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Luisao sorgt für Spielabbruch in Düsseldorf, hat aber ein „reines Gewissen“

Fortunas Saisoneröffnung geriet leider in den Hintergrund: Nachdem Benficas Luisao den Schiedsrichter zu Fall gebrachte hatte, endete das Testspiel in Düsseldorf frühzeitig.

Düsseldorf. Es hätte ein Fest werden sollen, doch statt einer eigentlich schönen Saisoneröffnung musste das Freundschaftsspiel von Fortuna Düsseldorf gegen Benfica abgebrochen werden.

Skandal-Rot für Luisao

Tumult auf dem Platz: Schiedsrichter Christian Fischer will Javi Garcia nach zwei heftigen Fouls innerhalb einer Minute die Gelb-Rote Karte zeigen. Brasiliens Nationalverteidiger Luisao rennt daraufhin in der 43. Minute auf den Unparteiischen zu und stößt ihn zu Boden. Der Schiri bleibt benommen am Boden liegen und wird später in der Kabine von Düsseldorfs Mannschaftsarzt behandelt. Kurze Zeit später folgt der Spielabbruch. Noch auf dem Platz schmunzeln und scherzen Benfica-Spieler samt Trainerstab über die Situation.

Frymuth enttäuscht

Fortunas Boss Peter Frymuth zeigte sich nach dem Abbruch gegenüber Sport1 bedrückt. „Der Schiedsrichter ist sichtlich angeschlagen, und wir sind todtraurig. Nach dem, was wir in den vergangenen Monaten durchmachen mussten, ist das eine frustrierende Situation, wo uns wieder sehr viel genommen wird“, sagte Frymuth und führte fort „Für uns ist das deprimierend, weil wir uns diesen Tag anders vorgestellt haben. Das sollte ein Feiertag sein. Der erste Test gegen einen internationalen Gegner, einen Champions-League-Teilnehmer und dann entsteht so etwas, da ist man einfach nur fassungslos.“

Bellinghausen und Meier nehmen Stellung

Für Axel Bellinghausen sollte es das Comeback-Debüt werden. Nun das. Der Ex-Augsburger kommentierte die Szenen gegenüber Sport1 folgend: „Es hat sich alles ein bisschen überschlagen. Vorher war es von beiden Seiten ein faires Spiel in dem wir Oberwasser hatten.“ Bellinghausen weiter: „Ich habe nur gesehen, dass er ohnmächtig auf dem Boden liegt.“

Meier sauer über verpasste Vorbereitung

Trainer Norbert Meier bemühte sich für Ruhe zu sorgen, auch wenn er sich über diesen Abbruch ärgerte. „Grundsätzlich ist unsere Generalprobe außer Kraft gesetzt“, so Meier, der ergänzte: „Wir sind eigentlich hier alle gekommen, um uns vorzubereiten für das Spiel gegen Burghausen.“ Das Spiel wurde nicht wieder angepfiffen, doch die Aufruhr-erprobte Fortuna hatte eine Idee. Meier dazu: „Wir werden zwei Teams aufstellen, die gegeneinander spielen.“

Luisao fühlt sich unschuldig

Der Sünder äußerte sich kurz danach zu seinem Ausraster, Reue klingt anders. „Ich war überrascht. Ich habe keine aggressive Bewegung gemacht. Ich wollte mich vor meine Kameraden stellen und sah den Schiedsrichter fallen. Ich habe noch auf dem Platz versucht mit den Assistenten zu sprechen, um ihnen meine Intention zu schildern“, so Luisao gegenüber der portugiesischen Website record. Der Brasilianer glaubt nicht, dass der Vorfall für ihn Konsequenzen haben wird: „Ich mache mir keine Sorgen und habe ein reines Gewissen und ich werde mit meiner Arbeit weitermachen.“

Düsseldorf macht gegen Düsseldorf weiter

Anschließend spielten alle Düsseldorfer Akteure, aufgeteilt in zwei Düsseldorf-Teams gegeneinander. Die Anhänger riefen lauthals „Auswärtssieg.“ Im Hintergrund ertönte kurz vor Anpfiff der Nr.1-Hit von den Toten Hosen: „An Tagen wie diesen.“

Update: Nach Aussage von Sport1-Moderator Martin Quast hat Schiedsrichter Christian Fischer die Katakomben verlassen und über starke Kopfschmerzen geklagt.

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