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Spielbericht Testspiel: Frankreich – Spanien
Der Europameister unterstrich eindrucksvoll seine Favoritenstellung, während die „Equipe Triclore“ sehr bemüht war, aber über das gesamte Spiel mit den Iberern nicht mithalten konnte und den Platz in Paris als Verlierer verlassen musste.
Von Robert BENDEKOVITS
Paris. Frankreich ist der Start in das Weltmeisterschafts-Jahr missglückt. Im Saint-Denis verlor man letztendlich gegen Spanien klar mit 0:2. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der Europameister seine ganze Stärke, ließ Ball und Gegner laufen und schlug zweimal eiskalt zu.
PERSONAL & TAKTIK
Raymond Domenech entschied sich für ein 4-3-3-System. In der Abwehr musste er wieder eine neue Formation testen, nachdem einige Spieler nicht zur Verfügung standen. In der Innenverteidigung debütierte Mickael Ciani neben Julian Escude. Im Mittelfeld sicherten Lass Diara und Jeremy Toulalan Yoann Gourcuff ab, während Nicolas Anelka auf den Seiten durch Thierry Herny und Franck Ribery unterstützt wurde.
Bei den Spaniern gab es mit David Villa nur eine echte Spitze. Unterstützung aus dem Mittelfeld erhielt er durch Cesc Fabregas, David Silva und Andres Iniesta. Den defensiven Part übernahmen Xabi Alonso und Sergio Busquets. In der Abwehr gab es mit Alvaro Arbeloa auf der linken Seite nur eine Überraschung.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Frankreich wollte die Initiative von Anfang an übernehmen, doch die Spanier waren sehr aggressiv und setzten die Franzosen mit Pressing unter Druck. Beide Mannschaften versuchten in den ersten 10 Minuten mit vielen Pässen in die Schnittstelle der Abwehr für Gefahr zu sorgen, doch beide Abwehrreihen waren immer zur Stelle. Ein wenig überraschend war, dass die Franzosen auch frühzeitig attackierten und die Abwehr mit höchster Risikobereitschaft verteidigte. In der 19. Minute kam Busquets nach einem Standard mit einem Kopfball dem Torerfolg schon recht nahe. Nur eine Minute später bezahlten die Franzosen für ihre Spielweise. Ein Pass von Iniesta, der für Silva gedacht war, landete bei Villa, der nicht im Abseits stand und Hugo Lloris mit einem Schuss aus der Distanz keine Chance ließ.
Frankreich suchte nach der schnellen Antwort, doch die Spanier machten die Räume eng und konnten perfekt zwischen Defensive und Offensive umschalten. Auch wenn die Franzosen es ebenfalls mit einer aggressiven Spielweise versuchten, waren die Spanier meistens in der Lage sich ohne große Probleme zu befreien. Den Franzosen war sichtlich anzumerken, dass man es mit allen Mitteln versuchte, aber der Europameister wirkte einfach cleverer und war meistens einen Schritt voraus. Kurz vor Ende der Halbzeit konnte man noch einmal Druck erzeugen und die Franzosen kollabierten. Die Spanier konnten Frankreich einigeln, doch es sprangen dabei nur Halbchancen heraus. Letztendlich landete der Ball bei Sergio Ramos, der nach einem kurzen Dribbling abzog. Escude fälschte den Schuss unhaltbar für seinen Torhüter ab und die Spanier führten zur Halbzeit bereits mit 2:0 (45.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Franzosen wollten möglichst schnell den Anschluss schaffen und hatten durch Anelka kurz nach dem Seitenwechsel die erste Chance, doch die Spanier antworteten mit schnellen Kontern, mit denen die Hintermannschaft von Frankreich einige Probleme hatte. In der 53. Minute hätte Henry nach einem Freistoß den Anschlusstreffer erzielen müssen. Die spanische Abwehr hatte den Ball falsch berechnet, doch der Seitfallzieher des Barcelona-Stürmers war viel zu harmlos. Die Iberer ließen es nun ruhiger angehen und verließen sich zunehmend auf die individuelle Klasse des eingewechselten Fernando Torres, der in der 60. Minute mit einem Schlenzer an Lloris scheiterte.
Es gab danach auf beiden Seiten etliche Auswechslungen und darunter litt der Spielfluss. Beide Trainer experimentierten und die Ersatzspieler wollten sich beweisen. Spanien schaltete einen Gang zurück und die Franzosen hatten mehr vom Spiel. Außer Halbchancen gelang ihnen aber lange Zeit relativ wenig. Er ist der 80. Minute hatte man riesiges Pech als Florent Malouda, nach Flanke von Djibril Cisse, den Ball nur an den Pfosten köpfte. Iker Casillas hätte den Ball wahrscheinlich nicht mehr erreicht. Fünf Minuten später hatte Ciani eine gute Möglichkeit, doch sein Versuch war viel zu zögerlich und letztendlich auch zu harmlos. Die letzte gute Chance des Spiels hatte Jesus Navas, doch sein Schuss ging knapp am Kasten vorbei (91.).
SCHLÜSSELSPIELER
Die Offensive der Spanier war immer in der Lage den Ball in den eigenen Reihen gut zirkulieren zu lassen. Die neu formierte Abwehr der Franzosen hatte damit über das ganze Spiel Probleme und die quirligen Spieler, wie Iniesta, Silva und Villa waren meistens einen Schritt schneller.
SCHLÜSSELSZENE
Das 0:2 kurz vor dem Pausenpfiff war für die Franzosen ein Schlag ins Gesicht, vor allem weil es zu einem ungünstigen Zeitpunkt fiel und man nicht in der Lage war sich zu befreien. In einer Phase als man das Spiel eigentlich wieder unter Kontrolle hatte, gab es einen Moment der Unaufmerksamkeit den die Spanier sofort zu nutzen wussten.
SPIELER DES SPIELS: David VILLA
Es gab bei den Spaniern etliche starke Spieler, doch es war erstaunlich welche Räume der Stürmer schuf und das als Solospitze. Seinen Treffer verwandelte er eiskalt und auch danach war er bis zu seiner Auswechslung kaum in den Griff zu bekommen.
SCHIEDSRICHTER: Craig Thomson – Note: 7
Der Unparteiische hatte keine großen Probleme, die Partie zu leiten. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie das er manchmal zu viel durchgehen ließ, gab es nichts auszusetzen, denn der Spielfluss wurde dadurch nicht negativ beeinflusst.
Anmerkung: Die Bewertungsskala reicht wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (weltklasse).
SPIELNOTE: 7
Das Spitzenspiel hielt eigentlich das, was es versprach und was auch zu erwarten war. Die Spanier waren sehr stark und traten als Mannschaft auf, in der jeder seine Aufgabe umsetzen konnte und man beinahe nach Belieben den Spielrhythmus bestimmen konnte. Frankreich war bemüht, ist aber als Mannschaft noch nicht einmal annähernd da, wo man gerne sein möchte. Doch durch die positive Herangehensweise beider Mannschaften entstand ein schnelles und ansehnliches Spiel.
STATISTIK
Dank seines Treffers zum 1:0 dürfte David Villa, derzeit Sechster in den Castrol Rankings, weiterhin Punkte sammeln und vielleicht den Stürmer auf der gegenüberliegenden Seite, nämlich Thierry Henry, der derzeit auf dem vierten Platz liegt, überholen. Vor dem Spiel trennten beide Akteure 25 Punkte.
FAZIT
Die Franzosen besitzen zwar individuelle Klasse, doch als Mannschaft konnte man sich nur selten präsentieren. Zu viele Einzelaktionen prägten die Offensivbemühungen und auch defensiv gab es kein geschlossenes Auftreten. Ganz im Gegensatz zu den Spaniern, die als Team auftraten und durch die individuelle Qualität immer die entscheidenden Duelle für sich entscheiden konnten. Wenn man weiterhin so stark spielt, ist man vielleicht sogar der Topfavorit auf den WM-Titel, denn die Franzosen sind trotz Schwächen kein Leichtgewicht im europäischen Fußball.
Eure Meinung: Wie habt ihr das Spiel gesehen? War es ein klarer und verdienter Sieg der Spanier?
PERSONAL & TAKTIK
Raymond Domenech entschied sich für ein 4-3-3-System. In der Abwehr musste er wieder eine neue Formation testen, nachdem einige Spieler nicht zur Verfügung standen. In der Innenverteidigung debütierte Mickael Ciani neben Julian Escude. Im Mittelfeld sicherten Lass Diara und Jeremy Toulalan Yoann Gourcuff ab, während Nicolas Anelka auf den Seiten durch Thierry Herny und Franck Ribery unterstützt wurde.
Bei den Spaniern gab es mit David Villa nur eine echte Spitze. Unterstützung aus dem Mittelfeld erhielt er durch Cesc Fabregas, David Silva und Andres Iniesta. Den defensiven Part übernahmen Xabi Alonso und Sergio Busquets. In der Abwehr gab es mit Alvaro Arbeloa auf der linken Seite nur eine Überraschung.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Frankreich wollte die Initiative von Anfang an übernehmen, doch die Spanier waren sehr aggressiv und setzten die Franzosen mit Pressing unter Druck. Beide Mannschaften versuchten in den ersten 10 Minuten mit vielen Pässen in die Schnittstelle der Abwehr für Gefahr zu sorgen, doch beide Abwehrreihen waren immer zur Stelle. Ein wenig überraschend war, dass die Franzosen auch frühzeitig attackierten und die Abwehr mit höchster Risikobereitschaft verteidigte. In der 19. Minute kam Busquets nach einem Standard mit einem Kopfball dem Torerfolg schon recht nahe. Nur eine Minute später bezahlten die Franzosen für ihre Spielweise. Ein Pass von Iniesta, der für Silva gedacht war, landete bei Villa, der nicht im Abseits stand und Hugo Lloris mit einem Schuss aus der Distanz keine Chance ließ.
Frankreich suchte nach der schnellen Antwort, doch die Spanier machten die Räume eng und konnten perfekt zwischen Defensive und Offensive umschalten. Auch wenn die Franzosen es ebenfalls mit einer aggressiven Spielweise versuchten, waren die Spanier meistens in der Lage sich ohne große Probleme zu befreien. Den Franzosen war sichtlich anzumerken, dass man es mit allen Mitteln versuchte, aber der Europameister wirkte einfach cleverer und war meistens einen Schritt voraus. Kurz vor Ende der Halbzeit konnte man noch einmal Druck erzeugen und die Franzosen kollabierten. Die Spanier konnten Frankreich einigeln, doch es sprangen dabei nur Halbchancen heraus. Letztendlich landete der Ball bei Sergio Ramos, der nach einem kurzen Dribbling abzog. Escude fälschte den Schuss unhaltbar für seinen Torhüter ab und die Spanier führten zur Halbzeit bereits mit 2:0 (45.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Franzosen wollten möglichst schnell den Anschluss schaffen und hatten durch Anelka kurz nach dem Seitenwechsel die erste Chance, doch die Spanier antworteten mit schnellen Kontern, mit denen die Hintermannschaft von Frankreich einige Probleme hatte. In der 53. Minute hätte Henry nach einem Freistoß den Anschlusstreffer erzielen müssen. Die spanische Abwehr hatte den Ball falsch berechnet, doch der Seitfallzieher des Barcelona-Stürmers war viel zu harmlos. Die Iberer ließen es nun ruhiger angehen und verließen sich zunehmend auf die individuelle Klasse des eingewechselten Fernando Torres, der in der 60. Minute mit einem Schlenzer an Lloris scheiterte.
Es gab danach auf beiden Seiten etliche Auswechslungen und darunter litt der Spielfluss. Beide Trainer experimentierten und die Ersatzspieler wollten sich beweisen. Spanien schaltete einen Gang zurück und die Franzosen hatten mehr vom Spiel. Außer Halbchancen gelang ihnen aber lange Zeit relativ wenig. Er ist der 80. Minute hatte man riesiges Pech als Florent Malouda, nach Flanke von Djibril Cisse, den Ball nur an den Pfosten köpfte. Iker Casillas hätte den Ball wahrscheinlich nicht mehr erreicht. Fünf Minuten später hatte Ciani eine gute Möglichkeit, doch sein Versuch war viel zu zögerlich und letztendlich auch zu harmlos. Die letzte gute Chance des Spiels hatte Jesus Navas, doch sein Schuss ging knapp am Kasten vorbei (91.).
SCHLÜSSELSPIELER
Die Offensive der Spanier war immer in der Lage den Ball in den eigenen Reihen gut zirkulieren zu lassen. Die neu formierte Abwehr der Franzosen hatte damit über das ganze Spiel Probleme und die quirligen Spieler, wie Iniesta, Silva und Villa waren meistens einen Schritt schneller.
SCHLÜSSELSZENE
Das 0:2 kurz vor dem Pausenpfiff war für die Franzosen ein Schlag ins Gesicht, vor allem weil es zu einem ungünstigen Zeitpunkt fiel und man nicht in der Lage war sich zu befreien. In einer Phase als man das Spiel eigentlich wieder unter Kontrolle hatte, gab es einen Moment der Unaufmerksamkeit den die Spanier sofort zu nutzen wussten.
SPIELER DES SPIELS: David VILLA
Es gab bei den Spaniern etliche starke Spieler, doch es war erstaunlich welche Räume der Stürmer schuf und das als Solospitze. Seinen Treffer verwandelte er eiskalt und auch danach war er bis zu seiner Auswechslung kaum in den Griff zu bekommen.
SCHIEDSRICHTER: Craig Thomson – Note: 7
Der Unparteiische hatte keine großen Probleme, die Partie zu leiten. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie das er manchmal zu viel durchgehen ließ, gab es nichts auszusetzen, denn der Spielfluss wurde dadurch nicht negativ beeinflusst.
Anmerkung: Die Bewertungsskala reicht wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (weltklasse).
SPIELNOTE: 7
Das Spitzenspiel hielt eigentlich das, was es versprach und was auch zu erwarten war. Die Spanier waren sehr stark und traten als Mannschaft auf, in der jeder seine Aufgabe umsetzen konnte und man beinahe nach Belieben den Spielrhythmus bestimmen konnte. Frankreich war bemüht, ist aber als Mannschaft noch nicht einmal annähernd da, wo man gerne sein möchte. Doch durch die positive Herangehensweise beider Mannschaften entstand ein schnelles und ansehnliches Spiel.
STATISTIK
Dank seines Treffers zum 1:0 dürfte David Villa, derzeit Sechster in den Castrol Rankings, weiterhin Punkte sammeln und vielleicht den Stürmer auf der gegenüberliegenden Seite, nämlich Thierry Henry, der derzeit auf dem vierten Platz liegt, überholen. Vor dem Spiel trennten beide Akteure 25 Punkte.
FAZIT
Die Franzosen besitzen zwar individuelle Klasse, doch als Mannschaft konnte man sich nur selten präsentieren. Zu viele Einzelaktionen prägten die Offensivbemühungen und auch defensiv gab es kein geschlossenes Auftreten. Ganz im Gegensatz zu den Spaniern, die als Team auftraten und durch die individuelle Qualität immer die entscheidenden Duelle für sich entscheiden konnten. Wenn man weiterhin so stark spielt, ist man vielleicht sogar der Topfavorit auf den WM-Titel, denn die Franzosen sind trotz Schwächen kein Leichtgewicht im europäischen Fußball.
Eure Meinung: Wie habt ihr das Spiel gesehen? War es ein klarer und verdienter Sieg der Spanier?
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