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Er kam, vergab, traf dann doch und holte noch einen Elfer raus. Gemeinsam mit David Silva belebte Spanien-Debütant Adrian Lopez die Partie gegen Serbien.

St.Gallen. Schon vor dem Testpiel von Spanien gegen Serbien, das der Weltmeister nach einer besseren zweiten Halbzeit mit 2:0 gewann, trieb vor allem eine Frage Fußball-Spanien um: Wer wird der dritte Sturmersatz für den verletzten David Villa? Neben den vermutlich gesetzten Fernando Torres und Fernando Llorente bewarben sich vor allem Roberto Soldado, Alvaro Negredo und Adrian Lopez um den freien Platz. 90 Minuten und zwei Scorer-Punkte später darf sich wohl vor allem Adrian Hoffnungen auf einen EM-Platz machen.

Soldado und Negredo blieben blass

Trainer Vincente Del Bosque begann im 4-4-2 und ließ die beiden Spitzen Soldado und Negredo auflaufen. Beide sahen gegen eine solide serbische Abwehr in der ersten Halbzeit aber kaum Land. Während sich Negredo noch einige Chancen (2., 15. und 31.) erarbeitete, kam Soldado zu keinem einzigen Abschluss und verlor zudem einige Bälle. Im zweiten Durchgang brachte Del Bosque neben Dominguez und Benat für die Defensive auch Debütant Adrian und David Silva für den Angriff.

Erst vergeben, dann getroffen

Beide belebten das Spiel sofort, wobei Adrian auch von Silvas Ideen und Gespür für die Lücke profitierte. In der 63. Minute bediente der „Citizien“ Silva Adrian mustergültig mit einem Pass in den Lauf. Der Ball rutschte dem Atletico-Stürmer über den Schlappen und ging über das linke Lattenkreuz. Nur wenige Augenblicke später machte der 24-Jährige es aber besser und stand goldrichtig.

Silva und Adrian entscheiden das Spiel

Das Zuspiel von Jesus Navas, der nach einem Silva-Pass auf dem rechten Flügel einen Gang hochschaltete und Außenverteidiger Tosic stehen ließ, war aber auch leichter zu verwerten. Dazu schliefen die beiden Innenverteidiger Subotic und Ivanovic, die Adrian am zweiten Pfosten nicht auf dem Radar hatten. Der musste nur noch aus kurzer Distanz zum 1:0 einnicken (65.). Knapp zehn Minuten später setzte Adrian dann zum Sprint an und enteilte Innenverteidiger Ivanovic, der den Angreifer wohl noch etwas am Fuß berührte und zu Fall brachte. Schiri Zimmermann zeigte auf den Punkt, Santi Cazorla verwandelte souverän, Spanien hatte das Spiel für sich entschieden.  



Lob von del Bosque

Von Vicente del Bosque gab es auf der anschließenden Pressekonferenz anerkennende Worte. Der 61-Jährige lobte Adrian und vor allem auch das Zusammenspiel mit Silva: „Er hat genau das gemacht, worum wir ihn gebeten haben. Gemeinsam mit Silva, der für Unruhe zwischen den Verteidgungslinien sorgte, hat er dem Team mehr Tiefe und gebracht. Die beiden haben das Spiel gedreht und das ganze Team mit einbezogen. Ich bin zufrieden mit Adrian“, so del Bosque.

Der Gelobte selbst blieb bescheiden: „So ein tolles Debüt mit einem Tor habe ich nicht erwartet. Ich bin sehr zufrieden, weiß aber nicht, ob ich mitfahren werde, das entscheidet der 'Mister“, sagte Adrian und fügte hinzu: „Wir alle haben den Traum, zur EM zu fahren.“

Adrian blickt auf eine starke Saison zurück

Mit seinem 46-minütigen Auftritt dürfte Atleticos Sturmwirbel seine EM-Chancen also weiter erhöht haben. Ohnehin blickt Adrian auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurück, an deren Ende als Krönung der Gewinn Europa League steht. In der Primera Division kam Adrian zwar „nur“ auf sieben Tore und fünf Assists in 36 Spielen. Auf europäischem Parkett steuerte er jedoch starke elf Treffer bei und hatte damit wesentlichen Anteil an Atleticos EL-Sieg. Jede Menge Selbstbewusstsein und internationale Erfahrung: Ob del Bosque darauf noch verzichten will?

Eure Meinung: Sollte Adrian mit zur EM fahren?

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