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Es ist mehr als nur ein Duell. Der Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Fußball findet in der Saison 2012/13 sein erstes Kapitel im Supercup-Finale.

München. Jupp Heynckes schaute etwas grimmig drein, als er am Freitag an der Säbener Straße für die Journalisten Reden und Antwort stand. Der Bayern-Coach war die ständigen Fragen zur schwarzen Serie satt. Immer wieder versuchte er die Brisanz dieses Supercup-Finals herunterzuspielen. Zwar gab er zu, dass die Partie gegen Borussia Dortmund ein erstes Kräftemessen ist und eine richtungsweisende Partie für die anstehende Bundesliga-Saison, aber „keinen großen Einfluss auf die Duelle in der Bundesliga“ hat.

Ein Gradmesser ist es allemal und mehr als nur ein schnödes Supercup-Endspiel ebenfalls. „Der erste Titel der Saison“ wirbt die DFL mit dicken fetten Lettern und einem folgenden Ausrufezeichen. Doch damit nicht genug: 5,5 Kilogramm Gold und Silber warten auf den Sieger dieser Auseinandersetzung. Zugegeben, der Pokal ist tatsächlich ein netter Blickfang. Sein Wert beschränkt sich jedoch auf die Materialien, aus denen er besteht. Symbolisch bleibt das Schmuckstück so attraktiv wie eine Tubberdose.

Spiel auf Augenhöhe?

Ungewollt titelt die DFL aber mit einer fast schon philosophischen Überschrift: Ein „Spiel auf Augenhöhe“ - doch steht nicht genau das in Frage? Nach fünf Niederlagen, nach einer noch gar nicht so lange zurückliegenden Klatsche im DFB-Pokalfinale, kurz bevor man die „historische Chance“ im Champions-League-Finale verstreichen ließ. Natürlich ist dieses Aufeinandertreffen hochbrisant…

FC BAYERN
VIZE-MEISTER
DIE SAISON-VORBEREITUNG
Ergebnis
SpVgg Unterhaching - FC Bayern
0:1
FC Ismaning - FC Bayern
0:4
Trentino-Auswahl - FC Bayern 0:11
SSC Neapel - FC Bayern 3:2
Beijing Guo - FC Bayern
0:6
FC Bayern - VfL Wolfsburg
2:1
Kaiserslautern - FC Bayern
2:3
FC Bayern - Werder Bremen
2:2
Hamburger SV - FC Bayern
0:1
FC Bayern - Bor. Dortmund (12.8.)
 

Kampf für die Menschlichkeit

Aggressionen und der unbändige Wille, für die letzten zwei Jahre Wiedergutmachung zu betreiben, das fordert Matthias Sammer von seinen Jungs. Deswegen kommt ihm dieses frühe erste Aufeinandertreffen gar nicht so ungelegen. Nicht auszudenken, welche Euphorie durch einen Sieg gegen die schwarz-gelben Spaßfußballer ausgelöst werden könnte. Plötzlich würde der amtierende Meister an Schrecken verlieren, vielleicht sogar seinem Weg des unbeugsamen Understatements untreu werden. Niemand weiß, wie sich die Dortmunder verhalten, wenn die weiße Weste plötzlich Flecken bekommt.

Bisher waren es zumeist die Bayern, die gereizt reagierten und in blinder Wut so manchen verbalen Fehler von sich gaben. Als die BVB-Führung in der letzten Hinrunde jedoch den heißen Atem des Rekordmeisters spürte, ließen sich auch Zorc und Co. zur einen oder anderen Provokation hinreißen. Eines weiß Sammer nämlich ganz genau: Auch der amtierende Meister besteht nicht aus perfekten Menschen. Dies gilt es, zu beweisen.    

EURE MEINUNG: Wer gewinnt das Duell am Sonntagabend?


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