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Abdellaoue schießt Traumtor gegen ManUnited - und scherzt: „Das war normal“

Es wurde den Zuschauern einiges geboten am Samstagabend in der AWD-Arena. Zwei Traumtore und zahlreiche weitere Treffer sorgten für beste Unterhaltung.

Hannover. Wenn Manchester United bei einem Verein wie Hannover 96 gastiert, ist die Freude naturgemäß groß. Das gilt nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Akteure auf dem Rasen. Wenn man gegen eben jene „Red Devils“ dann auch noch einen Treffer erzielt, der schöner kaum hätte sein können, ist es ein Abend, den man wohl so schnell nicht vergessen wird. Das dürfte auch für Mohammed Abdellaoue gelten - auch wenn dessen Traumtor letztlich nicht reichte und die Niedersachsen am Ende eine 3:4-Niederlage hinnehmen mussten.

Glücklich, aber auch enttäuscht

„Ein schönes Tor“, freute sich der Angreifer nach Abpfiff gegenüber Goal.com. Eine Untertreibung, denn immerhin hatte der Norweger gegen das englische Spitzenteam zum zwischenzeitlich 3:1 für 96 per Hacke getroffen. Da sein Team den Vorsprung am Ende noch aus den Händen gab, zeigte Abdellaoue sich zwar „glücklich, aber auch ein bisschen enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben“.

Sobiech trifft, Chicharito gleicht aus

Artur Sobiech hatte die 96er nach 25 Minuten in Führung geschossen, nachdem Jan Schlaudraff sich aus der Distanz probiert hatte und United-Ersatzkeeper Anders Lindegaard den Ball nur abprallen lassen konnte - wirklich souverän sah der Schlussmann dabei nicht aus. Da sich Javier Hernandez aber einiges vorgenommen hatte, sorgte der Mexikaner nur sechs Minuten später für den Ausgleich. „Wir wollten eine Menge Tore schießen“, erklärte „Chicharito“ anschließend.

Abdellaoues Kunststück

Zunächst aber waren die Hannoveraner wieder an der Reihe, Karim Haggui traf kurz nach dem Seitenwechsel per Kopf zur erneuten Führung für die Hausherren. Dann kam der große Auftritt von Moa Abdellaoue - Lars Stindl brachte die Kugel in der 66. Minute von rechts vor das Gehäuse, wo der Stürmer lauerte, sich mir dem Rücken zum Tor drehte und mit der Hacke vollendete, der inzwischen eingewechselte Stammkeeper David de Gea war chancenlos.

„Es ist einfach passiert“

Bei Hannovers 2:0-Sieg am Donnerstag hatte Abdellaoue noch die eine oder andere Großchance liegenlassen, nun konnte er nach einer durchwachsenen Rückrunde in der vergangenen Spielzeit ein Erfolgserlebnis feiern. „Es ist einfach passiert“, beschrieb er später seinen Treffer. „Der Ball kam gut und ich musste es einfach probieren. Ich bin glücklich, dass ein Tor daraus wurde.“

Ob der Treffer wichtig für sein Selbstbewusstsein war? „Ich bin immer selbstbewusst“, lächelte der 26-Jährige, um dann scherzend anzufügen, dass er „schon ein paar Mal“ ein derartiges Tor erzielt habe und so etwas ja „normal“ wäre - so ganz ernst meinte der smarte Angreifer das natürlich nicht.

Rooneys Auftritt

United wollte den Rückstand unterdessen nicht auf sich sitzen lassen - allen voran Wayne Rooney. Der englische Star zirkelte zunächst einen Freistoß absolut sehenswert in die Maschen, um dann in der Schlussphase einen Elfmeter rauszuholen, den er höchstselbst verwandelte. Das i-Tüpfelchen war schließlich der Assists für Shinji Kagawa, den der Ex-Dortmunder zum 4:3-Endstand verwertete.

Ehrfurcht vor Manchesters Qualität

So musste 96-Angreifer Jan Schlaudraff eingestehen: „Wir haben gedacht, dass wir das nach dem 3:1 nach Hause schaukeln, dann aber gesehen, was die für eine Qualität haben.“ Auch Abdellaoue befand: „Sie haben es für uns sehr schwer gemacht, aber wir haben auch ein sehr gutes Spiel gezeigt. Das war für uns und die Zuschauer unterhaltsam.“

Nun geht’s nach Nöttingen

So braucht Hannover sich trotz der Niederlage nicht grämen - eine knappe Niederlage gegen Manchester United kann durchaus als Erfolg gesehen werden. So dürfte das Selbstbewusstsein kaum gelitten haben und 96 mit einem guten Gefühl an die kommenden Aufgaben gehen - am Sonntag ist man im DFB-Pokal beim FC Nöttingen zu Gast. Innenverteidiger Christopher Avevor jedenfalls verspricht höchste Konzentration - und vertraut auf Mirko Slomka: „Es ist unsere Pflicht, gut aufzutreten - auch in den kommenden Spielen. Darauf wird uns der Trainer schon einstellen.“

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