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AZ Alkmaar nach van Gaal-Weggang ein Scherbenhaufen - jetzt soll Gazprom helfen
Nach dem Weggang von Louis van Gaal gleicht AZ Alkmaar, amtierender holländischer Meister und Champions League Teilnehmer, einem Scherbenhaufen. Erst ging der Hauptsponsor DSB-Bank in die Pleite, dann kamen Expressungs-Vorwürfe von Spielern über die Medien ans Licht. Sportlich läuft es schon lange nicht mehr.
Von François DUCHATEAU
Alkmaar. Unter Ronald Koeman rangiert der amtierende Champion lediglich auf einem enttäuschenden achten Platz, obwohl außer Demy de Zeeuw alle Leistungsträger im Sommer behalten werden konnten. Selbst Underdogs wie NAC Breda und Heracles Almelo haben mehr Zähler auf dem Konto. Doch, dass es sportlich kriselt nach all den Turbulenzen im Umfeld ist kein Wunder.
Vereins- und DSB-Präsident Dirk Scheringa, in gewisser Weise der Dietmar Hopp von Alkmaar, der den Verein mit finanziellen Spritzen und professionellen Strukturen aus dem Mittelfeld zurück an die Eredivisie-Spitze führte, reichte diese Woche seinen Rücktritt ein nach dem finanziellen Debakel und allen Vorwürfen aus der Presse. Der Verein würde seinen „Macher“ allerdings gerne ehrenamtlich behalten. Ausgang offen.
Neuer Hauptsponsor muss her
Beim letzten Topmatch gegen Ajax Amsterdam und in der Champions League gegen Arsenal spielte AZ mit blanker Brust. Finanziell ist der Club diese Spielzeit noch gesichert, da die Gelder des Hauptsponsors vor der Saison bereits ausgezahlt wurden, die aber 20% des Gesamtetats bisher ausmachten durch die besondere Scheringa-Konstellation. Nun muss Sportdirektor Marcel Brands für kommende Saison einen neuen Trikotsponsor finden, nur galt es bisher als unwahrscheinlich, dass ein anderes Unternehmen auch nur ansatzweise so viele Millionen in dem Verein pumpen wird wie die DSB-Bank. Nun allerdings wird von einem Übernahme-Angebot von Gazprom in den Medien gesprochen.
Gazprom will Ruf mit „typisch holländischem“ Image aufpolieren
Der Trikotsponsor von Schalke 04 und Zenit St. Petersburg, die 2008 den UEFA-Cup gewannen, ist auf der Suche nach einem „typischen holländischen Club“ und möchte international ein sympathischeres Image bekommen. Zuerst war man an einer Beteiligung beim FC Volendam interessiert, doch die stiegen vergangene Spielzeit überraschend aus der höchsten niederländischen Spielklasse ab. Nun kommt ein Champions-League-Teilnehmer nur Recht. Da Dirk Scheringa schon über 100 Millionen € in den Club gepumpt und bereits aufgebaut hat, dürfte AZ Alkmaar für den russischen Gas-Tycoon ein lohnenswertes Schnäppchen sein, berichtet de Telegraaf.
LIVE: Ajax - Feyenoord (Sonntag 12.30 im Ticker)
Was meint ihr: Könnte Gazprom AZ retten?
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Neuer Hauptsponsor muss her
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