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INTERVIEW - Browsergames werden immer beliebter. Goal.com & Iamgamer.de sprachen mit dem Entwickler von Liga-Manager.de und stellen sein neuestes Projekt World-Soccer-Mafia vor.


Hier findet Ihr den ersten Teil des Interviews mit Entwickler Mario Schütt


Browsergames erfreuen sich immer wachsender Beliebtheit. Keine Installation, bedienungsfreundlich und perfekt für Zwischendurch, das sind die Hauptmerkmale eines Browsergames, die auch den Casual-Gamer vor den PC locken. Was passiert, wenn wir Fußball mit einem komplexen Manager paaren und das alles in ein Browsergame verfrachten? Wir erhalten den Liga-Manager, der bereits seit elf Jahren existiert und ab dem ersten Tag an stetig verbessert wurde. Sei es die Aufstellung, das Training, der Stadionausbau oder der Transfermarkt, der Liga-Manager bietet ein umfangreiches und komplexes System, das einen wahren Fußball-Fan mitunter Stunden fesseln kann. Genau das ist auch nötig, denn wer seine Mannschaft zum Erfolg führen will, muss jeden Tag sein Bestes geben, um gegen die Mitstreiter in den, in Echtzeit ablaufenden Liga-Spielen, zu bestehen.

Dabei gibt es mehr als 100 Menüpunkte und Mannschaften aus 176 Ländern, in denen ein gewiefter Manager jeweils ein Team betreuen darf. Auch an Ligen, in denen ihr euch mit anderen messen könnt, wurde nicht gespart. Es gibt die Champions League, den FIFA-Cup (UEFA), nationale Pokalwettbewerbe, Verbandspokal für unterklassige Vereine, den Supercup, Weltpokal und zusätzlich für die Nationalteams die Weltmeisterschaft und Kontinentalmeisterschaften. Alles wird im deutschen Ligamodus gespielt. Ein Paradies für Zahlen- und Fußballfanatiker!

Doch der Einstieg ist hart und könnte einem Neuling oder Laien schnell den Spaß verderben, obwohl es eine Hilfefunktion gibt, die den Start vereinfachen soll. Um auch weniger Fußballbewanderten die Möglichkeit zu bieten, Spaß mit einem Fußballmanager zu haben, arbeitet der Entwickler des Liga-Managers, Mario Schütt an einem Projekt, in dem ihr, in eine völlig neue und hoffentlich für euch noch fremde Welt, eintauchen könnt, die World-Soccer-Mafia. Basierend auf dem bereits seit elf Jahren verfeinerten System des Liga-Managers ging World-Soccer-Mafia vorgestern in die Anmeldephase. Um euch diese neue Art eines Fußballmanagers vorzustellen, haben wir mit Entwickler Mario Schütt gesprochen und wollen euch nachfolgend in diesem Interview die interessantesten Features des Browserspiels vorstellen.

Hier findet Ihr den ersten Teil des Interviews mit Entwickler Mario Schütt

Vorgestern ging die World-Soccer-Mafia in die Anmeldephase. Was für Möglichkeiten werden die Spieler haben?

Mario Schütt: Es wird von Beginn an die Möglichkeit geben, reales Geld in Spielgeld umzuwandeln. Da bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie ich das machen will, damit man sich dadurch einen nicht zu großen Vorteil verschaffen kann. Aber für einen Euro wird man wohl so vier oder fünf Millionen Credits erhalten, so wäre das finanzielle Problem für viele neue User schon mal gelöst. Man wird Spieler und Schiedsrichter bestechen können, Spielabsprachen tätigen und Spiele manipulieren, an denen man gar nicht beteiligt ist. Auch einen Chat wird es geben, der zu mehr Kommunikation führen soll. Mit mehreren Channels, so dürfen sich die Spieler entscheiden, in welchem sie gerade schreiben wollen.

Es ist aber nicht zwingend erforderlich, Credits zu kaufen, um erfolgreich zu sein?

Mario Schütt: Sagen wir mal so, ihr könnt die Meisterschaft auch ohne Credits zu kaufen gewinnen, wenn ihr gut seid, aber es kann ein wenig schwieriger werden. Ich möchte es so halten, das man auch mit einem geringen Portemonnaie das Spiel vernünftig spielen kann. Ich sehe das Spiel im Vordergrund.

Können sie uns schon mal etwas über die weiteren Features erzählen, die ihr noch so in petto habt?

Mario Schütt: Wir werden erst mal schauen, wie das Spiel angenommen wird und was die Spieler für Vorschläge haben. Wenn alles gut läuft, werden wir auch die weiteren Features einfügen. Denn von Anfang an 500 verschiedene Features einzufügen, wäre auch ein bisschen übertrieben. Wir haben vor, im weiteren Verlauf zusätzliche Möglichkeiten einzufügen wie die la Familia, wo sich die Manager in Gruppen organisieren können, um erfolgreicher zu sein oder auch die Gewerkschaften einführen. Die la Familia wird so funktionieren: Wir gehen davon aus, dass 50 Prozent der Schiedsrichter korrupt sind, die andere Hälfte wiederum gehört einer Familie an. Wenn du also eine Familie gründest, kann es sein, dass ein Schiedsrichter deiner Familie zugeteilt wird, aber nur du siehst das. Wenn dann dieser Schiedsrichter ein Spiel für euch pfeift, könnt ihr davon ausgehen, dass es eher positiv ausgehen wird, den braucht man dann auch nicht zu bestechen. Der lässt sich dann auch nur sehr schwer von anderen bestechen, aber es gibt keine 100-prozentige Gewissheit.

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Bei den Gewerkschaften muss man sich das so vorstellen: Die Gewerkschaft sind wir, also alles, was damit zu tun hat, veranlassen mein Team und ich. Nehmen wir mal die Rasenwärter, die wir in einen Streik treten lassen, weil die Jungs zehn Prozent mehr Gehalt wollen. Dann wird der Rasen vernachlässigt und wird immer schlechter und schlechter. Dadurch steigt dann die Verletzungsgefahr. Als weiteres Feature haben wir daran gedacht, dass es möglich sein wird, auch Busfahrer zu bestechen, damit er einen Unfall baut und das Team nicht rechtzeitig ins Stadion kommt. Oder die Spieler kommen nur abgehetzt ins Stadion und können sich nicht mehr richtig vorbereiten. Wir haben eine riesige Liste an Features! Worauf ich mich noch am meisten freue, ist die Hanf-Granate. Da kann man einen Hooligan engagieren, der eine Hanf-Granate auf das Spielfeld schmeißt und man hat vorher dafür gesorgt, dass es nach dem Spiel eine Dopingkontrolle gibt. Wir haben noch Tonnen von Ideen. Das Schöne dabei ist, dass nun alles unfair sein darf, es gibt es keine Grenzen.

Wird es denn auch Strafen geben, wenn man beim Bestechen oder Manipulieren ertappt wird?

Mario Schütt: Ja, es werden willkürlich schwarze Kassen inspiziert, die dann auffliegen können. Dadurch verliert der Spieler bis zu 50 Prozent seines Geldes, das er für Bestechungsversuche und dergleichen gespart hat. Das kann aber jeden treffen und passiert zufällig.

Aber so was wie Gefängnisstrafen wird es nicht geben?


Mario Schütt: (Pause) Oh, das ist eine gute Idee. Als Manager, sehr gut, das ist eine gute Idee (lacht). Nein, das hatte ich noch nicht auf dem Schirm. An Gefängnisstrafen haben wir noch nicht gedacht. Das Schöne bei dem Spiel ist, dsas es im Grunde nichts gibt, was man nicht machen kann. Die Frage ist nur, was wollen die User. Und deswegen werden wir erst mal von Anfang an das Wichtigste machen. Alles andere wird mit den Nutzern gemacht. Die werden nämlich nur so vor Ideen sprühen, da werden wir mit den Ohren schlackern.

Man trifft also immer wieder auf Neues und neue Wege, eine Situation zu lösen. Aber wer so ein Projekt auf die Beine stellt, muss doch ein wahrer Fußball-Fan sein. Würden Sie sich outen und uns ihre Lieblingsmannschaft verraten?

Mario Schütt: Ja ja, ich sag mal soviel, letzten Mittwoch habe ich sehr gelitten.

Bayer Leverkusen wurde von Barcelona an die Wand gespielt.

Mario Schütt: Ja, die sind ein wenig unter die Räder gekommen. Aber man hält trotzdem zum Verein, denn ich habe in Leverkusen gewohnt und das erste Spiel was ich von Leverkusen gesehen habe, war das UEFA-Finalspiel, als ich in der siebten Klasse war. Seit da an bin ich am Verein hängen geblieben. Aber nach dem 3:0 gegen Barcelona hätte ich dem Schiedsrichter am liebsten gesagt: Komm pfeif ab, ich hab kein Bock mehr.

Danke für das Interview. Gibt es zum Schluss noch etwas, dass sie loswerden wollen?

Mario Schütt: Ja eine Sache hätte ich noch. Es gibt einen neuen Server für die World-Soccer-Mafia, der mit SSD-Festplatten bestückt wurde. Sie sind dementsprechend also um einiges schneller in der Auswertung der Daten. Wir haben gehört, dass unsere User es haben wollten und deshalb haben wir uns die neue Hardware besorgt!

Hier findet Ihr den ersten Teil des Interviews mit Entwickler Mario Schütt

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