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Die Attacke auf seine Person in einem Testspiel am gestrigen Samstag will Schiri Christian Fischer nicht auf sich sitzen lassen und daher Strafanzeige gegen den Spieler stellen.

Düsseldorf. Das hatte sich Fortuna Düsseldorf sicher ganz anders vorgestellt. Mit dem Freundschaftsspiel gegen Benfica Lissabon sollte eigentlich der Start in die Bundesligasaison gefeiert werden. Doch Benficas Luisao sorgte für das genaue Gegenteil. Nach einer Attacke am Schiedsrichter Christian Fischer musste das Spiel abgebrochen werden.

„Ich bin geschockt“

Der Kapitän des Spitzenklubs aus Portugal hatte den Bundesliga-Schiedsrichter angegriffen und zu Boden gehen lassen. Der Bodycheck ließ Fischer sogar einige Minuten bewusstlos bleiben.

Was der Spieler sich dabei gedacht haben könnte, ist für Fischer unbegreiflich: „Ich bin schwer geschockt. So etwas habe ich in meiner 20-jährigen Tätigkeit als Schiedsrichter noch nicht erlebt“, wird er vom Express zitiert. Gegenüber Sport1 beschrieb Fischer die Szene wie folgt: „Ich habe den Spieler, der mich umgerannt hat, nicht kommen sehen. Ich wollte einem anderen Spieler die Gelb-Rote Karte zeigen, da stellen sich zwei weitere Benfica-Spieler in meinen Weg. Das war, als würde man mit voller Wucht gegen eine Wand laufen.“

Benfica präsentiert sich völlig unkorrekt

Nun will sich der 42-Jährige an den Deutschen-Fussball-Bund wenden. Eine Strafe könne jedoch wohl nur in Portugal ausgesprochen werden, wie DFB-Mediendirektor Ralf Köttker in einer Mitteilung sagte: „Die Zuständigkeit für diesen Fall liegt bei der portugiesischen Sportgerichtsbarkeit.“

Koch spricht Klartext

Auch DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch ergänzte: „Wie immer ist der Nationalverband zuständig, aus dessen Land der Verein kommt.“ Er fügte an: „Was wir machen werden ist, dass wir dafür Sorge tragen werden, dass der Bericht des Schiedsrichters an die richtigen Stellen, nämlich an die Spitze des portugiesischen Fußballverbands gelangen wird. Es kann für solche Vorfälle nur harte Strafen geben.“ Derartige Vorfälle seien ein „absolutes no Go. Hier muss null Toleranz gelten. Ich erwarte, dass die Sportgerichtsbarkeit in Portugal hart durchgreift und den Spieler für längere Zeit sperrt. Und nicht nur für ein paar Spiele.“

Abgesehen von der Attacke des Spielers an den Unparteiischen zeigte zudem das gesamte Team der Gäste ein eher unverständliches Benehmen. Denn sowohl einige Spieler als auch Benficas Trainer Jorge Jesus wirkten nach der Tätigkeit ihrer Spielers eher amüsiert als betroffen, während sich Fortuna den Test nicht nehmen ließ und kurzerhand eine zweite Elf aus dem eigenen Kader zusammenstellte.

Düsseldorf will Geld zurück

So ganz gelassen nahm man es in den Reihen der Fortunen aber dann doch nicht. Denn: Düsseldorf hatte bereits 200.000 Euro Prämie an Benfica gezahlt.„Wir haben schon bezahlt. Ich fahre nach Portugal. Mal sehen, wie viel sie uns zurückzahlen“, so Fortunas Finanzvorstand Paul Jäger gegenüber dem Express.

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