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RTL feiert Nationalelf-Comeback - Poldi findet´s "geil"

Nach der WM ist vor der EM-Quali: Ab September spielt der Fußball-Weltmeister bei RTL. Der Kölner Privatsender setzt auf große Gefühle.

Hamburg. Neue Perspektiven, mehr Show, noch mehr Gefühle: Mit dem Rückenwind des brasilianischen Sommermärchens der Rekorde startet RTL in sein TV-Abenteuer auf der großen Fußball-Bühne. Bundestrainer Joachim Löw und seine WM-Helden sind ab September bei dem Kölner Privatsender zu sehen - auf dem Weg zum EM-Titel 2016 versprechen die Macher ihren TV-Zuschauern den absoluten "Kick".

"Wir verneigen uns vor dem Weltmeister und sind voller Vorfreude darauf, dass diese wunderbare Mannschaft bald auch bei RTL spielt. Der WM-Sieg und die Euphorie im ganzen Land sind die bestmögliche Vorlage für unser gemeinsames Fußball-Abenteuer ab September", sagte RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann dem SID.

Podolski: "Fußball bei RTL ist geil"

Der Sender hatte zuletzt vor über 20 Jahren Spiele der deutschen Nationalmannschaft übertragen. Auch der frisch gekürte Weltmeister Lukas Podolski freut sich über das Comeback: "Fußball bei RTL - das ist geil."

20 Live-Spiele zeigt der Sender aus den Qualifikationen zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich und zum WM-Turnier 2018 in Russland. Los geht es am 7. September mit dem Duell gegen Schottland in Dortmund (20.45 Uhr). Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann, einer der Helden des Sommermärchens 2006, steht Moderator Florian König als Zugpferd und Experte zur Seite, kommentiert werden die Spiele von Marco Hagemann - vier Stunden sollen die Übertragungen pro Spieltag dauern.

Mit ungewöhnlichen Moderationen, außergewöhnlichen Kameraperspektiven und einer großen Nähe zu Spielern und Fans will RTL vor allem Emotionen wecken. "Der Fußball und seine Berichterstattung bieten immer wieder großartige Möglichkeiten, neue Themen zu finden und diese auf eine ganz eigene Art und Weise zu erzählen", sagte Sportchef Manfred Loppe bei der RTL-Programmvorstellung in der Hamburger Hafencity: "Fußball ist Thema Nummer eins auf den deutschen Straßen."

100 Millionen Euro für Übertragungsrechte

Beim Branchenriesen reiben sich die Verantwortlichen nach Deutschlands Final-Triumph in Rio und der Steilvorlage von Kapitän Philipp Lahm und Co. jedenfalls kräftig die Hände. Im Sommer 2013 hatten sich die Kölner für angeblich 100 Millionen Euro die Übertragungsrechte für die Ausscheidungsspiele der deutschen Elf für die kommende EM und WM gesichert.

Der Privatsender, der zuletzt im Dezember 1993 deutsche Länderspiele übertragen hatte, darf sich wohl auf richtig gute Quoten freuen, denn der Fußball wird in Deutschland immer mehr zu einem Volksgut, dem letzten "Lagerfeuer vor den TV-Geräten". Das WM-Finale gegen Argentinien mit dem Siegtreffer von Mario Götze sahen im Schnitt 34,65 Millionen Zuschauer - Rekord in der deutschen Fernseh-Geschichte.

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