Eintracht Frankfurt empfängt den FC Augsburg - Nur Abstiegskampf oder mehr?

Nach engagierten Leistungen folgte für beide Teams in der Vorwoche kein Happy-End. Nun wollen die Kontrahenten wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.
Frankfurt. Mit Eintracht Frankfurt und dem FC Augsburg treffen am Samstag zwei Teams aufeinander, welche am vergangenen Spieltag überraschend gut mit den ganz Großen der Liga mithalten konnten. Die Frankfurter Eintracht trat in München gegen den FC Bayern mit viel Mut und Willen auf, für den ganz großen Wurf reichte es am Ende aber nicht.

Ähnlich lief es für den FC Augsburg. Zuhause war man gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund einige Zeit die bessere Mannschaft, spielte mutig nach vorne und hatte einige Chancen, nur das Glück im Abschluss fehlte, wodurch man trotz viel Einsatz am Ende wieder null Punkte auf der Habenseite zu verzeichnen hatte.

Druck und Hoffnung in Augsburg

Beide Teams, welche zum allerersten Mal überhaupt aufeinander treffen, wollen ihre guten Auftritte nun wiederholen, aber mit jeweils mehr Erfolg. Der Druck beim FC Augsburg dürfte dabei um einiges höher sein. Mit nur sechs Punkten und genau so wenig erzielten Toren stehen die bayrischen Schwaben bereits jetzt fünf Punkte von einem Nicht-Abstiegsplatz entfernt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang.

Doch das Dortmund-Spiel sollte dem Team von Markus Weinzierl Mut machen. Insbesondere Tobias Werner glänzte gemeinsam mit Matthias Ostrzolek auf dem linken Flügel, ebenso Sascha Mölders nach seiner Einwechslung, der den langerhofften Abschluss in die Augsburger Offensive zurückbrachte.



Ausfall im Augsburger Tor

Allerdings muss der FCA die restliche Hinrunde auf Simon Jentzsch verzichten. Der routinierte Torwart fällt aufgrund einer langwierigen Ringfingerverletzung, mit der sich der Ex-60er schon vergangene Saison herumplagte, eine Weile aus. Ersetzen wird ihn, wie sonst auch, der 23-jährige Marokkaner Mohamed Amsif.

Mit einem Punktgewinn in Frankfurt will der FC Augsburg nun im Tabellenkeller Anschluss halten - wie das gelingen kann, machte vor zwei Wochen Tabellennachbar Greuther Fürth vor.

Ambitionen, Tiefstaplerei und Minikrise in Frankfurt

In Frankfurter Fankreisen wird vor dem Duell gegen die Augsburger tiefstapelnd von wichtigen Punkten gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gesprochen. Doch geht es für die Eintracht wirklich nur darum? Nach einem Drittel der Saison steht man mit 20 Punkten immer noch auf Platz drei der Tabelle - einem direkten Champions-League-Platz.

Es müsste ein dramatischer Einbruch folgen, damit die Frankfurter wirklich noch mit dem Abstieg zu tun bekommen. Doch andererseits sitzen in der Main-Metropole verbrannte Kinder - vor zwei Jahren spielte man eine ähnlich erfolgreiche Hinrunde, überwinterte auf Platz sieben und stieg am Ende als 17. ab.



Eintracht-Sturm auf Formsuche

Aktuell bleiben die Erfolge zudem ein wenig aus. Aus den letzten drei Bundesligaspielen konnte die Eintracht insgesamt nur einen Punkt mitnehmen, gegen Greuther Fürth tat man sich im letzten Heimspiel sehr schwer. Zudem plagt die Frankfurter langsam aber sicher ein Stürmerproblem: Olivier Occean läuft seiner Form weiter hinterher, Karim Matmour und Erwin Hoffer stellen für Armin Veh auch keine dauerhaften Alternativen dar.

Gegen die Augsburger wird voraussichtlich erneut Occean auflaufen. Falls dieser aber nicht langsam seinen Torinstinkt wiederfindet, sind Neuverpflichtungen in der Winterpause relativ wahrscheinlich, im Gespräch ist bereits ein Transfer von Abdou Traoré, der aktuell bei Lechia Gdansk in Polen aktiv ist.

Wiedersehen für Armin Veh

Ein besonderes Spiel wird das Duell sicherlich für Eintracht-Trainer Armin Veh. Der 51-jährige wurde in Augsburg geboren, spielte in der Jugend beim FCA und war dort auch bereits zweimal als Trainer tätig. Nun empfängt er seinen Ex-Verein erstmals im Frankfurter Adlerhorst.

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