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Dortmund gibt sich keine Blöße, Farfan bringt Schalke den Testsieg gegen Frankfurt. Auch der Sport-Club und der VfB gewinnen, Augsburg schlägt PSV Eindhoven.

Abu Dhabi. Der FC Schalke 04 hat das Bundesliga-interne Testspiel gegen Eintracht Frankfurt knapp für sich entscheiden. Der SC Freiburg feiert im nächsten Liga-Duell gegen Eintracht Braunschweig ebenso ein Erfolgserlebnis. Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart geben sich keine Blöße. Hertha BSC vergab kurz vor Schluss noch einen sicheren Sieg gegen ein Schweizer Team. Am Abend beschloss der FC Augsburg erfolgreich den Bundesliga-Testsamstag.

Hertha BSC - FC Aarau 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Ronny (33.), 1:1 Garat (78.)

Aufstellung Berlin 1. Halbzeit: Kraft - Pekarik, Lustenberger, Franz, von den Bergh - Niemeyer, Cigerci - Allagui, Ronny, Sahar - Ramos

Aufstellung Berlin 2. Halbzeit: Jarstein - Ndjeng, Langkamp, Janker, Holland - Hosogai, Kluge - Abderrahmane, Mukhtar, Schulz - Wagner

Der Vorsatz von Herthas Brasilianer Ronny, nach den Querelen der letzten Jahre endlich einmal in guter Form in eine Vorbereitung zu starten, scheint in diesem Jahr zu fruchten. Immerhin brachte der Mittelfeldspieler die Berliner im türkischen Belek im Testspiel gegen den FC Aarau mit einem 16-Meter-Schuss nach Vorarbeit von Adrian Ramos in Führung (32.).

Nach der Pause wechselte Berlins Trainer Jos Luhukay die Mannschaft einmal komplett durch und schenkte dabei auch Torwart-Neuzugang Rune Jarstein seine ersten 45 Minuten im neuen Dress. Der musste in der 78. Minute nach einem Patzer von Sebastian Langkamp, den Juan Pablo Garat zum Ausgleich nutzte, sein Premieren-Gegentor hinnehmen.

Überhaupt hielt der Tabellen-Achte der Schweizer Super League gegen den Bundesliga-Sechsten gut mit. So musste Hertha-Keeper Thomas Kraft vor Ronnys 1:0 gleich zwei Mal gegen Aaraus Linus Hallenius retten (18./31.). Bereits am Sonntag steht der nächste Hertha-Test gegen Ligakonkurrent Hannover 96 auf dem Programm.

Borussia Dortmund - Standard Lüttich 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Aubameyang (8.) 2:0 Hofmann (58.)

Aufstellung Dortmund: Weidenfeller (46. Langerak), Piszczek (63. Kirch), Sokratis (46. Sarr), Friedrich (46. Günter), Schmelzer, Bender (46. Großkreutz, 70. Jordanov), Sahin (46. Ducksch), Hofmann (63. Reus), Blaszczykowski (46. Kehl), Aubameyang (63. Lewandowski), Schieber (46. Mkhitaryan)

Mit angezogener Handbremse gewann Dortmund sein erstes Testspiel gegen Standard Lüttich. Auch ohne Robert Lewandowski und Marco Reus in der Startformation waren die Borussen im Estadio La Manga von Beginn an das bessere Team. Nach nur acht Minuten fiel das wunderschöne Führungstor: Marcel Schmelzer spielte einen langen Diagonalpass zu Lukasz Piszczek, der Pole leitete per Volley-Abnahme in die Mitte weiter und Pierre-Emerick Aubameyang versenkte das Spielgerät im linken Eck.

In der Folge ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen. Der BVB präsentierte das variablere und schnellere Spiel und hätte durch Julian Schieber und den Aktivposten Aubameyang nachlegen können. Auf der anderen Seite hatten die Schwarz-Gelben Glück, dass Roman Weidenfellers Patzer nicht bestraft wurde: Der Schlussmann pfefferte einen missglückten Abstoß direkt vor die Füße von Batshuayi, der die Situation aber nicht ausnutzen konnte und vergab.

Trotz zahlreicher Wechsel bot sich im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Lüttich ohne Offensivaktionen, Dortmund von Zeit zu Zeit gefährlich. Aubameyang bereitete das zweite Tor stark vor, indem er genau auf den Fuß von Jonas Hofmann flankte. Der hämmerte den Ball in die Maschen und sorgte so für die Vorentscheidung. In der Schlussviertelstunde hätte das Ergebnis noch ausgebaut werden können. Das nächste Testspiel findet am Dienstag in San Pedro del Pinatar gegen den VfL Bochum statt.

VfB Stuttgart - PEC Zwolle 4:1 (2:1)

Aufstellung Stuttgart: Ulreich - Rausch (70. Boka), Rüdiger (66. Haggui), Schwaab (66. Niedermeier), Sakai (75. Baumgartlinger) - Maxim, Gentner (66. Kvist), Leitner (66. Khedira), Harnik (75. Sararer) - Ibisevic (75. Cacau), Abdellaoue (75. Rojas)

Tore: 1:0 Ibisevic (15.), 2:0 Abdellaoue (20.), 2:1 Klich (22.), 3:1 Abdellaoue (58.), 4:1 Harnik (70.)

"Super Tore, dummes Gegentor, trotzdem super Pressingverhalten", fasste Fredi Bobic das Spiel in der Pause treffend zusammen. Die Stuttgarter begannen im südafrikanischen Stellenbosch stark und erzielten bereits 15 Minuten nach Anpfiff das 1:0 durch Vedad Ibisevic. Dennoch ging es nicht ohne Gegentor in die Pause: Zwar dominierte man die Partie und ging durch Mo Abdellaoue noch höher in Führung, doch dem Ex-Wolfsburger Mateusz Klich gelang der Anschluss.

Die Schwaben ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und waren auch in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Trotz zahlreicher Wechsel im Laufe der zweiten Hälfte gelangen die Treffer zum 3:1 durch Mohammed Abdellaoue und zum 4:1 durch Martin Harnik. Dabei überzeugte vor allem Alexandru Maxim, der bei nahezu jedem Angriff seine Füße im Spiel hatte und mit zwei Torvorlagen glänzte.

Für die Stuttgarter war es der zweite Sieg im zweiten Testspiel. Zuvor hatte der Bundesliga-Zehnte den Kapstädter Verein Vasco da Gama 5:0 geschlagen.

Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 2:3 (1:1)

Tore: 1:0 Rosenthal (18.), 1:1 Farfan (43.), 2:1 Joselu (46.), 2:2 Boateng (60.), 2:3 Farfan (67.)

Aufstellung Schalke: Fährmann (45. Hildebrand), Uchida (70. Hoogland), Matip, Papadopoulos (63. Santana), Kolasinac, Neustädter, Meyer (72. Annan), Farfan (82. Friedrich), Boateng (70. Avidaj), Fuchs (80. Leipertz), Szalai (80. Sobottka)

Aufstellung Frankfurt: Djakpa, Russ, Madlung (71. Lanig), Jung - Rode (46. Weis), Schwegler (71. Barnetta) – Inui (46. Schröck), Rosenthal (46. Joselu), Aigner - Meier (46. Kadlec)

Typisches Testspiel in Abu Dhabi: kaum Risiko, viele Tore. Beiden Teams traten in Bestbesetzung an, die Hemmungen waren ihnen aber deutlich anzumerken. Das Führungstor in einer zerfahrenen Partie erzielten die Frankfurter: Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite netzte Jan Rosenthal ein.

Vor der Pause machte Schalke dann Dampf. Kyriakos Papadopoulos traf mit einem Kopfball nur den Pfosten, wenig später schob Jefferson Farfan die Kugel eiskalt an Kevin Trapp vorbei und sorgte so für den verdienten Ausgleich.

Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff stellte Joselu mit einem Traumtor den Vorsprung wieder her: Eine Flanke von der rechten Seite hämmerte er mit einem Volleyschuss aus 16 Metern am eingewechselten Timo Hildebrand vorbei in die Maschen. Kevin-Prince Boateng brachte die Knappen wieder heran, Jefferson Farfan stellte mit einem direkt verwandelten Freistoß den Endstand her. Für Schalke war es nach dem 2:1 gegen Al-Gharafa der zweite Sieg im zweiten Testspiel.

Eintracht Braunschweig – SC Freiburg 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Ginter (23.), 0:2 Mehmedi (45., Foulelfmeter)

Aufstellung Braunschweig: Petkovic - Reichel, Correia, Bicakcic, Kessel - Kratz - Boland, Nielsen (46. Hochscheidt), Bellarabi, Elabdellaoui – Kumbela

Aufstellung Freiburg: Baumann – Sorg (68. Hedenstad), Höhn, Diagne (68. Höfler), Mujdza (68. Günter) – Pilar (68. Terrazzino), Ginter (68. Guede), Fernandes (68. Schuster), Schmid (68. Coquelin) – Darida (68. Hanke), Mehmedi (68. Klaus)

Im Chiclana de la Frontera sahen die etwa 50 mitgereisten Braunschweiger Fans einen guten Start ihrer Mannschaft. Die Löwen wirkten bissiger und hatten mehr vom Spiel, ehe Matthias Ginter überraschend zur Führung für die Breisgauer einnetzte. Auch einige Trotzangriffe brachten dem Tabellenschlusslicht der Bundesliga aber nichts ein.

Im Gegenteil: Kurz vor Ende der ersten Halbzeit lief Admir Mehmedi plötzlich alleine auf das Tor von Marjan Petkovic zu. Dieser stoppte ihn unschön, den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst zum 2:0. In der zweiten Hälfte drückten die Braunschweiger anschließend auf den Anschlusstreffer, während die Breisgauer nach einem Blockwechsel die Spur sichtlich verloren. Dennoch konnten sie die Führung über die Zeit retten.

FC Augsburg - PSV Eindhoven 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Milik (72.)

Aufstellung Augsburg: Hitz – Verhaegh, Klavan (67. Hong), Callsen-Bracker, Ostrzolek (67. De Jong) – Vogt (Holzhauser), Baier – Hahn (46. Werner), Altintop (46. Mölders), Esswein – Milik (81. Reinhardt)

Nach dem 3:1 über Shanghai East Asia im Halbfinale hat der FC Augsburg auch das Endspiel des Maspalomas-Cup für sich entscheiden können. Die Partie, in der beide Mannschaften in Bestbesetzung antraten, gestaltete sich über weite Strecken ausgeglichen, sodass die beiden Kontrahenten torlos in die Pause gingen.

In der zweiten Halbzeit, in der der FCA mit Sascha Mölders, Raphael Holzhauser und Tobias Werner gleich drei neue Offensivkräfte ins Spiel brachte, zeigten sich die Schwaben risikofreudiger und wurden in der 72. Minute durch einen Treffer von Arkadiusz Milik belohnt.

In der Schlussviertelstunde kam PSV zwar noch zu einigen Möglichkeiten und scheiterte durch den 18-jährigen Jorrit Hendrix in der Nachspielzeit an der Latte, konnte den Ausgleich allerdings nicht mehr erzwingen.

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