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Nur mit viel Glück ging die Eintracht gegen einen italienischen Viertligisten als Sieger vom Platz. Umso deutlicher gewinnt indes die Berliner Hertha.

Bardonecchia. Während sich der VfL Wolfsburg und Schalke 04 zu Unentschieden gegen den FC St. Gallen und den VfL Bochum mühten, durften Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Hertha BSC Siege bejubeln. Bei den Berlinern standen beim deutlichen Erfolg über Austria Salzburg die Neuzugänge Roy Beerens und Julian Schieber im Vordergrund.

Eintracht Frankfurt – Alessandria Calcio 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 Rantier (11.), 1:1 Teridi (51., ET), 1:2 Scotto (53., ET), 2:2 Rantier (65., FE), 3:2 Kinsombi (77.)

Aufstellung Frankfurt: Wiedwald – Oczipka, Madlung, Lanig (45. Russ), Chandler – Flum – Gerezgiher (45. Ignjovski), Rosenthal, Meier (45. Djakpa), Kadlec (45. Kinsombi) – Valdez (45. Seferovic)

Eintracht Frankfurt hat sich nach einer kuriosen Testpartie mit 3:2 (0:1) von Alessandria Calcio getrennt. In Bardonecchia setzen die Italiener nach einer müden Anfangsphase das erste Auszufezeichen. Julien Rantier verwandelte einen Freistoß auf 25 Metern zentraler Position direkt. Eintracht Keeper Wiedwald, der mit den schlechten Witterungsbedingungen zu kämpfen hatte, blieb keine Abwehrmöglichkeit.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Die Eintracht, bei der sich die Neuzugänge Valdez und Seferovic die Position im Sturmzentrum teilten, ging binnen zwei Minuten durch Eigentore von Teridi und Scotto mit 2:1 in Führung.

Vor 400 Fans, davon ca. 60 aus Frankfurt, war es erneut Rantier, der Alessandria zurück ins Spiel brachte, indem er einen Foulelfmeter trocken verwandelte. Den Schlusspunkt setze dann aber der eingewechselte David Kinsombi, der einen Torwartpatzer in der 77. Minute zum 3:2 nutze.

Austria Salzburg – Hertha BSC 0:5 (0:3)

Tore: 0:1 Beerens (12.), 0:2 Beerens (28.), 0:3 Baumjohann (37.), 0:4 Schieber (53.), 0:5 Schieber (67.)

Hertha, 1. Halbzeit: Jarstein - Janker, Lustenberger, Hegeler, Plattenhardt - Schulz - Beerens, Baumjohann, Ronny, Ben-Hatira - Wagner

Hertha, 2. Halbzeit: Kraft – van den Bergh, Heitinga, Langkamp, Brooks, Ndjeng – Hosogai, Niemeyer, Stocker – Allagui, Schieber

Gegen völlig überforderte Salzburger konnte Jos Luhukay einiges ausprobieren und schickte alle 22 Akteure auf den Platz. Während er in der ersten Hälfte noch auf ein 4-5-1 mit Sandro Wagner im Sturm setzte, spielte die Hertha im zweiten Durchgang im 5-3-2.

Neuzugang Roy Beerens eröffnete nach zwölf Minuten den Torreigen und netzte nach einem schönen Pass von Ronny zur Führung ein. Kurze Zeit später war es wieder der Niederländer, der diesmal einen Pass von Änis Ben-Hatira erfolgreich verwertete (28.). Alexander Baumjohann stellte per Lupfer den Halbzeitstand her (37.).

Auch die zweite Elf hatte mit Austria überhaupt keine Probleme und führte die Österreicher weiterhin in allen Belangen vor. Ein Doppelpack von Julian Schieber (53.+67.) machte den Klassenunterschied auch im Ergebnis sichtbar.

FC St. Gallen – VfL Wolfsburg 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Cavusevic (27.), 1:1 Malanda (34.)

VfL Wolfsburg: Benaglio (Drewes, 62.)– Schäfer, Knoche(Sprenger, 72.), Naldo (Klose, 46.), Medojevic (Schulz, 72.)– Malanda (Klich, 46.)– Rodriguez(Caligiuri, 46.),  Hunt (Seguin, 46.), de Bruyne (Arnold, 46.), Vieirinha (Stolze, 62.) – Olic (Dost, 46.)

Die beste Nachricht des Tages für die Wolfsburger war wohl, dass Bas Dost nach über fünf Monaten Verletzungspause wieder auf den Rasen zurückkehrte. Der Niederländer wurde zur Halbzeit eingewechselt, konnte aber nicht wirklich auf sich aufmerksam machen.

Zwar agierte die Mannschaft von Dieter Hecking über 90 Minuten überlegen, mehr als ein Treffer sprang dabei aber nicht heraus. Allein Aaron Hunt stand in der Anfangsviertelstunde zwei Mal alleine vor Keeper Marcel Herzog auf (10., 15.).

St. Gallen besann sich schon früh auf Konter und wurde in der 27. Minute belohnt, als Marco Aratore Robin Knoche stehen ließ und Dzengis Cavusevic bediente, der aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste.

Die Wölfe schlugen jedoch schnell zurück, Junior Malanda nutzte nach einer Rodriguez-Ecke einen Abpraller von Keeper Herzog zum Ausgleich (34.). Im Anschluss kontrollierte der VfL weiterhin die Partie, ein Lattenkracher von Arnold (73.) blieb aber die gefährlichste Aktion des VfL nach der Pause. 

Wuppertal – Bayer Leverkusen 1:3 (1:1)

Tore: 0:1 Kießling (24.), 1:1 Leikauf (28.), 1:2 Brandt (47.), 1:3 (86. Eigentor)

Leverkusen: Leno – Jedvai, Toprak, Papdopoulous (46. Spahic), Wendell – Rolfes, Bender – Brandt, Calhanoglu, Son – Kießling

Bayer 04 Leverkusen hat sich gegen den Oberligisten Wuppertaler SV zu einem 3:1 Sieg gemüht. In einer schwachen ersten Hälfte erzielte Stefan Kießling nach einer Calhanoglu-Ecke die Führung (24.). Keine fünf Minuten später schloss Leikauf nach einem Konter zum 1:1 ab (28.).

Kurz nach der Pause erzielte Julian Brandt die erneute Führung für die Werkself (47.). Kurz vor dem Ende fiel dann die Entscheidung. Nach einer Flanke von der rechten Seite fälschte ein Wuppertaler-Verteidiger den Ball unhaltbar ins eigene Netz ab (86.).

Bei Leverkusen gab Neuzugang Kyriakos Papadopoulos sein Debüt. Der Grieche spielte eine Halbzeit lang in der Innenverteidigung neben Ömer Toprak.

VfL Bochum – FC Schalke 04 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Gregoritsch (61.), 1:1 Aogo (89.)

Besondere Vorkommnisse: Aogo verschießt Foulelfmeter (63.)

Schalke: Giefer (15. Wellenreuther) – Ayhan, Friedrich, Santana (45. Matip), Kolasinac – Neustädter (45. Aogo), Höger (62. Itter), Multhaup (69. Borgmann), Fuchs, Meyer (45. Sobotta) -  Avdijaj

6.764 Zuschauer sahen das kleine Ruhrderby, das Vertragsgegenstand des Wechsels von Leon Goretzka zum FC Schalke war. Die Hausherren ergriffen auch sofort die Initiative und waren vor allem in den ersten 45 Minuten das bessere Team. Sestak und Terodde vergaben aus aussichtsreicher Position. Bitter für Schalke: Keeper Fabian Giefer musste den Platz bereits nach 15. Minuten verletzt verlassen.

Bochums Coach Peter Neururer stellte in der zweiten Halbzeit komplett um und brachte elf neue Spieler. Die vielen Wechsel konnte man dem Spiel der Gastgeber zunächst aber nicht anmerken. Bochum bestimmte weiter die Partie und ging durch Gregoritsch, der von Zahirovic bedient wurde, verdient in Führung. Der Weckruf für die Schalker, die jetzt stärker wurden und zu guten Chancen durch Avdijaj und Ayhan kamen. Die größte Gelegenheit vergab allerdings Dennis Aogo, der einen von Christian Fuchs herausgeholten Elfmeter an das Lattenkreuz donnerte (63.) 

Diesen Bock macht der ehemalige Nationalspieler dann aber nur kurze Zeit wieder gut. Ayhan setze sich stark über die linke Seite durch und flankte an den 16er, wo Aogo eiskalt und trocken in die rechte untere Ecke abschloss.

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