Spielbericht Testspiel: Algerien – Serbien

Deutschlands WM-Gegner Serbien stand vor dem 3:0-Sieg über Algerien mächtig unter Druck: Die Mannschaft von Trainer Radomir Antic musste den hohen Ansprüchen gerecht werden, denn nicht nur die treuen Fans, auch Experten sehen in den Serben ein Team mit großer Zukunft.

Von Dirian EL AMINE

Lazovic and Pantelic, Serbia strikers (AFP)

Algier. Vorbereiten wollte sich die algerische Nationalmannschaft ganz gewissenhaft, schließlich steht die WM in Südafrika vor der Tür. In der Gruppenphase des Turniers treffen die Nordafrikaner auf Slowenien. Deshalb nahmen sich die schlauen Afrikaner als Testspielgegner Serbien vor, in der Hoffnung, beide Mannschaften seien sich ähnlich.

Pantelic mit dem Führungstor

Vor heiterer Kulisse fand das Spiel in der algerischen Hauptstadt Algier statt und beide Teams legten auf eine komplett unterschiedliche Art und Weise los. Während die Algerier gleich sehr beherzt und kämpferisch das gegnerische Tor suchten und auch häufig zum Abschluss kamen, zögerte Serbien zu Beginn ein wenig. Der Heimvorteil der Algerier war vor allem in den ersten Minuten ersichtlich. Doch dann drehten die Europäer auf: Milan Jovanovic, beim belgischen Meister Standard Lüttich aktiv, flankte in der 13. Minute von links in den Strafraum, der Ex-Berliner Pantelic schloss eiskalt ab, noch bevor Algeriens Keeper die Finger an den Ball bekam.

Algerien steckte nicht auf

Doch trotz des frühen Rückstandes gab Algerien nicht auf, sondern kreierte zahlreiche Chancen. Auffälligster Akteur: Der Mönchengladbacher Karim Matmour, der oft zum Abschluss kam, den serbischen Torhüter Stojkovic aber nie wirklich forderte. Die Nordafrikaner offenbarten ihre größte Schwäche: Mangelnde Effizienz im Torabschluss. Das bestrafte Serbien im zweiten Durchgang, als der Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic nach einem Freistoß von der linken Seite vollstreckte. Die Unordnung im algerischen Strafraum nutzte der Mittelfeldspieler ohne zu zögern aus. Für den Schlusspunkt zum 3:0 sorgte der Kölner Zoran Tosic. Kurz zuvor war Algeriens Elf nach einem Freistoß von Ziani nur am Pfosten gescheitert. Ein wenig Glück gehörte also auch dazu, sonst hätte Serbien sicher einen Gegentreffer kassiert. Letztendlich rechtfertigten die Gäste die Prognosen zahlreicher Experten und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Dennoch liegt auf dem Weg nach Südafrika noch jede Menge Arbeit vor beiden Mannschaften.

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