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Neuer Sportdirektor Flick: "Der DFB ist hervorragend aufgestellt"

Der ehemalige Co-Trainer von Joachim Löw tritt nun die Nachfolge von Robin Dutt an. An den Strukturen des DFB will der Neue prinzipiell nicht viel verändern.

Frankfurt/Main. Der neue Sportdirektor Hansi Flick sieht den Deutschen Fußball-Bund für die Zukunft gut gewappnet. "Der DFB ist exzellent aufgestellt, wir haben hervorragende Voraussetzungen, gute Strukturen, vor uns allen liegen dennoch große Projekte und spannende Aufgaben", sagte der 49-Jährige an seinem ersten Arbeitstag als DFB-Sportdirektor auf der Homepage des weltgrößten Sportfachverbandes (6,8 Millionen Mitglieder).

50 Tage nach dem WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft im Maracana von Rio de Janeiro, den Flick noch als Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw hautnah miterlebt hatte, freut er sich auf die neue Aufgaben. "Ich kann es kaum erwarten, nun richtig loszulegen", sagte Flick, der den Aufbau der DFB-Akademie als sein "größtes Projekt" bezeichnete.

"Meine Mannschaft sind nun die Trainer. Sie sind der Schlüssel hinsichtlich der Entwicklung des Fußballs und der Spieler. Die Akademie ist die Ideenschmiede des deutschen Fußballs, hier entwickeln wir Konzepte, im Bereich der Spielanalyse und des Scoutings und letztlich aller Themen und Bereiche zur optimalen Betreuung und Entwicklung unserer Mannschaften", sagte der Nachfolger von Robin Dutt.

Flick: Freude auf neue DFB-Akademie

Von der Akademie verspricht sich Flick eine Menge: "Die besten Spieler Deutschlands brauchen die besten Bedingungen. Das ist unser Anspruch. Wir werden mit der DFB-Akademie ganz neue Möglichkeiten erhalten. In der DFB-Akademie liegt insgesamt eine gewaltige Chance für den gesamten deutschen Fußball. Wir werden in ihr alle Kompetenzen bündeln, vor allem werden wir unsere Ideen auch leben."

Flick, der im Rahmen des Länderspiels gegen Argentinien am Mittwoch (20.45 Uhr/Goal-Liveticker) mit den Weltmeistern in Düsseldorf geehrt und offiziell als Co-Trainer verabschiedet wird, hat klare Vorstellungen für die Zukunft: "Unser Anspruch muss es sein, dass in allen Bereichen die besten Leute für den DFB arbeiten." Zudem müsse es ein Ziel sein, in allen Altersklassen konsequent nach einer einheitlichen Philosophie Fußball zu spielen. Zu diesem Zweck sollen künftig auch die U-Trainer bei den Lehrgängen der Nationalmannschaft hospitieren.

Lob für Vorgänger

Für seine Vorgänger Matthias Sammer und Dutt, die der Verband alle vor Ablauf ihres Vertrages verlassen habe, hält Flick noch ein großes Lob bereit: "Die Strukturen beim DFB sind hervorragend, das ist auch das Werk meiner Vorgänger im Amt des Sportdirektors. Matthias Sammer hat über lange Jahre großartige Arbeit für den DFB geleistet, auch Robin Dutt hat in seiner kurzen Zeit viel bewegt. Beim DFB muss nicht jeder Stein umgedreht werden."

Dennoch sei nach dem WM-Titel der Männer, dem EM-Titel der U19-Junioren und dem WM-Titel der U20-Frauen klar: "Vor allem aber gilt, dass wir uns gerade in der Stunde des Erfolgs nicht zufrieden zurücklehnen dürfen. Wir müssen hart daran arbeiten, wenn wir weiterhin in der Weltspitze bleiben wollen. Und das muss unser Anspruch als DFB sein."

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