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Gareth Bale entscheidet Copa-del-Rey-Finale

Gareth Bale entscheidet sein erstes Finale mit einem späten Treffer. Der FC Barcelona kann auch im Pokal nicht überzeugen, Real Madrid gewinnt den ersten Titel der Saison.

Madrid. 91-Millionen-Mann Gareth Bale hat Real Madrid auch ohne seinen prominenten Nebenmann Cristiano Ronaldo zum 19. spanischen Pokalsieg geschossen. Die Königlichen siegten im Endspiel der Copa del Rey verdient 2:1 (1:0) gegen den FC Barcelona und machten im Clásico gleichzeitig die letzte realistische Titelchance des Erzrivalen zunichte.

Den entscheidenden Treffer erzielte Bale nach einem Sololauf über den halben Platz (85.). Der Argentinier Ángel di María hatte die Königlichen bereits nach elf Minuten erstmals in Führung geschossen, Marc Bartra traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (68.). Für Real-Trainer Carlo Ancelotti war es der erste Titel seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer.

Der Portugiese Ronaldo, bisher mit 45 Saisontoren in 41 Pflichtspielen, leidet an einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel und arbeitet auf das Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München am kommenden Mittwoch hin.



Barça steckt dagegen wie sein Superstar Lionel Messi weiter tief in der Krise. In der Liga liegt das Team von Trainer Gerardo Martino fünf Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter Tabellenführer Atlético und einen Zähler hinter Real. In der Champions League war Barca im Viertelfinale an Atlético gescheitert.

Madrid, das die beiden Ligaspiele gegen Barcelona verloren hatte (1:2/3:4), eröffnete die kurzweilige, aber nicht hochklassige Partie mit einer druckvollen Anfangsphase, Bale scheiterte zweimal früh. Die verdiente Führung fiel dann allerdings nach einem Konter, di María vollendete den sehenswerten Gegenzug über den Ex-Leverkusener Daniel Carvajal, Bale und Karim Benzema.

Real mit besseren Möglichkeiten

Erst danach zogen die Katalanen ihr gewohntes Spiel auf und hielten den Ball länger in den eigenen Reihen. Chancen erspielte sich der Rekordpokalsieger (26 Titel) bis auf einen Kopfball von Jordi Alba (18.) allerdings nicht.

Die besseren Gelegenheiten hatten weiter die Königlichen mit ihren schnellen und präzisen Gegenstößen. Iscos Schuss blockte Alba in letzter Sekunde (35.), einen Querpass auf den freistehenden Bale verhinderte Sergio Busquets zwei Minuten später mit letzter Kraft.



Nach dem Seitenwechsel häuften sich auf beiden Seiten zunächst ungewohnte Fehler, das Spiel wurde hektisch. Real blieb das bessere Team und hatte Pech: Benzema traf nur den Pfosten (66.), ein Tor von Bale wurde nicht anerkannt, weil der Waliser Barça-Keeper José Manuel Pinto behindert haben soll (67.). Im Gegenzug glich Bartra per Kopf nach einer Ecke von Xavi aus. Für die Entscheidung sorgte Bale mit seinem spektakulären Sololauf. Neymar hätte fast noch die Verlängerung erzwungen, scheiterte aber am Pfosten (89.).

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