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Die WM-Stars – Harry Kewell: Der australische Beckham?
Wie wichtig Kewell für die australische Nationalmannschaft ist, weiß man spätestens seit der WM in Deutschland, als er die „Socceroos“ ins Achtelfinale schoss. Kann er den Australiern auch in Südafrika helfen?
Von Claas PHILIPP
Istanbul. „Sheree und ich sind normale Leute“, hat Harry Kewell einmal gesagt, um damit jegliche Vergleiche mit David Beckham gleich im Keim zu ersticken. Denn der Vergleich drängt sich auf. „Sheree“, das ist der englische Soap-Star Sheree Murphy, mit der Kewell seit 2003 verheiratet ist. Aber nicht nur der Umstand, dass der Australier mit einer Berühmtheit vermählt ist, birgt gewisse Parallelen. In der Heimat ist er wie „Becks“ eine Stilikone, für den australischen Herrenausstatter Politix ist er so etwas wie ein Werbebotschafter. Dessen Geschäftsführer Peter Stitch sagte über den Superstar „Socceroos“ einst: „Er personifiziert sowohl Sport als auch Mode, was untypisch in Australien ist. Wenige Sportler hier kleiden sich modisch, so wie man es von Beckham kennt – aber Harry tut das.“
Der vielseitige Offensivmann
Aber auch fußballerisch tun sich Unterschiede zwischen den beiden auf. Kewell agiert wesentlich offensiver, kann sowohl auf dem Flügel als auch als offensiver Mittelfeldspieler spielen, aber auch als Stürmer. Derzeit kann er seine Torgefährlichkeit bei Galatasaray Istanbul unter Beweis stellen. Zuletzt fiel Kewell allerdings verletzungsbedingt aus und hat in diesem Jahr noch kein einziges Pflichtspiel absolviert, ist inzwischen aber genesen und dürfte bald wieder angreifen. Unklar ist, ob der 31-jährige auch nach der WM noch bei den Türken spielen wird – sein Vertrag läuft im Sommer aus, ein weiterer Verbleib ist allerdings nicht ausgeschlossen.
Es begann auf der Insel
Es ist aber auch denkbar, dass Kewell wieder zurück auf die Insel kehrt. Dort war er schon zwischen 1995 und 2003 bei Leeds United tätig, seine erste Station auf der großen Fußballbühne. Danach machte er den nächsten Schritt und ging zum traditionsreichen FC Liverpool, wo er fünf Jahre blieb und in 93 Spielen zwölf Treffer erzielte. 2008 dann wechselte er zu Galatasaray, wo er sich schnell zu einer Stütze entwickelte. In der laufenden Saison hat er beim türkischen Spitzenklub 27 Einsätze auf dem Konto, wobei er 14 Mal traf – eine überzeugende Quote. Gespielt hat er dabei häufig als Stürmer, da Milan Baros seit Oktober verletzungsbedingt fehlte.
Entscheidendes Tor gegen Kroatien
Aber nicht nur auf Vereinsebene konnte Kewell als Vollstrecker überzeugen, auch in der australischen Nationalmannschaft hat er das schon unter Beweis gestellt. An ein Tor wird man sich dabei in der Heimat ganz besonders gern erinnern. Kewell nämlich war es, der bei der WM 2006 in Deutschland im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien für den entscheidenden 2:2-Ausgleich sorgte, der die Socceroos ins Achtelfinale beförderte. Dort schied man gegen den späteren Weltmeister Italien aufgrund eines äußerst umstrittenen Foulelfmeters in der Nachspielzeit sehr unglücklich aus. In Südafrika warten in der Vorrunde nun Deutschland, Serbien und Ghana – und in Australien wäre sicherlich niemand sauer, wenn Kewell wieder den entscheidend Treffer zum Achtelfinal-Einzug beisteuern könnte…
Eure Meinung: Wo landet Kewell mit den Australiern bei der WM in Südafrika?
Der vielseitige Offensivmann
Aber auch fußballerisch tun sich Unterschiede zwischen den beiden auf. Kewell agiert wesentlich offensiver, kann sowohl auf dem Flügel als auch als offensiver Mittelfeldspieler spielen, aber auch als Stürmer. Derzeit kann er seine Torgefährlichkeit bei Galatasaray Istanbul unter Beweis stellen. Zuletzt fiel Kewell allerdings verletzungsbedingt aus und hat in diesem Jahr noch kein einziges Pflichtspiel absolviert, ist inzwischen aber genesen und dürfte bald wieder angreifen. Unklar ist, ob der 31-jährige auch nach der WM noch bei den Türken spielen wird – sein Vertrag läuft im Sommer aus, ein weiterer Verbleib ist allerdings nicht ausgeschlossen.
Es begann auf der Insel
Es ist aber auch denkbar, dass Kewell wieder zurück auf die Insel kehrt. Dort war er schon zwischen 1995 und 2003 bei Leeds United tätig, seine erste Station auf der großen Fußballbühne. Danach machte er den nächsten Schritt und ging zum traditionsreichen FC Liverpool, wo er fünf Jahre blieb und in 93 Spielen zwölf Treffer erzielte. 2008 dann wechselte er zu Galatasaray, wo er sich schnell zu einer Stütze entwickelte. In der laufenden Saison hat er beim türkischen Spitzenklub 27 Einsätze auf dem Konto, wobei er 14 Mal traf – eine überzeugende Quote. Gespielt hat er dabei häufig als Stürmer, da Milan Baros seit Oktober verletzungsbedingt fehlte.
Entscheidendes Tor gegen Kroatien
Aber nicht nur auf Vereinsebene konnte Kewell als Vollstrecker überzeugen, auch in der australischen Nationalmannschaft hat er das schon unter Beweis gestellt. An ein Tor wird man sich dabei in der Heimat ganz besonders gern erinnern. Kewell nämlich war es, der bei der WM 2006 in Deutschland im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien für den entscheidenden 2:2-Ausgleich sorgte, der die Socceroos ins Achtelfinale beförderte. Dort schied man gegen den späteren Weltmeister Italien aufgrund eines äußerst umstrittenen Foulelfmeters in der Nachspielzeit sehr unglücklich aus. In Südafrika warten in der Vorrunde nun Deutschland, Serbien und Ghana – und in Australien wäre sicherlich niemand sauer, wenn Kewell wieder den entscheidend Treffer zum Achtelfinal-Einzug beisteuern könnte…
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