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Goal.com 50: Cesc Fabregas (23)
Obwohl Cesc Fabregas in Südafrika nicht zum Stammpersonal gehörte, spricht die ganze Welt über den spanischen Weltmeister. Nach seinem Topjahr als Arsenal-Kapitän drängt Barcelona auf einen Wechsel.
Von Francois DUCHATEAU
Die lang ersehnte wie beliebte Auszeichnung kehrt zurück. Im Doppelpass mit unseren Usern verleihen wir den Goal.com 50-Award. Die Goal.com-Experten auf allen fünf Kontinenten haben genau hingeschaut und die abgelaufene Saison 2009/10 unter die Lupe genommen. Wer schafft es in die Top 50, wer gehörte zu den zehn Besten seiner Zunft? Verteidigt Lionel Messi den Titel? Goal.com gibt die Antworten!
London. Es ist traurig, dass seit über zwei Spielzeiten die Transfersoap-Schlagzeilen die starke Entwicklung von Cesc Fàbregas überschatten, denn sowohl auf Vereinsebene als nach der WM in Südafrika hätte der Arsenal-London-Kapitän einen anderen Platz im Feuilleton verdient gehabt. Seit dem Weggang von Patrick Vieira fehlte den „Gunners“ ein echter Leitwolf auf dem Rasen, doch der junge Spanier konnte diese Rolle direkt in seinem ersten vollständigen Jahr als Anführer ausfüllen. Am Ende landeten die Hauptstädter auf einen respektablen dritten Platz in der Premier League, obwohl viele Kritiker Wengers Truppe vor der Saison bereits außerhalb der Top Vier vermuteten.
Kleine aber entscheidende Weltmeister-Rolle
Cesc Fabregas hatte es nicht immer leicht auf seinem Weg zum Weltklasse-Mittelfeldspieler: In jungen Jahren ließ er seine Heimat Katalonien hinter sich, um nach Nord-London umzusiedeln, sehr zum Ärger von Manchester United und Chelsea, die ebenfalls um seine Dienste buhlten. Und trotz Klasse-Leistungen und Binde um den Arm bei einem europäischen Topclub war ein Stammplatz in der spanischen Nationalmannschaft bisher nicht drin für den 23-Jährigen. Im Schatten von Ballzauberern wie Xavi und Andres Iniesta erlebte der 175cm-Mann in Südafrika zum zweiten Mal hintereinander, was es heißt knapp an der ersten Elf vorbeizuschrammen. Seinen Stammplatz hatte Cesc erneut nur auf der Bank, zu mehr als 126 Turnierminuten reichte es nicht. Im offiziellen Castrol Index WM-Ranking belegte er lediglich den 400. Platz. Dennoch war sein Input ein ganz entscheidender bei der 19. Weltmeisterschaft: Mit nur noch vier Minuten in der Final-Verlängerung zu spielen, überlistete der Stratege vier Holländer mit seinem Zuspiel auf Andres Iniesta. Rafael van der Vaart konnte nur zusehen, wie der Barça-Mann Spaniens historisch ersten WM-Sieg eintütete. Das war die Rolle, nach der sich Fabregas auf höchster Fußballebene sehnte.
30 Scorerpunkte als Kapitän
Die Frage, ob Cesc Verantwortung übernehmen könne, wurde zuvor bereits auf der Insel beantwortet. Viele Zweifel gab es nach seiner Ernennung zum Kapitän vor der Saison, doch bereits am Eröffnungsspieltag strafte Fabregas seine Kritiker, indem er Arsenal zu einem 6:1 gegen Everton im Goodison Park führte. Statt dies an die große Glocke zu hängen, widmete er seinen Torjubel dem verstorbenen Dani Jarque. Was folgte war seine mit Abstand produktivste Saison als „Gunner“: Trotz lediglich 27 Spielen von Anfang an kam Cesc auf 15 Tore und ebenso vielen Vorlagen. Wenger verabschiedete sein 4-4-2 nach dem Weggang von Adebayor zu Manchester City und das 4-3-3 war Fabregas wie auf den Leib geschnitten. Die Saisonleistung muss noch höher eingestuft werden, wenn man berücksichtigt, wie lange Wenger ohne Robin van Persie auskommen musste, der sich auf dem Feld mit Fabregas blind und blendend versteht.
Ausgerechnet von Barcelona vorgeführt
Doch auch als Joker zeigte Cesc seine Klasse: Bei Einsatz 28 gegen Aston Villa kam er in die Partie und ließ für einen Augenblick den Traum vom vierten Premier-League-Titels des französischen Professors aufleben, als er zuerst einen Freistoß verwandelte und dann ein zweites Mal einlochte. Ein wichtiger „Dreier“ gegen Martin O’Neills Mannschaft. Doch es sollte nicht reichen: Cesc hatte zum Saisonende mit einigen Verletzungen zu kämpfen, biss ausgerechnet im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona auf die Zähne und verwandelte einen Elfmeter, der Arsenals Hoffnungen aufs Weiterkommen für einen Augenblick am Leben hielt. Doch im Camp Nou wurden die Briten weggefegt. Eine ironische Demonstration dessen, wo die Nummer 4 kommende Saison wohl bessere europäische Perspektiven hätte.
Iniesta schwärmt
Arsenal vermisste Cesc zum Saisonende schmerzlichst, unterm Strich darf Fabregas dennoch auf eine starke Spielzeit zurückblicken, in der er sich zum absoluten Star der Mannschaft manifestierte. Obwohl das letzte Wort für seine Zukunft noch nicht gesprochen sein dürfte, so wird er laut Kollege Iniesta noch ein weiteres Jahr im Emirates kicken – vorerst. Um den Bogen aus der Einleitung zu schließen sollte man viel lieber ein anderes Zitat zu ihm von Iniesta zu Rate ziehen. Es ist zwar naiv einen Stil einer ganzen Mannschaft an einem Spieler festzumachen, doch diese Saison hat Fabregas gezeigt, dass er die Bravour hat, um Arsenal als Spielmacher in Zukunft zu dem ein oder anderen Titel zu führen.
London. Es ist traurig, dass seit über zwei Spielzeiten die Transfersoap-Schlagzeilen die starke Entwicklung von Cesc Fàbregas überschatten, denn sowohl auf Vereinsebene als nach der WM in Südafrika hätte der Arsenal-London-Kapitän einen anderen Platz im Feuilleton verdient gehabt. Seit dem Weggang von Patrick Vieira fehlte den „Gunners“ ein echter Leitwolf auf dem Rasen, doch der junge Spanier konnte diese Rolle direkt in seinem ersten vollständigen Jahr als Anführer ausfüllen. Am Ende landeten die Hauptstädter auf einen respektablen dritten Platz in der Premier League, obwohl viele Kritiker Wengers Truppe vor der Saison bereits außerhalb der Top Vier vermuteten.
Kleine aber entscheidende Weltmeister-Rolle
Cesc Fabregas hatte es nicht immer leicht auf seinem Weg zum Weltklasse-Mittelfeldspieler: In jungen Jahren ließ er seine Heimat Katalonien hinter sich, um nach Nord-London umzusiedeln, sehr zum Ärger von Manchester United und Chelsea, die ebenfalls um seine Dienste buhlten. Und trotz Klasse-Leistungen und Binde um den Arm bei einem europäischen Topclub war ein Stammplatz in der spanischen Nationalmannschaft bisher nicht drin für den 23-Jährigen. Im Schatten von Ballzauberern wie Xavi und Andres Iniesta erlebte der 175cm-Mann in Südafrika zum zweiten Mal hintereinander, was es heißt knapp an der ersten Elf vorbeizuschrammen. Seinen Stammplatz hatte Cesc erneut nur auf der Bank, zu mehr als 126 Turnierminuten reichte es nicht. Im offiziellen Castrol Index WM-Ranking belegte er lediglich den 400. Platz. Dennoch war sein Input ein ganz entscheidender bei der 19. Weltmeisterschaft: Mit nur noch vier Minuten in der Final-Verlängerung zu spielen, überlistete der Stratege vier Holländer mit seinem Zuspiel auf Andres Iniesta. Rafael van der Vaart konnte nur zusehen, wie der Barça-Mann Spaniens historisch ersten WM-Sieg eintütete. Das war die Rolle, nach der sich Fabregas auf höchster Fußballebene sehnte.
30 Scorerpunkte als Kapitän
Die Frage, ob Cesc Verantwortung übernehmen könne, wurde zuvor bereits auf der Insel beantwortet. Viele Zweifel gab es nach seiner Ernennung zum Kapitän vor der Saison, doch bereits am Eröffnungsspieltag strafte Fabregas seine Kritiker, indem er Arsenal zu einem 6:1 gegen Everton im Goodison Park führte. Statt dies an die große Glocke zu hängen, widmete er seinen Torjubel dem verstorbenen Dani Jarque. Was folgte war seine mit Abstand produktivste Saison als „Gunner“: Trotz lediglich 27 Spielen von Anfang an kam Cesc auf 15 Tore und ebenso vielen Vorlagen. Wenger verabschiedete sein 4-4-2 nach dem Weggang von Adebayor zu Manchester City und das 4-3-3 war Fabregas wie auf den Leib geschnitten. Die Saisonleistung muss noch höher eingestuft werden, wenn man berücksichtigt, wie lange Wenger ohne Robin van Persie auskommen musste, der sich auf dem Feld mit Fabregas blind und blendend versteht.
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Cesc Fabregas
Moment der Saison
![]() Cesc legt das entscheidende Tor auf, das Spanien die erste WM sichert
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Doch auch als Joker zeigte Cesc seine Klasse: Bei Einsatz 28 gegen Aston Villa kam er in die Partie und ließ für einen Augenblick den Traum vom vierten Premier-League-Titels des französischen Professors aufleben, als er zuerst einen Freistoß verwandelte und dann ein zweites Mal einlochte. Ein wichtiger „Dreier“ gegen Martin O’Neills Mannschaft. Doch es sollte nicht reichen: Cesc hatte zum Saisonende mit einigen Verletzungen zu kämpfen, biss ausgerechnet im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona auf die Zähne und verwandelte einen Elfmeter, der Arsenals Hoffnungen aufs Weiterkommen für einen Augenblick am Leben hielt. Doch im Camp Nou wurden die Briten weggefegt. Eine ironische Demonstration dessen, wo die Nummer 4 kommende Saison wohl bessere europäische Perspektiven hätte.
Iniesta schwärmt
Arsenal vermisste Cesc zum Saisonende schmerzlichst, unterm Strich darf Fabregas dennoch auf eine starke Spielzeit zurückblicken, in der er sich zum absoluten Star der Mannschaft manifestierte. Obwohl das letzte Wort für seine Zukunft noch nicht gesprochen sein dürfte, so wird er laut Kollege Iniesta noch ein weiteres Jahr im Emirates kicken – vorerst. Um den Bogen aus der Einleitung zu schließen sollte man viel lieber ein anderes Zitat zu ihm von Iniesta zu Rate ziehen. Es ist zwar naiv einen Stil einer ganzen Mannschaft an einem Spieler festzumachen, doch diese Saison hat Fabregas gezeigt, dass er die Bravour hat, um Arsenal als Spielmacher in Zukunft zu dem ein oder anderen Titel zu führen.
Goal.com-Umfrage
Die Umfrage läuft vom 26.07.2010 bis zum 02.08.2010
Die Umfrage läuft vom 26.07.2010 bis zum 02.08.2010
Wechselt Cesc Fabregas zum FC Barcelona?
Irgendwann bestimmt, aber nicht vor der kommenden Saison
50.89%
Ja, noch in diesem Sommer
35.94%
Nein, der Transfer wird nur ein Traum für beide Seiten bleiben
13.17%
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Goal.com-Flutlicht
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