Killerinstinkt. Er ist immer hungrig auf Tore. Er hat das Potenzial, nächste Saison doppelt so viele Tore zu schießen.

Neben anderen Interessenten traten vor allem Chelsea und Zenit St. Petersburg auf. Beide sollen Angebote um die 20 Millionen Euro abgegeben haben. Die Dortmunder haben aber noch nicht angebissen, wittern den großen Wurf. Für lediglich 4,2 Millionen Euro holte man ihn von Colo Colo.

Auf Barrios‘ Schultern ruhen auch die schwarz-gelben Hoffnungen für die Titelverteidigung und die Champions League. Als Dreh- und Angelpunkt in Jürgen Klopps Offensive lastet aber auch ein gewaltiger Druck auf ebendiesen. Aber bereits in der Vergangenheit hatte er bewiesen, mit den Aufgaben über sich hinaus zu wachsen und vielleicht kann er am Ende der Saison 2011/12 einen weiteren Titel sein Eigen nennen.

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