|
|
Die WM-Stars – Italiens Gianluigi Buffon: Der Superman
Die Temperaturen sinken zwar noch nicht wirklich, doch die Vorfreude auf die WM in Südafrika steigt von Tag zu Tag. Um euch die Wartezeit auf das farbenfrohe Fußballfest und den Klang der Vuvuzuelas zu verkürzen, haben wir unsere Serie Know Your Rivals ins Leben gerufen. In dieser Woche erfährt ihr alles über die Stars der 32 WM-Teilnehmer. Heute: Italiens Gianluigi Buffon.
Von Falko BLÖDING
Turin. In Italien wird im Vorfeld der WM heiß diskutiert. Im Mittelpunkt steht das Thema, ob die „Azzurri“, im Gegensatz zu 2006, noch über echte Spieler der Marke „Weltklasse“ verfügen. Viele Tifosi sehen das dieser Tage skeptisch und nur Wenige rechnen mit einer erfolgreichen Titelverteidigung. Ein Spieler ist aber definitiv über alle Zweifel erhaben: Gianluigi Buffon. Der Torhüter von Juventus Turin zählt zu den stärksten Keepern auf diesem Planeten, in Topform kann ihm Niemand das Wasser reichen.
Teuerster Torwart aller Zeiten
Buffon verdiente sich seine ersten Sporen in der Serie A bei seinem
Heimatverein FC Parma. Dort hütete er seit 1995 (Debüt im zarten Alter von 17 Jahren) den Kasten. Sein großes Talent war unverkennbar und Juventus Turin zahlte 2001 die Rekordablöse von 54 Millionen Euro für ihn. Noch heute ist der Mann aus Carrare in der Toskana damit der teuerste Keeper überhaupt. Doch die Investition machte sich bezahlt: Bei der „Alten Dame“ reifte der Schlussmann weiter, wurde zum unumstrittenen Rückhalt des Rekordmeisters und 2002 schließlich auch die Nummer eins in der Nationalmannschaft.
„Ich wurde Torwart um Spaß zu haben“
Dabei strebte der Torhüter, der den passenden Spitznamen „Superman“ trägt, zunächst gar keine Karriere zwischen den Pfosten an. In der Jugend war er ein talentierter Stürmer, spielte sogar in Auswahlmannschaften. In einem Interview erinnerte er sich: „Es gab objektiv keinen Grund, dass ich meine Position als Feldspieler aufgebe. [...] Ich war bereits ein wichtiger Spieler und deshalb ergab es keinen Sinn, ins Tor zu gehen. Als ich in diesem Jahr gemeinsam mit meinem Vater Bilder von der WM 1990, insbesondere von Thomas N’Kono, dem Torwart Kameruns, sah, erinnerte ich mich, dass ich mir damals sagte: ‚Ich werde die Position wechseln. Einfach so, um Spaß zu haben.’
Ein ganzes Arsenal an Ehrungen
Seine Titel und Ehrungen sprechen für sich. Hier ein kleiner Auszug: Viermaliger Welttorhüter des Jahres (eine Marke, die kein anderer Torwart je erreichte), U-21-Europameister mit Italien, Weltmeister mit Italien, UEFA-Cup-Sieger, zweimaliger italienischer Meister, italienischer Pokalsieger und siebenfacher Keeper des Jahres in Italien. Zu seinem Leistungsvermögen sagte Buffon Ende 2006: „Ich bin auch wegen meiner Stärke, nach vorne zu schauen, einer der besten Keeper. Deshalb weiß ich, dass es durchaus möglich ist, dass ich noch besser werde. Und es ist mein Ziel, die anderen noch weiter hinter mir zu lassen.“
Ein sympathischer Typ
Doch Buffon wird im Land des Weltmeisters nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen geschätzt. Er ist einfach ein Typ, der gut ankommt. Seine Interviews sind nicht von 08/15-Phrasen geprägt, sondern kommen immer auf den Punkt. Zudem besitzt der 32-jährige eine große Portion Humor und das, was man im Allgemeinen als „Leader-Qualitäten“ bezeichnet. Er ist Italiens Vize-Kapitän und absoluter Führungsspieler der „Azzurri“.
„Die in der Serie A können mich mal“
Als Juventus Turin 2006 im Zuge des „Calciopoli“-Skandals den bitteren Gang in die zweite Liga antreten musste, hielt Buffon seinem Klub die Treue. „Ich habe mich dazu verpflichtet gefühlt. Schon der Zwangsabstieg hat mir sehr wehgetan – in so einem Moment Juve zu verlassen, hätte ich nicht übers Herz gebracht. Ich wollte etwas Neues machen und wissen, wie sich das anfühlt. Im Übrigen: Die in der Serie A können mich mal.“, erklärte er damals.
Einige Blessuren in dieser Spielzeit
In dieser Saison hat Buffon mit Verletzungen zu kämpfen. Zunächst machte der Ellenbogen Probleme, dann war es das Knie. Er musste bereits mehrfach operiert werden, auch aktuell fällt er aus. Doch mit seinem Comeback wird in den nächsten Wochen gerechnet. Es bleibt also genug Zeit, damit er rechtzeitig zur Weltmeisterschaft wieder in Topform kommt. Italien braucht einen Gigi Buffon in guter Verfassung, um den Titel zu verteidigen.
Teuerster Torwart aller Zeiten
Buffon verdiente sich seine ersten Sporen in der Serie A bei seinem
Heimatverein FC Parma. Dort hütete er seit 1995 (Debüt im zarten Alter von 17 Jahren) den Kasten. Sein großes Talent war unverkennbar und Juventus Turin zahlte 2001 die Rekordablöse von 54 Millionen Euro für ihn. Noch heute ist der Mann aus Carrare in der Toskana damit der teuerste Keeper überhaupt. Doch die Investition machte sich bezahlt: Bei der „Alten Dame“ reifte der Schlussmann weiter, wurde zum unumstrittenen Rückhalt des Rekordmeisters und 2002 schließlich auch die Nummer eins in der Nationalmannschaft.
„Ich wurde Torwart um Spaß zu haben“
Dabei strebte der Torhüter, der den passenden Spitznamen „Superman“ trägt, zunächst gar keine Karriere zwischen den Pfosten an. In der Jugend war er ein talentierter Stürmer, spielte sogar in Auswahlmannschaften. In einem Interview erinnerte er sich: „Es gab objektiv keinen Grund, dass ich meine Position als Feldspieler aufgebe. [...] Ich war bereits ein wichtiger Spieler und deshalb ergab es keinen Sinn, ins Tor zu gehen. Als ich in diesem Jahr gemeinsam mit meinem Vater Bilder von der WM 1990, insbesondere von Thomas N’Kono, dem Torwart Kameruns, sah, erinnerte ich mich, dass ich mir damals sagte: ‚Ich werde die Position wechseln. Einfach so, um Spaß zu haben.’
Ein ganzes Arsenal an Ehrungen
Seine Titel und Ehrungen sprechen für sich. Hier ein kleiner Auszug: Viermaliger Welttorhüter des Jahres (eine Marke, die kein anderer Torwart je erreichte), U-21-Europameister mit Italien, Weltmeister mit Italien, UEFA-Cup-Sieger, zweimaliger italienischer Meister, italienischer Pokalsieger und siebenfacher Keeper des Jahres in Italien. Zu seinem Leistungsvermögen sagte Buffon Ende 2006: „Ich bin auch wegen meiner Stärke, nach vorne zu schauen, einer der besten Keeper. Deshalb weiß ich, dass es durchaus möglich ist, dass ich noch besser werde. Und es ist mein Ziel, die anderen noch weiter hinter mir zu lassen.“
Ein sympathischer Typ
Doch Buffon wird im Land des Weltmeisters nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen geschätzt. Er ist einfach ein Typ, der gut ankommt. Seine Interviews sind nicht von 08/15-Phrasen geprägt, sondern kommen immer auf den Punkt. Zudem besitzt der 32-jährige eine große Portion Humor und das, was man im Allgemeinen als „Leader-Qualitäten“ bezeichnet. Er ist Italiens Vize-Kapitän und absoluter Führungsspieler der „Azzurri“.
„Die in der Serie A können mich mal“
Als Juventus Turin 2006 im Zuge des „Calciopoli“-Skandals den bitteren Gang in die zweite Liga antreten musste, hielt Buffon seinem Klub die Treue. „Ich habe mich dazu verpflichtet gefühlt. Schon der Zwangsabstieg hat mir sehr wehgetan – in so einem Moment Juve zu verlassen, hätte ich nicht übers Herz gebracht. Ich wollte etwas Neues machen und wissen, wie sich das anfühlt. Im Übrigen: Die in der Serie A können mich mal.“, erklärte er damals.
Einige Blessuren in dieser Spielzeit
In dieser Saison hat Buffon mit Verletzungen zu kämpfen. Zunächst machte der Ellenbogen Probleme, dann war es das Knie. Er musste bereits mehrfach operiert werden, auch aktuell fällt er aus. Doch mit seinem Comeback wird in den nächsten Wochen gerechnet. Es bleibt also genug Zeit, damit er rechtzeitig zur Weltmeisterschaft wieder in Topform kommt. Italien braucht einen Gigi Buffon in guter Verfassung, um den Titel zu verteidigen.
Dein Tipp
Italien - Russland
Tipp abgegeben
Most Popular Predictions
-
Italien 2-0 Russland
- 21.58 %
-
Italien 2-1 Russland
- 15.48 %
-
Italien 3-1 Russland
- 8.99 %
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte
Es ging um richtig viel Geld, als der belgische Shootingstar beiden Großklubs aus Manchester absagte und an die „Stamford Bridge“ wechselte. Dort macht er nun so richtig Kasse.
-
Bensingers Bayern – Die FCB-Kolumne: Mit zwei Spitzen gegen dreckige Scheine?
KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!
-
Mit Giovinco, M'Vila & van der Wiel: Die EM-Stars, die in diesem Sommer wechseln könnten
Die EM bietet den teilnehmenden Akteuren die Möglichkeit, sich ins Schaufenster zu stellen, um sich für neue Klubs zu empfehlen - wir bieten einen Überblick der Wechselkandidaten.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde