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Spielbericht Testspiel: Italien – Kamerun
Der Weltmeister kam am Abend gegen Kamerun nicht über eine Nullnummer hinaus. Dennoch war es eine ansprechende Leistung beider Mannschaften. Italien muss in der Offensive eine Schippe drauflegen, die Kameruner deuteten an, dass mit ihnen zu rechnen ist.
(fab) Monte Carlo. Titelverteidiger Italien testete am Abend in Monte Carlo gegen Kamerun. Die „Squadra Azzurra“ spielte ordentlich, es haperte lediglich am Abschluss. Kameruns „unzähmbare Löwen“ hielten voll dagegen und holten am Ende ein 0:0.
PERSONAL & TAKTIK
Italiens Trainer Marcello Lippi bot jene Elf auf, über die in den letzten Tagen auch spekuliert wurde. Das Tor hütete Federico Marchetti für den verletzten Gianluigi Buffon. Vor dem Schlussmann lief eine Dreierkette mit Kapitän Fabio Cannavaro, Giorgio Chiellini und dem Debütanten Leonardo Bonucci auf. Im Mittelfeld agierten Christian Maggio, Daniele de Rossi, Domenico Criscito und Spielmacher Andrea Pirlo. Neben Antonio di Natale liefen Milans Marco Borriello und Neuling Andrea Cossu aus Cagliari im Sturm auf.
Bei den Kamerunern saßen die beiden Bundesliga-Legionäre Joel Matip und Mohamdou Idrissou zunächst auf der Bank. Neben Torjäger Samuel Eto'o spielte Dorge Kouemaha im Angriff. Das Mittelfeld bildeten Stephen M'Bia, Achille Emana, Alexandre Song und Georges Mandjeck. In der Viererkette vor dem etatmäßigen Ersatzkeeper Souleymanoe Hamidou bot Coach Paul Le Guen Sébastien Bassong, Benoit Assou-Ekotto, Nicolas N'Koulou und Eyong Enoh auf.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Für einen Wachmacher sorgte Federico Marchetti, der nach vier Minuten über einen Rückpass von Chiellini trat und Glück hatte, dass der Ball knapp am linken Pfosten des italienischen Tors vorbei strich. Italien hatte mit einem Pirlo-Freistoß, der sichere Beute von Hamidou wurde (9.), und einem Kopfball von Antonio di Natale, der über das Gehäuse der Gäste segelte (11.), die ersten gelungenen Offensivaktionen. Nach knapp einer Viertelstunde jubelten die Tifosi, doch Schiedsrichter Said Enjimi machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Nach einer Ecke von Cossu segelte Hamidou unbeholfen durch seien Strafraum, Daniele de Rossi spitzelte den Ball zu Chiellini und der Verteidiger nickte ein, stand allerdings im Abseits (14.). Der Unparteiische verweigerte dem Treffer die Anerkennung.
Kamerun erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Die Afrikaner hielten körperlich voll dagegen und versteckten sich keineswegs. Italien hatte etwas mehr Spielanteile, die Abwehr stand sicher, doch das Offensivspiel krankte noch. Abgesehen von einem di-Natale-Schuss nach 24. Minuten blieben Chancen in der ersten halben Stunde Mangelware. Den stärksten Angriff der ersten Halbzeit über Pirlo und Cossu schloss di Natale aus spitzem Winkel ab. Hamidou hatte die Kugel im Nachfassen, Borriello kam einen Schritt zu spät (32.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Marcello Lippi brachte zum zweiten Durchgang vier neue Spieler (Giampaolo
Pazzini, Gennaro Gattuso, Claudio Marchisio und Riccardo Montolivo) und stellte auf eine 4-3-3-Formation um. Die „Azzurri“ hielten weiter das Heft in der Hand. Allerdings versiebte Antonio di Natale auch nach Wiederanpfiff seine Chancen: Zunächst scheiterte er mit einem schönen Schuss aus 17 Metern an Hamidou (47.). Knapp zehn Minuten später nahm er eine Marchisio-Hereingabe von der linken Seite direkt, doch der Ball wurde in letzter Sekunde noch zur Ecke abgefälscht (56.).
Der Wille, das Spiel zu gewinnen, war den Italienern anzumerken. Sie spielten engagiert nach vorn. Der finale Pass wollte an diesem Abend aber einfach nicht gelingen und so blieb es am Ende beim 0:0.
SCHLÜSSELSPIELER
Antonio di Natale, der die Torjägerliste der Serie A anführt, erarbeitete sich mehrere gute Gelegenheiten, nutzte davon aber keine. Italiens Abwehrreihe mit Cannavaro, Bonucci und Chiellini spielte tadellos und ließ nichts zu. Der eingewechselte Claudio Marchisio brachte viel frischen Wind in die Begegnung.
Samuel Eto'o arbeitete viel und ließ sich oft ins Mittelfeld fallen. Seine Torgefahr konnte er aber nicht unter Beweis stellen. Stark präsentierte sich sein Mannschaftskamerad Achille Emana, der viele Bälle gewann. Schlussmann Hamidou zeigte ein paar Unsicherheiten, aber auch einige gute Paraden.
SCHLÜSSELSZENE
Stürmer Antonio di Natale vergab heute Abend eine Reihe guter Gelegenheiten. Besonders aussichtsreich war jene nach 56 Minuten, als seine Direktabnahme gerade noch von Kameruns Abwehr geblockt wurde. Wäre dieser Ball aufs Tor gekommen, hätte Italien jubeln dürfen. So war diese Aktion allerdings sinnbildlich für das Spiel.
SPIELER DES SPIELS
Andrea Cossu bestätigte die starke Form, die er derzeit bei Cagliari Calcio Woche für Woche unter Beweis stellt. Er spielte eine Reihe kluger Pässe und ist in dieser Form eine Bereicherung für Italien.
SCHIEDSRICHTER: Said Enjimi – Note: 9
Der Franzose lag mit seiner Bewertung des vermeintlichen 1:0 durch Chiellini richtig und gab den Treffer wegen Abseits nicht (14.). Für ein Freundschaftsspiel war es teilweise ruppig, allein in der ersten halben Stunde zückte Enjimi drei Mal die gelbe Karte. Er hatte das Spiel aber jederzeit im Griff und leistete sich keine Schnitzer.
Anmerkung: Die Bewertungsskala reicht wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (weltklasse).
SPIELNOTE: 4
Viele Höhepunkte hatte die Partie im „Stade Louis II“ von Monte Carlo nicht. Das Spielgeschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, nur selten gab es flüssigen Konbinationsfußball.
STATISTIK
Nach seinem überragenden Saisonstart fiel Antonio di Natale einige Wochen verletzt aus. Das schlug sich auch im Castrol Index nieder, wo er auf Platz 384 abrutschte. Doch er arbeitet sich wieder nach vorne und auch heute Abend deutete er wieder seine Torgefährlichkeit an. Er rangiert derzeit auf Platz 297 (609 Punkte) und wird dies gewiss im Laufe der Saison noch verbessern.
FAZIT
Ein guter (Härte-) Test für die Italiener. In der Rückwärtsbewegung ließen sie nichts anbrennen. Am Angriffsspiel muss Marcello Lippi mit seinen Schützlingen aber noch feilen. Kamerun steigerte sich im Vergleich zu den schwachen Auftritten beim Afrika-Cup, es fehlte jedoch an Durchschlagskraft.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
PERSONAL & TAKTIK
Italiens Trainer Marcello Lippi bot jene Elf auf, über die in den letzten Tagen auch spekuliert wurde. Das Tor hütete Federico Marchetti für den verletzten Gianluigi Buffon. Vor dem Schlussmann lief eine Dreierkette mit Kapitän Fabio Cannavaro, Giorgio Chiellini und dem Debütanten Leonardo Bonucci auf. Im Mittelfeld agierten Christian Maggio, Daniele de Rossi, Domenico Criscito und Spielmacher Andrea Pirlo. Neben Antonio di Natale liefen Milans Marco Borriello und Neuling Andrea Cossu aus Cagliari im Sturm auf.
Bei den Kamerunern saßen die beiden Bundesliga-Legionäre Joel Matip und Mohamdou Idrissou zunächst auf der Bank. Neben Torjäger Samuel Eto'o spielte Dorge Kouemaha im Angriff. Das Mittelfeld bildeten Stephen M'Bia, Achille Emana, Alexandre Song und Georges Mandjeck. In der Viererkette vor dem etatmäßigen Ersatzkeeper Souleymanoe Hamidou bot Coach Paul Le Guen Sébastien Bassong, Benoit Assou-Ekotto, Nicolas N'Koulou und Eyong Enoh auf.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Für einen Wachmacher sorgte Federico Marchetti, der nach vier Minuten über einen Rückpass von Chiellini trat und Glück hatte, dass der Ball knapp am linken Pfosten des italienischen Tors vorbei strich. Italien hatte mit einem Pirlo-Freistoß, der sichere Beute von Hamidou wurde (9.), und einem Kopfball von Antonio di Natale, der über das Gehäuse der Gäste segelte (11.), die ersten gelungenen Offensivaktionen. Nach knapp einer Viertelstunde jubelten die Tifosi, doch Schiedsrichter Said Enjimi machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Nach einer Ecke von Cossu segelte Hamidou unbeholfen durch seien Strafraum, Daniele de Rossi spitzelte den Ball zu Chiellini und der Verteidiger nickte ein, stand allerdings im Abseits (14.). Der Unparteiische verweigerte dem Treffer die Anerkennung.
Kamerun erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Die Afrikaner hielten körperlich voll dagegen und versteckten sich keineswegs. Italien hatte etwas mehr Spielanteile, die Abwehr stand sicher, doch das Offensivspiel krankte noch. Abgesehen von einem di-Natale-Schuss nach 24. Minuten blieben Chancen in der ersten halben Stunde Mangelware. Den stärksten Angriff der ersten Halbzeit über Pirlo und Cossu schloss di Natale aus spitzem Winkel ab. Hamidou hatte die Kugel im Nachfassen, Borriello kam einen Schritt zu spät (32.).
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Marcello Lippi brachte zum zweiten Durchgang vier neue Spieler (Giampaolo
Pazzini, Gennaro Gattuso, Claudio Marchisio und Riccardo Montolivo) und stellte auf eine 4-3-3-Formation um. Die „Azzurri“ hielten weiter das Heft in der Hand. Allerdings versiebte Antonio di Natale auch nach Wiederanpfiff seine Chancen: Zunächst scheiterte er mit einem schönen Schuss aus 17 Metern an Hamidou (47.). Knapp zehn Minuten später nahm er eine Marchisio-Hereingabe von der linken Seite direkt, doch der Ball wurde in letzter Sekunde noch zur Ecke abgefälscht (56.).
Der Wille, das Spiel zu gewinnen, war den Italienern anzumerken. Sie spielten engagiert nach vorn. Der finale Pass wollte an diesem Abend aber einfach nicht gelingen und so blieb es am Ende beim 0:0.
SCHLÜSSELSPIELER
Antonio di Natale, der die Torjägerliste der Serie A anführt, erarbeitete sich mehrere gute Gelegenheiten, nutzte davon aber keine. Italiens Abwehrreihe mit Cannavaro, Bonucci und Chiellini spielte tadellos und ließ nichts zu. Der eingewechselte Claudio Marchisio brachte viel frischen Wind in die Begegnung.
Samuel Eto'o arbeitete viel und ließ sich oft ins Mittelfeld fallen. Seine Torgefahr konnte er aber nicht unter Beweis stellen. Stark präsentierte sich sein Mannschaftskamerad Achille Emana, der viele Bälle gewann. Schlussmann Hamidou zeigte ein paar Unsicherheiten, aber auch einige gute Paraden.
SCHLÜSSELSZENE
Stürmer Antonio di Natale vergab heute Abend eine Reihe guter Gelegenheiten. Besonders aussichtsreich war jene nach 56 Minuten, als seine Direktabnahme gerade noch von Kameruns Abwehr geblockt wurde. Wäre dieser Ball aufs Tor gekommen, hätte Italien jubeln dürfen. So war diese Aktion allerdings sinnbildlich für das Spiel.
SPIELER DES SPIELS
Andrea Cossu bestätigte die starke Form, die er derzeit bei Cagliari Calcio Woche für Woche unter Beweis stellt. Er spielte eine Reihe kluger Pässe und ist in dieser Form eine Bereicherung für Italien.
SCHIEDSRICHTER: Said Enjimi – Note: 9
Der Franzose lag mit seiner Bewertung des vermeintlichen 1:0 durch Chiellini richtig und gab den Treffer wegen Abseits nicht (14.). Für ein Freundschaftsspiel war es teilweise ruppig, allein in der ersten halben Stunde zückte Enjimi drei Mal die gelbe Karte. Er hatte das Spiel aber jederzeit im Griff und leistete sich keine Schnitzer.
Anmerkung: Die Bewertungsskala reicht wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (weltklasse).
SPIELNOTE: 4
Viele Höhepunkte hatte die Partie im „Stade Louis II“ von Monte Carlo nicht. Das Spielgeschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, nur selten gab es flüssigen Konbinationsfußball.
STATISTIK
Nach seinem überragenden Saisonstart fiel Antonio di Natale einige Wochen verletzt aus. Das schlug sich auch im Castrol Index nieder, wo er auf Platz 384 abrutschte. Doch er arbeitet sich wieder nach vorne und auch heute Abend deutete er wieder seine Torgefährlichkeit an. Er rangiert derzeit auf Platz 297 (609 Punkte) und wird dies gewiss im Laufe der Saison noch verbessern.
FAZIT
Ein guter (Härte-) Test für die Italiener. In der Rückwärtsbewegung ließen sie nichts anbrennen. Am Angriffsspiel muss Marcello Lippi mit seinen Schützlingen aber noch feilen. Kamerun steigerte sich im Vergleich zu den schwachen Auftritten beim Afrika-Cup, es fehlte jedoch an Durchschlagskraft.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
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