Der serbische Nationaltrainer möchte zwar ein volles Stadion im wichtigen Qualifikationsspiel gegen Belgien, unfaire und gewalttätige Fans duldet er jedoch nicht.
Belgrad. Am Freitagabend findet im Stadion Roter Stern in Belgrad ein richtungweisendes Spiel statt. Es treffen jeweils die Nationalauswahlen von Serbien und Belgien aufeinander, die um einen Ticket für die WM 2014 in Brasilien kämpfen. Sinisa Mihajlovic warnte dabei im Vorfeld die berüchtigten serbischen Fans.Die engste Gruppe?
Im Spiel zwischen den Beiden geht es dabei um enorm wichtige Punkte, Belgien gilt als leichter Favorit. Um den Gruppenfavoriten Kroatien zu stellen, ist für beide Teams eine Niederlage unverzeihlich und ein Sieg unbedingt wünschenswert. Zudem komplettieren die Gruppe ein ambitioniertes Schottland sowie die unangenehmen Mazedonier und Waliser.
Euphorie ja, Pfeifkonzert nein
Den Vorteil im Spiel gegen Belgien erörterte Sinisa Mihajlovic auf einer Pressekonferenz am Donnerstag: „Ich möchte, dass Belgien [vom Publikum] eingeschüchtert wird“, sagte er, sendete jedoch gleichzeitig eine unmissverständliche Botschaft an die in ganz Europa bekannten gewalttätigen Fans. „Die Fans, die planen, die belgische Nationalhymne oder ihr eigenes Nationalteam auszupfeifen, so wie sie es in der Vergangenheit taten, sollten zu Hause bleiben.“
Novi Sad, die Ausweichstation
Die Drohung könnte dabei ernster gemeint sein, als viele dachten. Die gewaltbereiten Fans brachten dem Verband schon mehrfach Geldstrafen im fünfstelligen Betrag ein und schadeten zuletzt auch dem Team, als das Hinspiel gegen Italien im EM-2012-Zyklus wegen Fan-Randale abgebrochen und für Italien gewertet wurde.
Im ersten Heimspiel in diesem Zyklus wurde bereits nach Novi Sad ausgewichen, ein kleines Stadion, das seinen Zweck allerdings erfüllte und sich für weitere Austragungen empfahl - und Mihajlovic scheint davor nicht zurückzuschrecken: „Unsere Fans müssen wissen, dass die rückhaltlose Unterstützung die Welt für die Jungs bedeutet.“
Belgien leicht im Vorteil
Für das Spiel erhoffen sich alle Serben selbstverständlich das Maximum, zumindest ein Punkt soll gegen die „Jungen, Wilden“ aus Belgien herausspringen.
Doch auch diese sind im Aufwind, im Topspiel der Gruppe gegen Kroatien gelang zuletzt ein Unentschieden, wobei für Hazard und Co. sogar mehr drin war.
Ohne Fellaini
In Belgrad müssen sie auf Everton-Star Marouane Fellaini und Romelu Lukaku verzichten - Trainer Marc Wilmots bleibt jedoch optimistisch: „Wir haben einen Kader von 26 Spieler, die stark genug sind, jeden Fehlenden zu ersetzen“, sagte er. „Wir respektieren Serbien, da sie ein gutes Team mit viel Patriotismus auf und abseits des Feldes sind und wir wissen, dass es ein schwieriges Match wird.“
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