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Die Besten der Besten haben sich in Madrid getroffen und Iamgamer.de war dabei...


Das Wohnzimmer der Königlichen – es hätte kein Ort besser sein können, als das Stadion Bernabeu in Madrid, um das Finale der PES League Weltmeisterschaft auszutragen. Wir waren für euch live vor Ort, haben den beiden Deutschen Vertretern die Daumen gedrückt und von der Präsidentenloge aus verfolgt, wie erstklassiger Fußball gespielt wird.

Die Besten der Besten

Insgesamt 38 Spieler haben es aus Tausenden geschafft, sich für die World Finals in Madrid zu qualifizieren. Dabei war das Feld international vertreten mit Spielern aus Europa, Japan, Amerika und Ostasien. Für Deutschland traten Mike Linden und Erhan Kaymar an, mit ihrem ganzen PES 2012-Können den WM-Titel endlich nach Deutschland zu holen. Dabei war der Ehrgeiz deutlich zu spüren und beide Spieler waren bestens vorbereitet. Mike, der den passenden Nicknamen „El Matador“ trägt, hatte zuvor täglich zwei bis drei Stunden für dieses Turnier trainiert und dabei auch eine besondere Freistoßvariante trainiert, wie er uns bei Turnierbeginn verriet. Da wunderte es auch nicht, dass er als klares Ziel den Gewinn der Weltmeisterschaft ausgab. Aber es gab auch noch andere Kandidaten etwa aus Frankreich, England oder mit dem Titelverteidiger aus Italien, die dies wollten und zum engen Favoritenkreis zählten.



Mögen die Spiele beginnen

Die World Finals starteten mit einer Gruppenphase, bei der es bereits heiß herging. Leider erwischte Erhan Kaymar nicht seinen besten Tag und verlor gleich sein erstes Spiel kurz vor Schluss gegen Strikel aus Israel mit 0:1. Zwar konnte er anschließend mit einem 2:1 wieder Boden gut machen, aber spätestens nach der folgenden 2:6-Niederlage, war ein Weiterkommen unmöglich geworden. Anders hingegen lief es bei „El Matador“, der den Stier gleich an den Hörnern packte und einen furiosen Start hinlegte. Mit vier Siegen aus vier Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 14:7 unterstrich er seine Titelambitionen. Doch als FC Bayern München-Fan war ihm schnell klar, dass dies noch nichts zu bedeuten hatte.

Dramatik pur!

In der K.O.-Runde ging es nun richtig zur Sache und so mancher Spieler zeigte ein wackeliges Nervenkostüm. Dies war jedoch nicht bei Mike der Fall, denn er zog mit einem souveränen 2:0 ins Viertelfinale, wo ihn ein richtiger Brocken erwartete. Der Argentinier Franracchi kämpfte und sorgte für ein nervenaufreibendes Spiel.

Nachdem der Deutsche noch souverän mit 1:0 in Führung ging, konterte der Südamerikaner durch sicheres Passspiel und schoss in der 88. Minute sogar das 1:2. Aber, wer dachte, dass das Spiel hier enden würde, sah sich getäuscht. In der buchstäblich letzten Sekunde gelang Mike der laut umjubelte Ausgleichstreffer und beide Spieler mussten in die Verlängerung. Der Argentinier zeigte Nerven und vertändelte unnötig den Ball, woraus gleich zwei Tore des Deutschen resultierten. Da konnte auch der späte 4:3-Anschlusstreffer nichts mehr retten und Mike zog ins Halbfinale ein. 



Der Klassiker!

Während Strikel aus Israel bereits seine Halbfinalpartie für sich entschieden hatte und ins Finale zog, kam es im zweiten Spiel zum Klassiker zwischen Deutschland und Spanien. Vor vollen Rängen auf der Ehrentribüne im Stadion Bernabeau gab es ein Wechselbad der Gefühle. Mike konnte zu Beginn das 1:0 erzielen und dominierte die Anfangsphase größtenteils. Doch der Spanier gab nicht auf und biss sich zurück ins Match, was den Deutschen sichtlich nervös machte. Und PaUU24 drehte so richtig auf und schoss gleich vier Tore, wobei er seine Konter immer wieder geschickte nutzte. Zwar versuchte der Deutsche alles, um das Spiel noch zu drehen und spielte zeitweise sogar mit vier Stürmern, aber mehr als 2:4 sprang am Ende für ihn nicht heraus.

Finale dahoam!

Es kam also zum überraschenden Finale zwischen Israel und dem Lokalmatador aus Spanien. Beide zeigten auch gleich, wieso sie um die PES 2012-Krone spielten und lieferten ein echtes Feuerwerk ab, das bis zum Schluss spannend blieb. Beide setzten auf totale Offensive und Torchance folgte auf Torchance. Am Ende konnte sich PaUU24 aus Spanien mit 6:5 gegen den kämpfenden Israeliten den Titel sichern und war am Ende der verdiente Champion, wie auch Konami-Präsident Shinji Hirano befand, der ihm den beeindruckenden Pokal feierlich überreichte.

Der Frust war bei den Verlierern aber schnell vergessen. Und nach einem Media-Cup sowie einer ausführlichen Stadiontour feierten Medienvertreter als auch Spieler dieses einmalige PES League-Event gemeinsam bis in die Morgenstunden. Ein würdiger Abschluss des PES 2012-Jahres! Vielleicht schafft es ja im nächsten Jahr ein Deutscher, den WM-Titel zu holen. Mike sowie Erhan werden sicherlich wieder dabei sein und auch ihr könnt versuchen, euch in der PES League durchzusetzen und euch mit den besten Spielern der Welt zu messen.