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ELF Favoriten auf den goldenen Schuh (6): Wayne Rooney
Was für den Schauspieler der Oscar ist, ist für jeden Torjäger der goldene Schuh. Mit diesem wird Jahr für Jahr Europas erfolgreichster Torjäger ausgezeichnet und auch in der aktuellen Saison gibt es wieder zahlreiche Kandidaten für die begehrte Trophäe in Edelmetall. Goal.com präsentiert einen neuen Teil der beliebten Serie ELF, diesmal mit den elf heißesten Favoriten auf den goldenen Schuh. Auf dem sechsten Rang unserer Liste ist Wayne Rooney von Manchester United gelandet.
Manchester. Man kann es nun sehen, wie
man möchte. Denn kaum ein Fußballer spaltet die Sportwelt
so, wie es der Engländer Wayne Rooney schafft. Einige sehen ihn
als einen charakterlosen Kicker an, der keine Möglichkeit
ungenutzt lässt, negativ aufzufallen. Für viele ist er aber
auch einfach nur der typische Hitzkopf, der sich über mitunter
umstrittene Kampfmethoden im harten britischen Fußball
durchsetzen möchte. Vermutlich liegt die Wahrheit auch beim
Angreifer von Manchester United wie immer in der Mitte. Seine
privaten Hintergründe sind nicht immer leicht nachzuvollziehen
und auch der Kern, aus dem der Welt-Star entstanden ist, wirkt nicht
nur harmonisch und friedlich. Und so ist es eine ganz besondere
Geschichte. Die Geschichte eines Mannes, der schon als Kind seinen
Traum zu leben versuchte. Ein Mann, der auf dem Weg nach oben keinen
Stein einfach akzeptierte, sondern ihn zur Seite rollte. Unabhängig
aber wie man zu dem Menschen Wayne Rooney steht; der Sportler Wayne
Rooney hat unbestritten schon Großes für sein Land
erreicht.

Der Spagat zwischen Mensch und Sportler
Genau darauf sollte auch der Fokus liegen. Bereits im Alter von nur zehn Jahren ging Rooney 1995 zum FC Everton. Dieser Klub hatte schon in seinen ersten Lebensjahren ganz besonders auf ihn gewirkt. Der Verein war für ihn Rückhalt. Er wuchs in einem sozial schwachen Umfeld auf und weiß schon seit seiner Kindheit, was es heißt zu kämpfen. So boxte er sich auch bei seinem neuen Klub durch. Das erste Highlight und zugleich die Initialzündung einer großen Karriere folgte aber am 19. Oktober 2002. Mit dem FC Everton siegte er gegen den scheinbar übergroßen und unschlagbaren FC Arsenal London mit 2:1. Den Siegtreffer erzielte er selbst. Fortan sollte seine Karriere steil nach oben verlaufen. Sein Weg war vorgezeichnet und er verfolgte ihn ab diesem Tag in aller Konsequenz und mit vollem Ehrgeiz.
Schon gelesen? Rooney und der 10. April 2007
So war es nicht außergewöhnlich,
dass bereits im Alter von 17 Jahren die großen Vereine Europas
hinter dem Torjäger herjagten. Am 31. August 2004 entschied er
sich schließlich für Manchester United. Schweren Herzens
verabschiedete er sich vom FC Everton, der ihm erst den Weg
aufgezeigt hatte. Der Klub sollte es aber angesichts einer
Ablösesumme von rund 40 Millionen Pfund verkraftet haben. Auch
bei Manchester United wurde er schnell erfolgreich. Heute hat er in
über 150 Spielen in der Premier League für den Klub 65
Treffer erzielt. Seine Torgefahr ist also unbestritten. Aus einem
schweren Millieu gekommen, kämpfte sich Wayne Rooney an die
Spitze des Fußballs im Mutterland dieser Sportart. Und er
sollte dort bis heute verharren...

Rekorde in der Nationalmannschaft
Dabei verhalf ihm sicherlich auch seine Laufbahn in der Nationalmannschaft, in der er bis heute natürlich zu einer festen Größe gereift ist. Am 12. Februar 2003 gab er sein Debüt im Dress der britischen Delegation. Er war damit der jüngste Spieler, der je für eine Auswahl dieses Landes gespielt hatte. Theo Walcott sollte aber den Rekord schon drei Jahre später wieder aufbessern. In einem Spitzenwert konnte Rooney aber bisher nicht abgefangen werden: Gegen Mazedonien erzielte er 2003 als jüngster Engländer aller Zeiten einen Treffer für die Nationalmannschaft. Weitere Tore sollten folgen und schon schnell war er der Garant für Erfolge im Sturm der „Three Lions“. Der steile Aufstieg hatte sich auch über den Klub-Fußball hinaus ausgeweitet. Spätestens jetzt zweifelte niemand mehr an der Klasse des Angreifers, die erst Jahre später im Detail ersichtlich werden sollte.

Das Spiel mit den Nerven
Aber noch weitere Eigenschaften des Wayne Rooney sollten schon bald erkennbar werden: So hat er immer wieder Probleme mit seinem Temperament. Gerne gehen ihm dabei auch die Nerven durch. Dann tritt er auch schonmal auf Gegenspieler wie Ricardo Carvalho ein oder holt sich einen Platzverweis wegen eines hämischen Beifalls ab. Nicht auszuschließen auch, dass er auf die eigenen Fans losgeht. So auch bei der Europameisterschaft 2008, als er die englischen Anhänger mit einem „V“-Symbol, das er ihnen mit den Fingern zeigte, beleidigte. Diese Handzeichen gilt als Missachtung und das hatten seine Fans nun wirklich nicht verdient. Die Nerven sind sicherlich nicht die größte Stärke des mittlerweile 23-Jährigen. Sein Vater war übrigens Preisboxer Thomas Wayne Rooney. Möglicherweise liegt es auch daran, dass er sich hin und wieder nur schwer zügeln kann. Und so werden vor allem die Dinge außerhalb des Sportes für Wayne Rooney immer eine Herausforderung bleiben. Sportlich ist er in jedem Fall schon jetzt ein ganz, ganz Großer...
ELF Favoriten auf den Goldenen Schuh –
Das Ranking (Übersicht)
Was meint ihr: Hat Rooney Chancen auf
den goldenen Schuh? Wie seht Ihr seine Entwicklung? Wirkt er mit
seiner Art eher sympathisch oder abstoßend auf die Fans?
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