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Vor den EM-Feierlichkeiten: Irland will Estland nicht auf die leichte Schulter nehmen
Die Biervorräte in Dublins Pubs sind aufgefüllt, die Party zur erfolgreichen EM-Qualifikation kann steigen. Doch vorher steht noch das Playoff-Rückspiel gegen Estland an.
Von Patrick Niedel
Dublin. Die erste Turnierteilnahme seit 2002 scheint in trockenen Tüchern zu sein. Estland kann nach der 0:4 Heim-Klatsche gegen Irland wirklich nur noch ein Fußballwunder zur EM 2012 bringen. Die Gastgeber wollen bei aller Euphorie keine Spannung aufkommen lassen und Trainer Giovanni Trapattoni fordert noch einmal volle Konzentration auf Spiel und Gegner.
Estland braucht ein Fußball-Wunder
Was Estlands Trainer Tarmo Rüütli seinen Spielern für das Rückspiel in Dublin auf den Weg geben wird, scheint klar. Er wird an die Ehre und an den Willen zum Kampf appellieren. Doch kann man eine Mannschaft, die mit soviel Hoffnungen in das Hinspiel gegangen ist und dort teilweise vorgeführt und gedemütigt wurde, wirklich noch aufrichten? Wer die Mannschaft, den Trainer und die Fans am vergangenen Freitag nach dem Schlusspfiff gesehen hat, kann diese Frage nicht bejahen. Es wäre wahrscheinlich eine der größten Sensationen im Fußball, sollten die Esten, für die die Teilnahme an den Playoffs an sich schon eine großartige Sache war, tatsächlich den vier Tore Rückstand aufholen können.
Piiroja und Stepanov fallen aus
Verzichten muss Rüütli im Rückspiel auf die Verteidiger Raio Piiroja und Andrey Stepanov, die am Freitag mit gelb-rot vom Platz gestellt wurden. Besonders der Ausfall von Routinier und Kapitän Piiroja wiegt schwer. Er, der 109 Mal für Estland aufgelaufen ist, gilt als lebendes Denkmal in dem kleinen baltischen Land. Nun wird er seine Karriere aller Voraussicht nach nicht mit einer Turnierteilnahme beenden können.
Robbie Keane warnt vor Überheblichkeit
Die Iren sind währenddessen siegssicher, ohne aber zu euphorisch zu wirken. Kapitän Robbie Keane warnt vor Überheblichkeit. „Wenn wir uns nicht qualifizieren sollten, wären wir am Boden zerstört“, so der 31-Jährige auf uefa.com. Dennoch, so Keane weiter, „sollte das Ding durch sein“.
Trapattoni verlangt Respekt vor Estland
Sein Trainer stößt ins gleiche Horn. Trapattoni verlangt höchste Konzentration und Respekt vor den Esten. Nur, wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nehme, wäre die Qualifikation noch gefährdet. Bei der Einstimmung seiner Mannschaft auf die Partie am kommenden Dienstag griff der „Mister“ wieder einmal in die rhetorische Trickkiste: „Die Katze ist im Sack, der Sack ist aber noch nicht zu.“ Die irischen Fans zwischen Cork und Dublin feiern diesen Satz bereits ähnlich, wie hierzulande die berühmte „Strunz-Rede“ Trapattonis immer noch für Erheiterung sorgt.
Guinness statt Rotwein?
Personell können die Iren nahezu aus dem Vollen schöpfen. Es ist davon auszugehen, dass es keinerlei Experimente geben wird. Trapattoni will absolut sicher gehen, die Qualifikation für Polen und die Ukraine erfolgreich zu beenden. Und vielleicht trinkt der 72-Jährige zur Feier des Tages dann auch einmal ein Guinness, statt eines Rotweins.
Eure Meinung: Irland mit Trapattoni zur EM- und auch zur WM?
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Was Estlands Trainer Tarmo Rüütli seinen Spielern für das Rückspiel in Dublin auf den Weg geben wird, scheint klar. Er wird an die Ehre und an den Willen zum Kampf appellieren. Doch kann man eine Mannschaft, die mit soviel Hoffnungen in das Hinspiel gegangen ist und dort teilweise vorgeführt und gedemütigt wurde, wirklich noch aufrichten? Wer die Mannschaft, den Trainer und die Fans am vergangenen Freitag nach dem Schlusspfiff gesehen hat, kann diese Frage nicht bejahen. Es wäre wahrscheinlich eine der größten Sensationen im Fußball, sollten die Esten, für die die Teilnahme an den Playoffs an sich schon eine großartige Sache war, tatsächlich den vier Tore Rückstand aufholen können.
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Verzichten muss Rüütli im Rückspiel auf die Verteidiger Raio Piiroja und Andrey Stepanov, die am Freitag mit gelb-rot vom Platz gestellt wurden. Besonders der Ausfall von Routinier und Kapitän Piiroja wiegt schwer. Er, der 109 Mal für Estland aufgelaufen ist, gilt als lebendes Denkmal in dem kleinen baltischen Land. Nun wird er seine Karriere aller Voraussicht nach nicht mit einer Turnierteilnahme beenden können.
Robbie Keane warnt vor Überheblichkeit
Die Iren sind währenddessen siegssicher, ohne aber zu euphorisch zu wirken. Kapitän Robbie Keane warnt vor Überheblichkeit. „Wenn wir uns nicht qualifizieren sollten, wären wir am Boden zerstört“, so der 31-Jährige auf uefa.com. Dennoch, so Keane weiter, „sollte das Ding durch sein“.
Trapattoni verlangt Respekt vor Estland
Sein Trainer stößt ins gleiche Horn. Trapattoni verlangt höchste Konzentration und Respekt vor den Esten. Nur, wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nehme, wäre die Qualifikation noch gefährdet. Bei der Einstimmung seiner Mannschaft auf die Partie am kommenden Dienstag griff der „Mister“ wieder einmal in die rhetorische Trickkiste: „Die Katze ist im Sack, der Sack ist aber noch nicht zu.“ Die irischen Fans zwischen Cork und Dublin feiern diesen Satz bereits ähnlich, wie hierzulande die berühmte „Strunz-Rede“ Trapattonis immer noch für Erheiterung sorgt.
Guinness statt Rotwein?
Personell können die Iren nahezu aus dem Vollen schöpfen. Es ist davon auszugehen, dass es keinerlei Experimente geben wird. Trapattoni will absolut sicher gehen, die Qualifikation für Polen und die Ukraine erfolgreich zu beenden. Und vielleicht trinkt der 72-Jährige zur Feier des Tages dann auch einmal ein Guinness, statt eines Rotweins.
Eure Meinung: Irland mit Trapattoni zur EM- und auch zur WM?
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