Goal.com 50: Gerard Pique (16)

Mit seinen 23 Jahren hat Gerard Pique bereits alles gewonnen, was man als Spieler erreichen kann. Sein WM-Traum wurde in Südafrika Wirklichkeit.

Gerard Pique, Barcelona (Getty Images)
Die lang ersehnte wie beliebte Auszeichnung kehrt zurück. Im Doppelpass mit unseren Usern verleihen wir den Goal.com 50-Award. Die Goal.com-Experten auf allen fünf Kontinenten haben genau hingeschaut und die abgelaufene Saison 2009/10 unter die Lupe genommen. Wer schafft es in die Top 50, wer gehörte zu den zehn Besten seiner Zunft? Verteidigt Lionel Messi den Titel? Goal.com gibt die Antworten!

Barcelona. Wenn man an Verteidiger zurückdenkt, die sowohl in der Abwehr eine royale Präsenz ausstrahlten, als auch in der Spieleröffnung brillierten, dann wird Franz Beckenbauer als Prototyp herangezogen. Beim FC Barcelona wird die Spielweise von Gerard Piqué gern und immer häufiger mit der des „Kaisers“ verglichen, „Piquebauer“ hat sich mittlerweile sogar im Camp Nou als Spitzname eingebürgert. Der 23-Jährige bedankte sich auf seine Weise und bewies 2009/2010, dass er Weltklasse sein kann.

Nur 24 Gegentreffer in der La Liga

Seit seinem Abschied  2008 von Manchester United hat sich Pique vom Rio-Ferdinand-Ersatz zum absoluten Führungsspieler beim FC Barcelona entwickelt. Nach der Triple-Saison 2009 zementierte er seine Position neben Carles Puyol, auch in der Nationalmannschaft. Lediglich 24 Gegentreffer kassierten die Katalanen in der Liga, der beste Wert aller Spitzenteams Europas, der den zweiten Meistertitel in Serie sicherstellte. In der Champions League bissen sich die Katalanen zwar an der Mauertaktik von Mourinho fest, doch Piqué zeigte mit einer Pirouette, dass auch er Traumtore erzielen kann.

Gerard Pique
Moment der Saison

Pique sichert Spanien den 1. WM-Titel
Weltmeister in Südafrika

Der gebürtige Katalane verarbeitete die bittere Pleite jedoch rasch und konzentrierte sich auf die WM. Pique verpasste keine Minute in Südafrika, kann sich ab sofort Weltmeister nennen und Cristiano Ronaldo, Löws Jungspunden und der „Elftal“ die lange Nase zeigen.

Verteidigen mit Stil

Während Puyol eher für seine direkte Defensivkunst bekannt ist, legt Pique Wert auf Stil, wenn er verteidigt. Seine Vorstöße und langen Pässe sind sein Markenzeichen, gleichzeitig hält er Xavi den Rücken frei. Trotz seines jungen Alters scheut Pique nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Pep Guardiola hat ein System entwickelt, mit der Barcelona sich die Dominanz in Europa sichern will – und das trotz oder gerade wegen vieler hauseigener Talente. Die Jahre in England dürften Piques Entwicklung nur gut getan und seine Horizonte erweitert haben. Niemand zweifelt daran, dass er zu einer noch größeren Größe im Spitzenfußball werden kann.
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