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ELF Kultstadien (9): Veltins-Arena, Gelsenkirchen
In diesen Stadien geht die Post ab! Die Fans singen sich bis zur Ekstase. Die Stimmung schwappt auf den Rasen. Andere Stadien indes überzeugen durch ihre besondere Lage, durch ihre traditionsreiche Geschichte oder sind einfach nur Kult. ELF, das populäre Ranking auf Goal.com, widmet sich dieses Mal täglich den Kultstätten der Republik. Da, wo der Fußball zu Hause ist. Und das war wieder einmal keine leichte Aufgabe. Deswegen haben wir uns auch dazu entschieden, zunächst nur die Stadien in die engere Auswahl zu nehmen, in denen derzeit noch aktiv bis zur 3. Liga gekickt wird. Freunde der Glück Auf-Kampfbahn, des Hamburger Volksparkstadions oder andere Nostalgiker müssen sich also vorerst noch gedulden. Diese Stadien kamen nicht in die Wertung, bieten aber genügend Stoff für ein weiteres Ranking. Weiter geht es heute mit der Arena AufSchalke in Gelsenkirchen, die heute natürlich Veltins-Arena heißt.
Von François DUCHATEAU
Gelsenkirchen. Die Veltins-Arena dürfte kontrovers betrachtet werden in unserem ELF-Ranking, denn die Arena AufSchalke ist im Gegensatz zum Karlsruher Wildparkstadion und Stadion Rote Erde in Dortmund eine hypermoderne Multifunktionsarena, man kann sogar sagen: Deutschlands Vorreiter-Arena – und deswegen sicher mit gewissem Kultfaktor bestück, auch wenn die Location äußert kommerziell ausgeschlachtet wird.
Kampfansage an die Tartanbahnen

Die Eröffnung der Arena AufSchalke am 13.08. 2001 öffnete ein neues Kapitel für die Stadionnation Deutschland. Spätestens jetzt wurde allen Tartanbahnen der Kampf angesagt. Während Architekten in den Niederlanden und Großbritannien quasi schon einen Sport daraus machten, sich mit Sport-Veranstaltungstätten auszutoben, die sich zudem als sprudelnde Geldquellen entpuppten, wenn man sie richtig vermarktet und einsetzt, agierten die Fußball-Deutschen noch sehr traditionell konservativ was Stadionmodernisierungen anging. Der Schalke Größenwahn verkörpert von Rudi Assauer sowie der holländische Einschlag von Huub Stevens haben sicher eine bedeutende Rolle gespielt, dass Schalke genug vom Gelsenkirchener Parkstadion hatte und nicht nur einen, sondern gleich mehrere Schritte weiterzugehen.
Das Beste von den Nachbarn
Die Schalke fuhren über die Grenze zu unseren holländischen Nachbarn und kopierten das Beste aus den vier modernen Arenen in Rotterdam, Eindhoven, vor allem jedoch aus Amsterdam und Arnheim zu einem neuen Superlativ. In das Projekt involviert wurde übrigens auch der gerade pensionierte Johan de Kock, der nicht nur Verteidiger, sondern auch gelernter Straßen- und Wasserbau-Ingenieur war. Das verschließbare Dach aus der holländischen Hauptstadt war alleine nicht gut genug, denn nach den Rasenproblemen dort, wollte man das hydraulisch herausfahrbare Spielfeld aus Arnheim integrieren, damit die Qualität des Grüns Woche für Woche von höchster Qualität sein kann, auch wenn dies pro Fahrt 13.000 Euro und vier Stunden Zeit verschlingt. Da Schalke jedoch nicht nur ein Club, sondern Religion ist, durfte auch eine passende Kapelle nicht fehlen, in der vor dem Spielen noch mal an den Fußballgott gedacht oder auch mal geheiratet werden kann. Eine fünf Kilometerlange Pipeline regelt übrigens den Bierfluss für die bis zu über 61.000 bei Fußball- und 78.000 Gäste bei Konzertveranstaltungen. Schließlich müssen glorreiche Momente ja auch ordentlich gefeiert werden können!

Champions-League-Finale 2004 in Gelsenkirchen
Die sportlichen Highlights der heute Veltins-Arena getauften Location waren natürlich die fünf Spiele der WM 2006 (Vier Vorrunden Matches, plus das Viertelfinale England-Portugal), sowie das Champions League-Finale 2004 zwischen dem FC Porto und dem AS Monaco. Die Bundesliga musste sich erstmal an die futuristische Arena gewöhnen, die meist mehrmals die Woche in Betrieb genommen wird und sich Metallica, Stefan Raab und „die Knappen“ quasi ständig die Klinke in die Hand geben: Am letzten Spieltag der Saison 2002/03 war es (natürlich) Oliver Kahn, der für den ersten Schiedsrichterball in der Geschichte der Bundesliga sorgte, nachdem ein Abschlag des Keepers gegen den Videowürfel prallte. Nicht nur die treuen und lautstarken Fans von „Königsblau“ mussten sich also an die neue Generation von Spielstätten gewöhnen...
Was meint ihr: Welchen Stellenwert hat die Schalker Arena für die Stadionentwicklung in Deutschland? Ist sie Kult oder einfach nur kommerziell und Euch deswegen ein Dorn im Auge? Wart ihr schon einmal da?
Gelsenkirchen. Die Veltins-Arena dürfte kontrovers betrachtet werden in unserem ELF-Ranking, denn die Arena AufSchalke ist im Gegensatz zum Karlsruher Wildparkstadion und Stadion Rote Erde in Dortmund eine hypermoderne Multifunktionsarena, man kann sogar sagen: Deutschlands Vorreiter-Arena – und deswegen sicher mit gewissem Kultfaktor bestück, auch wenn die Location äußert kommerziell ausgeschlachtet wird.
Kampfansage an die Tartanbahnen

Die Eröffnung der Arena AufSchalke am 13.08. 2001 öffnete ein neues Kapitel für die Stadionnation Deutschland. Spätestens jetzt wurde allen Tartanbahnen der Kampf angesagt. Während Architekten in den Niederlanden und Großbritannien quasi schon einen Sport daraus machten, sich mit Sport-Veranstaltungstätten auszutoben, die sich zudem als sprudelnde Geldquellen entpuppten, wenn man sie richtig vermarktet und einsetzt, agierten die Fußball-Deutschen noch sehr traditionell konservativ was Stadionmodernisierungen anging. Der Schalke Größenwahn verkörpert von Rudi Assauer sowie der holländische Einschlag von Huub Stevens haben sicher eine bedeutende Rolle gespielt, dass Schalke genug vom Gelsenkirchener Parkstadion hatte und nicht nur einen, sondern gleich mehrere Schritte weiterzugehen.
Das Beste von den Nachbarn
Die Schalke fuhren über die Grenze zu unseren holländischen Nachbarn und kopierten das Beste aus den vier modernen Arenen in Rotterdam, Eindhoven, vor allem jedoch aus Amsterdam und Arnheim zu einem neuen Superlativ. In das Projekt involviert wurde übrigens auch der gerade pensionierte Johan de Kock, der nicht nur Verteidiger, sondern auch gelernter Straßen- und Wasserbau-Ingenieur war. Das verschließbare Dach aus der holländischen Hauptstadt war alleine nicht gut genug, denn nach den Rasenproblemen dort, wollte man das hydraulisch herausfahrbare Spielfeld aus Arnheim integrieren, damit die Qualität des Grüns Woche für Woche von höchster Qualität sein kann, auch wenn dies pro Fahrt 13.000 Euro und vier Stunden Zeit verschlingt. Da Schalke jedoch nicht nur ein Club, sondern Religion ist, durfte auch eine passende Kapelle nicht fehlen, in der vor dem Spielen noch mal an den Fußballgott gedacht oder auch mal geheiratet werden kann. Eine fünf Kilometerlange Pipeline regelt übrigens den Bierfluss für die bis zu über 61.000 bei Fußball- und 78.000 Gäste bei Konzertveranstaltungen. Schließlich müssen glorreiche Momente ja auch ordentlich gefeiert werden können!

Champions-League-Finale 2004 in Gelsenkirchen
Die sportlichen Highlights der heute Veltins-Arena getauften Location waren natürlich die fünf Spiele der WM 2006 (Vier Vorrunden Matches, plus das Viertelfinale England-Portugal), sowie das Champions League-Finale 2004 zwischen dem FC Porto und dem AS Monaco. Die Bundesliga musste sich erstmal an die futuristische Arena gewöhnen, die meist mehrmals die Woche in Betrieb genommen wird und sich Metallica, Stefan Raab und „die Knappen“ quasi ständig die Klinke in die Hand geben: Am letzten Spieltag der Saison 2002/03 war es (natürlich) Oliver Kahn, der für den ersten Schiedsrichterball in der Geschichte der Bundesliga sorgte, nachdem ein Abschlag des Keepers gegen den Videowürfel prallte. Nicht nur die treuen und lautstarken Fans von „Königsblau“ mussten sich also an die neue Generation von Spielstätten gewöhnen...
Was meint ihr: Welchen Stellenwert hat die Schalker Arena für die Stadionentwicklung in Deutschland? Ist sie Kult oder einfach nur kommerziell und Euch deswegen ein Dorn im Auge? Wart ihr schon einmal da?
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