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Bei einem Spiel im niederländischen Pokal kam es zu rassistischen Gesängen seitens der Den-Bosch-Fans. Der Schiedsrichter wollte die Partie schon in Hälfte eins abbrechen.

Alkmaar. Beim KNVB-Pokalspiel zwischen dem AZ Alkmaar und dem FC Den Bosch kam es zu rassistischen Gesängen gegen Alkmaar-Stürmer Jozy Altidore. Der Spieler bestand jedoch darauf, dass das Spiel fortgesetzt wird.

Fortlaufende Gesänge gegen Altidore

Nach dem Abpfiff geriet der deutliche 5:0-Erfolg des AZ Alkmaar gegen den am Ende mit neun Spielern agierenden FC Den Bosch schnell in den Hintergrund. Anhänger des Gastgebers hatten während des Spiels fortlaufend den US-Amerikaner Jozy Altidore rassistisch beschimpft und damit beinahe einen Spielabbruch hervorgerufen.

Spieler drängte auf Fortsetzung

Laut einer Twitternachricht des AZ Alkmaar wollte Schiedsrichter Reinold Wiedemeijer bereits in der ersten Halbzeit abbrechen, doch Altidore drängte auf eine Fortsetzung des Spiels. „Ich denke, ich habe eine Verpflichtung als Fußballer meinem Verein und meiner Familie gegenüber, auf solche Dinge nicht zu reagieren und zu zeigen, dass der Verein besser ist als das und ich besser erzogen wurde, als dass ich auf solch lächerliches Verhalten reagieren würde“, erklärte der 23-Jährige nach dem Spiel eredivisie.nl.

Trotz offizieller Aufforderungen, die Gesänge zu unterlassen, setzten die Anhänger die Beschimpfungen fort und warfen außerdem zwischenzeitlich mit Schneebällen auf einen Linienrichter. Daraufhin wurde das Spiel in der zweiten Halbzeit für kurze Zeit unterbrochen.

„Unglaublich schade“

Altidores Mitspieler Viktor Elm zeigte sich nach dem Spiel schockiert. „Ich bin, wie jeder andere, enttäuscht von diesen Fans. Es ist eine schlimme Zeit für den professionellen Fußball“, wird Elm auf der offiziellen Homepage des AZ Alkmaar zitiert.

Bereits in der Halbzeit ließ Sportdirektor Earnie Stewart im niederländischen Fernsehen seinem Unmut freien Lauf: „Es ist unglaublich schade für die Beteiligten und Liebhaber des Fußballs in den Niederlanden, dass so etwas passieren kann. Man hört es und fragt sich, was da eigentlich passiert.“

Der erneute Zwischenfall trifft den niederländischen Fußball schwer, nachdem erst im Dezember vergangenen Jahres ein Linienrichter nach einer Attacke von Amateurspielern zu Tode gekommen war.

Anfang dieses Monats war es bereits in Italien beim Testspiel zwischen dem AC Milan und Pro Patria zu rassistischen Gesängen gegen Kevin-Prince Boateng gekommen. Boateng hatte daraufhin das Spielfeld verlassen.

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