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Erste Generalprobe verpatzt: Drei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt hat Borussia Dortmund das Halbfinale beim Telekom Cup gegen Mönchengladbach verloren.

Mönchengladbach. Borussia Dortmund hat den ersten richtigen Härtetest der Saisonvorbereitung verpatzt und gegen Borussia Mönchengladbach im Halbfinale des Telekom Cup mit 0:1 (0:0) verloren. Damit stehen die Fohlen als erster Teilnehmer des Finales am Sonntag fest.

Vor 45.000 Zuschauern im Mönchengladbacher Borussia-Park boten beide Teams unterhaltsame erste 30 Minuten. Im zweiten Durchgang litt das Niveau zunehmend, zog gegen Ende der insgesamt 60-minütigen Partie aber noch einmal an. In der Nachspielzeit erzielte Filip Daems per Strafstoß den entscheidenden Treffer.

Kuba und Aubameyang fehlen erkrankt

Beim BVB erhielt Kevin Großkreutz das Vertrauen hinten rechts in der Viererkette. Ilkay Gündogan rückte auf die Zehn als Vertretung für den verletzten Henrikh Mkhitaryan. Nuri Sahin übernahm im defensiven Mittelfeld. Jakub Blaszczykowski und Pierre-Emerick Aubameyang mussten mit Viruserkrankungen passen.

Die gastgebenden Fohlen begannen mit den Neuzugängen Max Kruse und Raffael als Doppelspitze. Das in der Vorbereitung hochgelobte Nachwuchstalent Mahmoud Dahoud saß zunächst auf der Bank.

BVB und Gladbach gleich voll da

Drei Wochen vor dem Saisonauftakt legten beide Mannschaften ein gutes Tempo vor. Das erste Ausrufezeichen setzten die Fohlen in Person von Raffael. Der Brasilianer zog einen Schuss aus 20 Metern nur knapp über den Kasten (7.). Im Gegenzug vergab Jonas Hofmann nach tollem Sahin-Zuspiel frei vor Marc-Andre ter Stegen (8.).

Dortmund drückte nun und kam vermehrt mit schnellen Kombinationen in die Gefahrenzone - insgesamt wirkte das BVB-Spiel schon recht souverän. Gladbach stand aber gut in der Ordnung und versuchte wiederholt, Nadelstiche zu setzen. Auf beiden Seiten nahmen zum Ende der ersten 30 Minuten die Offensivaktionen aber ab.

Zweite Hälfte zunächst zerfahrener

Jürgen Klopp brachte zur zweiten Hälfte mit Erik Durm und Sebastian Kehl für Gündogan und Sven Bender zwei frische Kräfte. Lucien Favre verzichtete auf Wechsel. Die Anfangsphase nach Wiederanpfiff gestaltete sich jedoch noch verhalten - mehr als Halbchancen ließen beide Hinterreihen nicht zu.

Klopp reagierte, nahm den blassen Robert Lewandowski raus und schickte Julian Schieber aufs Feld (44.). Das Spiel aus der Lethargie riss aber ein anderer: Nuri Sahin setzte aus 22 Metern zum Gewaltschuss an und zwang ter Stegen, der kurz zuvor eine Unsicherheit zeigte, zur starken Parade (50.).

Die bis dato größte Chance bot sich kurz danach allerdings den Gladbachern. Kruse bediente bei einem Konter den eingelaufenen Raffael, der von der Strafraumkante zum Lupfer ansetzte. Roman Weidenfeller im BVB-Tor blieb aber cool und pflückte den Ball herunter (54.).

Weidenfellers Patzer bringt Gladbach den Sieg

Ex-Fohlen Marco Reus hatte kurz vor Schluss noch einmal die große Möglichkeit zum Siegtreffer, scheiterte schon freigespielt mit einem gefühlvollen Heber aber an ter Stegens Hand und der Latte (58.).

Die Strafe folgte auf dem Fuße: Auf der Gegenseite patzte Weidenfeller in der letzten Aktion des Spiels und holte Raffel völlig unnötig von den Beiden. Filip Daems ließ sich nicht bitten und versenkte den fälligen Strafstoß zuverlässig und eiskalt zum Sieg und zum Finaleinzug (60.).

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