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Golden Moments: Algeriens größtes WM-Spiel – der Stoß gegen Deutschland (1982)
Es gibt Spiele, die schreiben Geschichte. In unserer WM-Serie beleuchten wir die Golden Moments der WM-Teilnehmer, blicken auf heroische Siege zurück und wandeln auf den Spuren legendärer Spieler. Heute bringen wir euch den größten Erfolg der algerischen Nationalmannschaft näher, als man Deutschland in der Gruppenphase der WM 1982 überraschend mit 2:1 schlug.
Von Dirian EL AMINE
Algier. 18 Menschen starben, über 250 verletzten sich. Der Grund dafür: Man feierte Algeriens Qualifikation zur anstehenden Weltmeisterschaft und den Torschützen im Hass-Duell gegen Ägypten, Anthar Yahia. Algerien taumelte vor Freude – Freudentränen für die Toten. Und just in diesem Moment flammen natürlich alte Erinnerungen wieder auf. 28 Jahre ist es her, als die Algerier einen unvergesslichen Erfolg verzeichnen konnten: Der 2:1-Sieg über die Deutschen im spanischen Gijón.
Das Spiel
42.000 Zuschauer wurden im „El Molinon“ Zeugen eines debakulösen Auftrittes der deutschen Nationalmannschaft. WM-Debütant Algerien schien an diesem Tag von den Deutschen um Magath, Hrubesch und Breitner schlichtweg unterschätzt worden zu sein. Fader Spielaufbau, unkonzentrierte Abwehrarbeit – der deutsche Rumpelfußball. So folgte in der 53. Spielminute die Strafe: Ballzauberer Rabah Madjer stiftet mit seinem Führungstor den grenzenlosen Jubel der Außenseiter an. Und nach Rummenigges Ausgleich setzten die Nordafrikaner gar zum finalen Stoß an: Lakhdar Belloumi hieß der Glückliche. Noch heute werden die beiden algerischen Torschützen, Madjer und Belloumi, in der Heimat als Helden verehrt.
Der Nichtangriffspakt
Überwältigt waren die Algerier sicherlich, erkämpften sich nach einer Niederlage gegen Österreich und einem Sieg über die chilenische Auswahl eine gute Ausgangsposition. Das Erreichen des Achtelfinales stand den „Wüstenfüchsen“ in Aussicht. Doch es sollte anders kommen: Deutschland und Österreich trafen im letzten Gruppensiel aufeinander. Die Ausgangslage: Deutschland musste die Partie gewinnen, um weiterzukommen. Die Österreicher hatten sich dagegen bereits für die nächste Runde qualifiziert. So kam es nach dem Führungstreffer durch Horst Hrubesch für die deutsche Auswahl zu einem Skandal, dem Nichtangriffspakt von Gijón. Beide Mannschaften stellten das Fußballspielen ein, ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen – in der Gewissheit, Algerien um seinen Achtelfinaleinzug betrogen zu haben.
Rache und Wehmut
Fünf Jahre später rächte sich Rabah Madjer am deutschen Fußball. Der FC Porto besiegte Bayern München dank eines Treffers durch den Algerier im Finale um den Europapokal der Landesmeister 1987 – eine Genugtuung für das algerische Volk nach der Schande von Gijón. Doch heute blickt man nicht nur stolz, sondern auch ein wenig wehmütig auf diese goldene Generation zurück. Auch der damalige Nationaltrainer Rachid Mekhloufi sagt: „Das war ein hochtalentierter Kader, der völlig schnörkellos spielte.“ Heute backt man wieder kleinere Brötchen in Algerien. Allein die Qualifikation zur Weltmeisterschaft wurde frenetisch bejubelt. Angesichts der Opferzahlen sollte man sich in Algerien vor weiteren Erfolgen vielleicht hüten.
WM-Gastgeber Durban
Eure Meinung: Mit welchen Gefühlen habt ihr die Niederlage Deutschlands vervolgt? War der Nichtangriffspakt gegen Österreich in Ordnung?
Das Spiel
42.000 Zuschauer wurden im „El Molinon“ Zeugen eines debakulösen Auftrittes der deutschen Nationalmannschaft. WM-Debütant Algerien schien an diesem Tag von den Deutschen um Magath, Hrubesch und Breitner schlichtweg unterschätzt worden zu sein. Fader Spielaufbau, unkonzentrierte Abwehrarbeit – der deutsche Rumpelfußball. So folgte in der 53. Spielminute die Strafe: Ballzauberer Rabah Madjer stiftet mit seinem Führungstor den grenzenlosen Jubel der Außenseiter an. Und nach Rummenigges Ausgleich setzten die Nordafrikaner gar zum finalen Stoß an: Lakhdar Belloumi hieß der Glückliche. Noch heute werden die beiden algerischen Torschützen, Madjer und Belloumi, in der Heimat als Helden verehrt.
Der Nichtangriffspakt
Überwältigt waren die Algerier sicherlich, erkämpften sich nach einer Niederlage gegen Österreich und einem Sieg über die chilenische Auswahl eine gute Ausgangsposition. Das Erreichen des Achtelfinales stand den „Wüstenfüchsen“ in Aussicht. Doch es sollte anders kommen: Deutschland und Österreich trafen im letzten Gruppensiel aufeinander. Die Ausgangslage: Deutschland musste die Partie gewinnen, um weiterzukommen. Die Österreicher hatten sich dagegen bereits für die nächste Runde qualifiziert. So kam es nach dem Führungstreffer durch Horst Hrubesch für die deutsche Auswahl zu einem Skandal, dem Nichtangriffspakt von Gijón. Beide Mannschaften stellten das Fußballspielen ein, ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen – in der Gewissheit, Algerien um seinen Achtelfinaleinzug betrogen zu haben.
Rache und Wehmut
Fünf Jahre später rächte sich Rabah Madjer am deutschen Fußball. Der FC Porto besiegte Bayern München dank eines Treffers durch den Algerier im Finale um den Europapokal der Landesmeister 1987 – eine Genugtuung für das algerische Volk nach der Schande von Gijón. Doch heute blickt man nicht nur stolz, sondern auch ein wenig wehmütig auf diese goldene Generation zurück. Auch der damalige Nationaltrainer Rachid Mekhloufi sagt: „Das war ein hochtalentierter Kader, der völlig schnörkellos spielte.“ Heute backt man wieder kleinere Brötchen in Algerien. Allein die Qualifikation zur Weltmeisterschaft wurde frenetisch bejubelt. Angesichts der Opferzahlen sollte man sich in Algerien vor weiteren Erfolgen vielleicht hüten.
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Algerien - Rwanda
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Algerien 3-0 Rwanda
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Algerien 0-3 Rwanda
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