Die kuriosesten Trainerentlassungen (Teil 2)

Jörn Andersen wurde in Mainz bereits vor Beginn der Bundesligasaison seinen Job los, Toni Schumacher einst in der Halbzeit in der Kabine gefeuert. RUND hat die kuriosesten Trainerentlassungen ausgewählt. Hier gibt es den zweiten Teil, mit sechs weitere Trainern.

Christoph Daum
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Otto Rehhagel
Es war keine gute Idee von Otto Rehhagel, 1995/96 zum selbst ernannten FC Hollywood zu wechseln. „Otto, warst du zu weich?“, grübelte er, während Gattin Beate die Koffer packte. Platz zwei in der Bundesliga und das Erreichen des Uefa-Cup-Finales zählten nicht. Franz Beckenbauer übernahm die Bayern und gewann den „Cup der Verlierer“, der doch eigentlich Rehhagel gebührt hätte.

Toni Schumacher
Gegen Mannheim spielte Fortuna Köln eine Halbzeit so schlecht „wie vor Christi Geburt“, rief Präsident Jean Löring den Fans auf dem Weg in die Kabine erregt zu. In der Umkleide handelte der „Schäng“ und warf den „Tünn“ noch in der Pause raus. „Löring war nicht mehr Herr seiner Sinne“, erinnert sich Toni Schumacher an diesen 15. Dezember 1999. „Ich bin so traurig“, stammelte Löring.  

Willi Entenmann
Wenn es stimmt, dass man auf dem Gipfel des Erfolges abtreten soll, dann wurde der Schwabe genau im richtigen Moment geschasst: Am 6. November 1993 schenkte er dem 1. FC Nürnberg einen glücklichen Moment, als der Club die Bayern 2:0 schlug. Am 9. November entließ ihn Präsident Gerd Voack. Wahrscheinlich, weil Entenmann beliebter war als er.

Christoph Daum
Der einzige in der Runde, der zwei Trainerposten auf einmal verlor: Nachdem er sich selbst des Gebrauchs von Nasen-Ata überführte, saß er weder bei Bayer Leverkusen auf der Bank noch durfte er die Bundesbuben zur WM coachen. Legendär bleiben die Haarprobe und die Verzweiflung seines Bodyguards Calmund. Aber inzwischen ist das alles „Schnee von gestern, ich hab’ die Nase voll davon“. (Rainer Zobel)

Horst Buhtz

Da führt einer Borussia Dortmund nach Jahren des Leidens wieder an die Tür zur Bundesliga und fliegt dann raus: Weil Buhtz bereits in Nürnberg unterschrieben hatte, dem Gegner in den Relegationsspielen 1976, musste er vorzeitig das Westfalenstadion verlassen. Über Nacht wurde Otto Rehhagel verpflichtet, der die Ernte einfuhr.

Herbert Widmayer
Trotz Meisterschaft und Pokalsieg mit dem Nürnberger Club war Herbert Widmayer der erste Trainer, der nach Gründung der Bundesliga entlassen wurde. Fünf Jahre später kam es noch dicker: Als nordbadischer Verbandstrainer sprang er beim abstiegsbedrohten Aufsteiger KSC ein – um nach acht Tagen, zwei Spielen und 0:7 Toren wieder die Papiere zu bekommen.

Schon gelesen? - Die elf kuriosesten Trainerentlassungen (Teil 1)

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